Anzeige Wirtschaft

Auslandskrankenversicherungen: Darum ist ein Vergleich sinnvoll

Auslandskrankenversicherung BDAE
Foto: Pixabay.com / TheAndrasBartas

Eine Weltreise oder einen Auslandsaufenthalt zu planen, kann wahnsinnig viel Spaß machen und die Vorfreude auf die Reise immens steigern. Die Suche nach einer passenden Auslandskrankenversicherung ist jedoch für die meisten frustrierend. Denn Versicherungen im Allgemeinen und insbesondere Krankenversicherungen haben eines gemeinsam: Sie sind notwendig, aber alles andere als populär.

Kein Mensch hat besonders große Lust, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Das liegt einerseits an dem Fachjargon, den die allermeisten Anbieter noch immer für die Beschreibung ihrer Produkte verwenden (müssen).

Hinzu kommt, dass vor allem längerfristige Auslandskrankenversicherungen – also solche, die nicht für einen klassischen Urlaub gedacht sind – komplett unterschiedlich aufgebaut sind. Ein Vergleich der Anbieter ist für jeden „normalen“ Menschen, der sich nicht täglich damit auseinandersetzt, sehr schwierig ist. Warum ist das so?

Auslandskrankenversicherer entscheiden selbst, wen sie versichern

Jeder Auslandskrankenversicherer kann seine Leistungen selbst definieren, den Beitrag selbst bestimmen und auch die Zugangsvoraussetzungen für seine Produkte festlegen. Moment, Zugangsvoraussetzungen? Ja, genau! Es ist nämlich anders als bei gesetzlichen Krankenversicherungen und inzwischen auch privaten Krankenversicherer.

Sie müssen jede und jeden per Gesetz aufnehmen (nach dem sogenannte Kontrahierungszwang im Zuge des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz). Die allermeisten Auslandskrankenversicherer dürfen selbst entscheiden, wen sie unter welchen Voraussetzungen versichern. Der Grund: Als (Langzeit)Reisekrankenversicherungen unterliegen sie anderen gesetzlichen Bestimmungen. 

Jeder Anbieter hat zudem eine andere Laufzeit – manche versichern nur maximal 18 Monate, andere wiederum bis zu drei Jahre. Manchen sogar bis maximal fünf Jahre und einige wenige Anbieter wie auch die die BDAE Gruppe, zu der auch die Autorin dieses Beitrags gehört, ein Leben lang.

Ein Anbietervergleich ist schwerer als gedacht 

Zudem unterscheiden die Anbieter manchmal zwischen privat und beruflich bedingten Aufenthalten und sogar zwischen jungen und alten Menschen. Auch der sogenannte Geltungsbereich, also die Länder und Regionen, in denen Versicherte wie digitale Nomaden, Perpetual Traveller oder Expats Versicherungsschutz haben, spielt eine wichtige Rolle.

Viele Versicherer bieten beispielsweise in Ländern, die ein besonders teures Gesundheitssystem haben (zum Beispiel, USA, Kanada, Schweiz oder Shanghai), keinen oder nur eingeschränkten Versicherungsschutz.

Weitere typische Unterschiede beim Aufbau der Auslandskrankenversicherungen betreffen etwa die Möglichkeit, den Versicherungsbeitrag durch Selbstbeteiligungen zu reduzieren, Altershöchstgrenzen, Versicherbarkeit von Heimaturlaub, Limits von Versicherungssummen, Einschluss von medizinischem Rücktransport oder die Option, die Versicherung auch noch aus dem Ausland abzuschließen.

Über Service und Co. sprechen wir an diesem Punkt noch nicht einmal. Geschweige denn über den Preis, der für die meisten Personen, die länger im Ausland leben und arbeiten wollen, mitunter der entscheidende Punkt ist. 

Die Rahmenbedingungen der Auslandskrankenversicherer kennen

Doch wenn man einen Preisvergleich machen will, muss man die zugrundeliegenden Rahmenbedingungen kennen, also wissen, was genau eine der zahlreichen Auslandskrankenversicherungen unter welchen Voraussetzungen bietet.

Und hier können die Vergleiche von Reiseblogs, digitalen Nomaden und Perpetual Travellern Unentschlossenen immens helfen. Wir von der BDAE Gruppe staunen manchmal, wie detailliert die Bloggerinnen und Blogger die einzelnen Vertragswerke unter die Lupe nehmen und wie empathisch sie ihrer Community die Inhalte vermitteln.

Besonders wertvoll ist aus unserer Sicht ein Vergleich, wenn die Publisher testweise tatsächliche Beratung in Anspruch genommen haben und davon auch ausführlich berichten. Einen guten Vergleich zeichnet zudem aus, wenn transparent geschrieben wird, warum sich die Publisher für eine bestimmte Auslandskrankenversicherung entschieden haben und dies anhand von einzelnen Punkten beispielhaft erläutern.

Immer wieder kommt es vor, dass uns Reisebloggerinnen und -blogger direkt kontaktieren und zusätzlich Fragen zu den Produkten stellen. Als Anbieter besteht somit die Chance, das eigene „Versicherungskauderwelsch“, das manchmal aus Gründen der Justiziabilität leider sehr gestelzt klingen muss, zu „übersetzen“ und näher zu erläutern.

Wenn die Publisher Stellungnahmen der Versicherer in ihrem Vergleichs-Blogbeitrag auch noch als Aussagen von offiziellen Stellen markieren beziehungsweise darauf hinweisen, gewinnt der Vergleich noch mehr an Glaubwürdigkeit und Seriosität.

Komplette Objektivität gibt es nicht

Was kein Vergleich von Bloggerinnen und Bloggern, Influencerinnen und Influencern und Co. wirklich leisten kann, ist 100-prozentigue Objektivität. Das liegt zum einen schon daran, dass alle ganz unterschiedliche Schwerpunkte beim Versicherungsschutz setzt – in der Regel basierend auf den eigenen Bedürfnissen.

Ein Blogger-Paar mit Kinderwunsch achtet sicherlich verstärkt darauf, ob und inwieweit ein Anbieter Schwangerschaft und Entbindung mitversichert. Wer beispielsweise mal einen schweren Unfall im Ausland hatte, der legt besonders Wert auf Leistungen wie den Krankenrücktransport oder Reha-Maßnahmen. Wer schon mal service-technisch bei einer schweren Erkrankung im Ausland von seiner Auslandkrankenversicherung enttäuscht wurde, legt besonders großen Wert auf das Thema persönliche Ansprechpartner und Erreichbarkeit.

Wir vom BDAE haben bereits viele (positive) Erfahrungen in Sachen Versicherungsvergleiche von digitalen Nomaden gemacht und halten uns aus offensichtlich geschäftlichem Interesse natürlich immer auf dem Laufenden. Doch es fällt auch auf – und hier sind wir bei den Schwächen, die solche Vergleiche haben können – dass nicht jeder Vergleich besonders transparent ist.

Manchmal wird gar nicht oder sehr schwer erkennbar gekennzeichnet, dass bestimmte Anbieter empfohlen werden, weil mit diesen eine Kooperation beispielsweise in Form einer Affiliate-Partnerschaft oder im Rahmen eines Tippgeber-Programms eingegangen wurde.

Oft findet man auch ein Sternchen hinter dem Produkt, aber keine Erläuterung zu diesem oder diese ist nahezu unauffindbar oder erst nach endlosem Scrollen sichtbar. 

Transparenz ist Trumpf

Wir befürworten es sehr, wenn die Vergleiche genutzt werden, um einen Anbieter, von dem die Bloggerinnen und Blogger selbst überzeugt sind, zu pushen. Aber es ist nur fair, wenn irgendwie kenntlich gemacht wird, dass es sich um eine Kooperation handelt.

Der BDAE selbst kooperiert natürlich auch mit digital nomads, Blogs und Influencerinnen und Influencern und hat auch schon positive Erwähnungen in Vergleichen von Auslandskrankenversicherungen erhalten. Wir haben uns damals sehr gefreut, als Jessi und Daniel von Life To Go auf uns zukamen und uns sagten, sie seien von unserer Auslandskrankenversicherung besonders überzeugt und hätten sich bei uns versichert.

Seit diesem ersten Kontakt haben wir eine tolle persönliche Kooperation miteinander und die Beiden empfehlen regelmäßig unsere Auslandskrankenversicherungen – auf ihrem Reiseblog und auch auf ihren Social-Media-Kanälen. Dass sie eine (bezahlte) Medienkooperation haben, verschweigen sie dabei natürlich nicht.

Es ist auch in Ordnung, wenn Bloggerinnen und Blogger gleich mehrere Auslandskrankenversicherer empfehlen und damit Geld verdienen, ohne bei einem selbst versichert zu sein – so lange klar ersichtlich ist, dass es sich um bezahlte Kooperationen handelt. 

Win-Win-Situation für beide Seiten

Wir werden regelmäßig von digitalen Nomaden in Sachen Affiliate-Partnerschaften angefragt und finden es toll, wenn jemand aktiv auf uns zu geht. Leider haben wir auch schon erlebt, dass uns Personen, die von uns überzeugt und bei uns versichert sind, supporten wollten, und dann überrschend im Nachhinein Geld für die Veröffentlichung des Vergleichsbeitrags verlangen.

Das ist allerdings wirklich nicht cool! Der BDAE und sicher auch viele unserer Mitbewerber schätzt die Kooperationen mit digitalen Nomaden sehr und wir wissen um den Wert ihrer mit viel Arbeit und Herzblut aufgebauten Blogs und Social-Media-Kanäle.

Aber: Je transparenter und offener der Umgang miteinander von beiden Seiten gepflegt wird, desto glaubwürdiger ist der Versicherungsvergleich beziehungsweise die Produktempfehlung. Eine klassische Win-Win-Situation. Wenn man sich dann auch noch persönlich besser kennenlernt – etwas durch Interviews oder regelmäßige Videogespräche, umso besser. 

Ein kritischer Leistungscheck hilft auch den Versicherern

Die Erfahrung zeigt: Je erfolgreicher digital nomads mit ihren Reiseblogs und Kanälen sind, desto transparenter sind sie auch mit ihren Versicherungsvergleichen und Empfehlungen. Und als Produktgeber auf der anderen Seite stellen wir auch fest, dass wir auch einem kritischen Leistungs- und Sympathiecheck unterzogen werden.

Das hilft uns als Unternehmen, uns auch mal selbst infrage zu stellen und die eigenen Schwächen zu entdecken. Die Grundvoraussetzung für eine Weiterentwicklung und dafür, die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden jeden Tag an erster Stelle zu setzen und nicht nur als hohle Marketing-Phrase zu verstehen.


Checkliste für Versicherungsvergleiche

  • Wie aktuell ist der Vergleich? Ist das letzte Update erkennbar?
  • Welche Vergleichskriterien sind vorgenommen worden? Wurden lediglich Preise und Leistungen untersucht oder auch andere Kriterien wie Laufzeit, vertragliche Voraussetzungen, Kündigungsfristen etc.?
  • Wie objektiv erscheint der Vergleich? Ist die Kommunikation transparent, dass es sich um einen Sponsored Post, um eine Affiliate Partnerschaft, Medienkooperation etc. handelt?
  • Geht aus dem Vergleich und dem Bericht transparent hervor, dass die Blogger selbst bei dem Anbieter abgesichert sind? Werden Erfahrungen kommuniziert?
  • Werden offizielle Aussagen der Auslandskrankenversicherer als solche gekennzeichnet?
  • Haben die Seitenbetreiber Test-Beratungsgespräche geführt?
  • Sind Ausnahmen/Sonderfälle wie beispielsweise Schutz bei Pandemien (aktuell Covid-19), kriegsähnlichen Ereignissen, Naturkatastrophen oder Katastrophen im Allgemeinen aufgeführt?

Jetzt mehr erfahren