Microsoft will durch neue Strategie lokal erzeugten Ökostrom fördern

Felix Baumann
Bild: Matthew Manuel

Im Zeichen des Klimawandels haben sich immer mehr Unternehmen das Ziel gesetzt, möglichst bald und in allen Belangen klimaneutral zu werden. Das kann aber teilweise dauern, betrachtet man nämlich auch Zulieferer und Vertragsarbeiter müssen viele weitere Emissionsherde berücksichtigt werden. Microsoft ist bereits seit 2012 komplett auf Ökostrom umgestiegen. Ein weiterer Schritt soll diesen Umstieg noch klimafreundlicher machen.

Denn wie bezieht man für sein Tagesgeschäft genug Ökostrom, wenn es diesen nicht überall in ausreichender Menge gibt? Ganz einfach: Indem man seinen Stromverbrauch anderweitig ausgleicht. So nutzt das Unternehmen nach wie vor Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken, dieser wird aber durch Investitionen in Ökostrom anderswo kompensiert.

Wir müssen vermehrt Kohle- durch Ökostrom ersetzen

An sich ist es also löblich, dass Microsoft in der Theorie vollständig auf Ökostrom zurückgreift, trotzdem schafft die aktuelle Art und Weise kaum Anreize, um die lokalen Stromnetze mit beispielsweise Solar- und Windkraftanlagen auszubauen. Mit seinem neuen Ziel möchte das Unternehmen bis 2030 nur noch grünen Strom kaufen, der lokal produziert wird.

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Dafür braucht es in vielen Ländern nämlich noch immense Investitionen. In seinem Heimatland USA steht Microsoft vor dem Problem, dass lediglich 20 Prozent des Strommix aus nachhaltigen Quellen stammt. Und hiervon möchten natürlich auch Google, Facebook, Apple und Co. etwas ab. Hier kommt Präsident Biden gelegen.

Stromnetze weltweit werden zunehmend grün (Bild: Karsten Würth)

Denn der Demokrat möchte bis 2035 das amerikanische Stromnetz komplett mit erneuerbaren Energien betreiben, für Tech-Konzerne wäre dann also genug Angebot vorhanden. Würde Microsoft bis 2030 nur noch lokalen Ökostrom beziehen, hätte der Konzern gleich zwei Ziele erreicht. Denn bis dahin sollen die Geschäfte schon mehr CO₂ absorbieren, als emittieren.

Eigene Meinung:

Microsoft geht mit der neuen Herangehensweise einen mutigen Schritt und zeigt gleichzeitig auch Schwächen in der eigenen Vorgehensweise auf. Schließlich muss jedes Land sein Stromnetz grün betreiben, um langfristig die Folgen des Klimawandels abzumildern. Mit dem neuen Ziel könnten Anreize geschaffen und der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden.

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Via The Verge

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.