Nikola reduziert Zielvorgaben, möchte aber 2021 noch ausliefern

Felix Baumann
Bild: Nikola

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In der Zukunft gehören konventionell betriebene Fahrzeuge der Vergangenheit an. Dieser Schritt ist notwendig, um die ambitionierten Ziele des Pariser Klimaabkommens noch zu erreichen und unseren Planeten vor einer dunklen Zukunft zu schützen. Daher ist es umso wichtiger, dass sich weltweit kluge Köpfe zusammenschließen und nachhaltige Lösungen entwickeln, die gleichzeitig auch preislich konkurrenzfähig zu ihren schmutzigen Pendants sind.

Ein Unternehmen mit einer ziemlich ambitionierten Vision ist Nikola. Ja, das Unternehmen gibt es noch, nachdem im vergangenen Jahr so ziemlich alles schiefgegangen ist, was schiefgehen kann. Man kündigte in einem großen Werbevideo seinen wasserstoffbetriebenen Truck an, nur damit Kritiker später herausfanden, dass der gezeigte Lastkraftwagen gar nicht aus eigener Kraft fährt. Denn im Video rollte dieser lediglich einen Hügel hinunter.

Eigentlich wollte Nikola Vorreiter sein (Bild: Nikola)

Das ist auch ein Grund, weshalb sich Nikola-Gründer Trevor Milton inzwischen vor Gericht behaupten muss. Denn Nikola hat Investoren in die Irre geführt, die Technologie, die immer wieder versprochen, aber nie ausgeliefert wurde, existierte zum Zeitpunkt des Videos gar nicht. Trotzdem ließ man sich seinerzeit groß in der Presse feiern.

Jetzt meldet sich die Firma wieder. Während der aktuell turbulenten Zeit hat man die eigenen Ziele überdacht und möchte dieses Jahr nur noch halb so viele Fahrzeuge ausliefern, wie noch in der Vorschau für 2021 angekündigt. Gleichzeitig behält man sich vor, dass auch dieses reduzierte Ziel nicht machbar sein könnte, da es gerade wegen der Auswirkungen des Coronavirus zu Lieferengpässen kommen kann.

Den Mitarbeitern bei Nikola bleibt also zunächst einmal nur die Hoffnung. Die Hoffnung, dass man dem Unternehmen doch wieder Vertrauen schenkt, die Hoffnung, dass schon alles glattgehen wird und die Hoffnung, dass dieses Jahr besser endet, als es in den letzten Monaten gelaufen ist.

Eigene Meinung:

Nikola war ein vielversprechendes Unternehmen in der Branche, das betrügerische Verhalten hat aber (zurecht) für Verstimmung gesorgt. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Hersteller wirklich abliefern kann oder ob letztlich doch kaum Lkws vom Band rollen.

Via The Verge

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.