Facebook beendet unabhängige Untersuchung zu Instagram-Algorithmus

Felix Baumann
Bild: Claudio Schwarz

Anzeige

In letzter Zeit erhält ein großer Konzern wieder vermehrt mediale Aufmerksamkeit: Facebook. Nachdem wir euch bereits am Freitag über eine Entscheidung des unabhängigen Aufsichtsgremiums berichtet hatten, kam zum Wochenende die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Sprach- und Videoanrufe. Jetzt macht das abrupte Ende einer Forschung die Runde.

Konkret geht es um eine Untersuchung der Gruppe AlgorithmWatch, die seit März 2020 lief. Das Ziel war es einen Einblick in den Instagram Algorithmus zu gewinnen und herauszufinden, inwieweit dieser Bilder und Videos priorisiert. Dazu wurde Teilnehmern eine Browsererweiterung zur Verfügung gestellt.

Bei den Facebook-Apps handelt es sich um eine Blackbox (Bild: Brett Jordan)

Ergebnisse wurden fortlaufend veröffentlicht, erste Resultate legten nahe, dass nackte Haut und Fotos mit Gesichtern deutlich häufiger empfohlen wurden. Jetzt ist aber Schluss mit der Forschung, Facebook warf den Wissenschaftler:innen vor gegen die Nutzungsbedingungen zu verstoßen. Weiterhin sah man einen Verstoß gegen die DSGVO.

Die Forscher:innen widersprachen den Vorwürfen des Unternehmens, beendeten aber zum Schutz vor Klagen die Untersuchung. Es wurden lediglich die Feeds derjenigen Personen untersucht, die aktiv an dem Experiment teilgenommen haben, die Daten wurden ausschließlich für die Studie verwendet und nicht an andere Parteien weitergegeben.

Facebook möchte beobachten, nicht aber beobachtet werden (Bild: Glen Carrie)

Facebook widersprach AlgorithmWatch und teilte mit, dass man den Forscher:innen keineswegs gedroht hatte. Trotzdem zeigt die Aktion, dass ein Einblick in die Algorithmen des Konzerns nach wie vor nicht gegeben ist. Daten erhalten Forschende nur von Facebook selbst, das Vertrauen in das Unternehmen ist von wissenschaftlicher Seite aber kaum gegeben.

Eigene Meinung:

Es ist erstaunlich, dass gerade ein Konzern wie Facebook sich hinter den Regelungen der Datenschutzgrundverordnung versteckt. Es spricht wohl kaum für den Konzern, wenn dessen Geschäftspraktiken und Algorithmen nicht unabhängig untersucht werden können, gerade bei der Sortierung und Auswahl von Themen haben Facebook- und Instagram-Nutzer:innen bereits in der Vergangenheit einige Überraschungen erlebt. Daher bleibt abzuwarten, wie lange der Konzern mit so einer Politik noch durchkommt.

Via The Verge

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.