Luftverschmutzung erhöht vielerorts das Risiko für psychische Probleme

Felix Baumann

Auch, wenn vielen bereits der Umstand klar ist, dass Luftverschmutzung negative Folgen auf unseren Körper und Geist hat, so hat sich in den letzten Jahren teils wenig verändert. Zwar haben sich die Luftwerte in den schmutzigsten deutschen Städten zum Besseren verändert, trotzdem liegt noch viel Arbeit vor uns, um wieder saubere Luft in unsere Straßen zu lassen.

Eine neue Studie zeigt jetzt erneut die negativen Auswirkungen, die schlechte Luft auf unseren Körper hat. Denn psychische Krankheiten sind wahrscheinlich genauso häufig die Folge von einer starken Belastung, wie Auswirkungen auf unseren Körper. Forscher:innen haben dazu 13.000 Menschen in London unter Beobachtung gestellt und interessante Erkenntnisse gewonnen.

Überall gelangen Partikel in die Luft (Bild: Sergio Rodriguez)

So sorgte bereits ein geringer Stickstoffdioxid-Anstieg für deutlich häufiger auftretende psychische Leiden. Steigen die Werte leicht an, so steigt das Risiko eine Therapie zu benötigen um 32 Prozent. Das Risiko ins Krankenhaus eingewiesen zu werden, erhöht sich um 18 Prozent. Die Luftverschmutzung zu reduzieren könnte also Millionen Menschen in Tausenden Metropolen zugutekommen.

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Denn auch eine geringe Reduzierung der Partikelbelastung hat bereits große Auswirkungen und kann dem Gesundheitswesen Einsparungen von mehreren zehn Millionen Euro bringen. Besonders hervor stach dabei der Anteil an Stickstoffdioxid – NO2 – welches vor allem durch Dieselfahrzeuge ausgestoßen wird. Betroffen sind alle Geschlechter über alle Altersgruppen hinweg.

Elektrisch betriebene Lkws könnten eine Lösung sein (Bild: Volvo)

Damit reihen sich die neuen Forschungsergebnisse in eine Reihe von weiteren Studien ein, die die Gefahr der Luftverschmutzung untersucht haben. Diese bewiesen bereits einen Anstieg bei Depressionen, Suizidraten und anderen mentalen Problemen. Die Weltbank geht davon aus, dass Luftverschmutzung jedes Jahr die Wirtschaft um die 5 Billionen Euro kostet, ein Betrag, der im Kampf gegen ebendiese deutlich besser angelegt wäre.

Eigene Meinung:

In den nächsten Jahren müssen wir so einige Probleme angehen, denen wir in den letzten Jahrzehnten eindeutig zu wenig aufmerksam geschenkt haben. Neben dem Klimawandel wird es höchste Zeit, dass wir in dicht besiedelten Gebieten Verbrenner sanktionieren und den öffentlichen Nahverkehr fördern. Nur dann kann es nachhaltig gelingen den Lebensstandard vieler Millionen Menschen zu erhöhen.

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Via The Guardian

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.