Chinesische Regierung limitiert Online-Gaming für Jugendliche unter 18

Felix Baumann

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In den letzten Jahrzehnten hat sich die Dauer, die wir vor Bildschirmen verbringen, stark verlängert. Gab es vor etwas über 10 Jahren noch kein Smartphone und war das Handy damals eher nur zum Telefonieren oder Simsen da, so nutzen wir unsere Endgeräte heutzutage für fast alles. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass bei vielen Menschen am Ende des Tages vier bis acht Stunden als Bildschirmzeit aufgelistet werden.

Aber wie viel Bildschirmzeit ist tatsächlich gesund für uns? Daran scheiden sich die Geister. Sehen manche keinerlei Gefahr darin ständig die Hände am unter anderem Smartphone zu haben, gibt es auch Stimmen, die darin den Zusammenbruch von Beziehungen und der Gesellschaft sehen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich dazwischen, die chinesische Regierung scheint nun aber eine reale Gefahr für Kinder zu sehen. Daher greift man jetzt hart durch.

In China darf nur noch an spezifischen Tagen gespielt werden.

Chinesische Techkonzerne werden durch ein neues Gesetz dazu verpflichtet, dass sie Minderjährigen maximal drei Stunden pro Woche Zugang zu Onlinespielen geben. Demnach sollen Personen unter 18 Jahren nur noch an Freitagen, Samstagen und Sonntagen zwischen 20 Uhr und 21 Uhr daddeln können, im Vergleich zu bisherigen Regelungen, die 1,5 Stunden an fast jedem Tag erlaubten, ist das ein noch radikalerer Richtungswechsel.

Spieler werden daher auch verpflichtet ihre wahre Identität gegenüber den Konzernen preiszugeben, damit die Regelungen auch konsequent umgesetzt werden können. China geht diesen extrem strengen Weg, da in dem Land mehr und mehr Sorgen aufgrund einer größer werdenden Spielsucht aufkommen. Die staatlichen Medien verglichen Online-Spiele gar mit „spirituellem Opium“.

Gaming auf dem Moto G4
Nach einer Stunde daddeln soll Schluss sein
Eigene Meinung:

Dass viele Jugendliche inzwischen zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, ist einstweilen leider ziemlich klar. Ein Verbot, wie in China, ist meiner Ansicht nach aber trotzdem nicht zielführend, da nicht jeder Spieler automatisch einer Sucht verfällt und etwa nicht mehr vom Computer loskommt. Außerdem wird so gerade einer Generation, die vermehrt ihre eigenen Entscheidungen treffen will, die Grundlage für ebendiese genommen.

Via The Verge

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.