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Neues Update: Wird der Bitcoin jetzt sicherer und schneller?

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Unsplash.com/ Thought Catalog
geschrieben von Fabian Peters

Der Bitcoin bekommt ein umfassendes Update. Das war letztmals im Jahr 2017 der Fall. Anleger:innen hoffen dabei künftig auf mehr Privatsphäre, schnellere Transaktionen und vor allem: sinkende Kosten. Wir erklären die Hintergründe des neuen Bitcoin-Updates Taproot.

Der Bitcoin zählt zu den Dinosauriern unter den Kryptowährungen. Schließlich gilt er als die älteste und auch größte digitale Währung überhaupt. Da scheint es ein wenig überraschend, dass es rund vier Jahre lang kein Update gab.

Doch damit ist nun Schluss. Denn auf die Krypto-Szene kommen umfangreiche Änderungen zu, die viele Anleger:innen hoffen lassen. Denn mit Taproot erfährt der Bitcoin beziehungsweise die Bitcoin-Technologie nun ein umfassendes Update, das schon seit 2018 in den Startlöchern steht.

Bitcoin-Update: Was ist die Schnorr-Signatur?

Bereits damals versprach das neue Bitcoin-Update mehr Privatsphäre und Effizienz. Nach einem mitunter komplizierten Abstimmungsprozess geht es nun an den Start. Denn Bitcoin-Miner auf der ganzen Welt haben wochenlang über die Änderungen abgestimmt. Letztlich war die Mehrheit dafür.

Bis es soweit ist, werden vermutlich jedoch noch einige Monate vergehen. Als wesentlicher Bestandteil der Neuerung gilt die Einführung der sogenannten Schnorr-Signatur. Sie wurde vom Frankfurter Mathematiker Claus Peter Schnorr entwickelt und soll beim Bitcoin-Handel künftig mehr Privatsphäre garantieren.

Denn bisher waren alle Bitcoin-Transaktionen via Blockchain öffentlich einsehbar. Das neu Schnorr-Formular soll derweil dafür sorgen, dass unterschiedliche Transaktionen in einer Signatur zusammengefasst werden. Demnach soll es künftig nicht mehr möglich sein, nachzuvollziehen, wer genau einzelne Transaktionen autorisiert hat.

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Das sind die Vor- und Nachteile des Bitcoin-Updates 2021

Das neue Update für den Bitcoin bringt einerseits wesentliche Vorteile in Sachen Effizienz mit sich. Denn die Schnorr-Signatur ermöglicht eine höhere Transaktionsleistung und erfordert weitaus weniger Speicherplatz. Andererseits entsteht auch ein Defizit in puncto Transparenz.

Mit dem neuen Update können Anleger:innen nämlich womöglich nicht mehr nachvollziehen, von wem genau größere Transaktionen ausgehen. Im Gegensatz zum vorherigen Update im Jahr 2017 erfolgt jedoch keine Spaltung.

Das Resultat des damaligen Updates der Bitcoin-Technologie mit dem Namen Segregated Witness (SegWit) waren Streitigkeiten und die Aufspaltung in Bitcoin und Bitcoin Cash.

Wie reagiert der Bitcoin-Kurs?

Vermutlich hat die Bitcoin-Szene daraus gelernt, dass die Abspaltung des Bitcoin Cash letztlich wenig erfolgversprechend war. Denn im Gegensatz zum Bitcoin ist sein Pendant bisher kontinuierlich abgerutscht. Im Zuge des neuen Updates demonstriert die Szene derweil Geschlossenheit.

Ob Taproot jedoch Auswirkungen auf den gegenwärtigen Bitcoin-Kurs haben wird, darüber ist sich die Branche uneinig.

Expert:innen gehen davon aus, dass sich zumindest kurzfristig keine relevanten Entwicklungen ergeben werden. Sollte sich das Update jedoch langfristig etablieren und bewähren, stünden durchaus positive Effekte in Aussicht, so Krypto-Experte Edward Moya.

Bitcoin und Ethereum verlieren jeweils acht Prozent

In den vergangenen Tagen verzeichnete der Bitcoin jedoch ein Minus von rund acht Prozent. Der Kurs der älteste Kryptowährung der Welt brach in der Nacht zum Dienstag (16. November) binnen 24 Stunden von 66.000 US-Dollar auf rund 60.000 US-Dollar ein.

Doch auch andere digitale Währungen mussten mitunter erhebliche Kursverluste hinnehmen. So dank der Kurs von Ethereum über Nacht von 4.700 auf rund 4.300 US-Dollar. Ob und inwieweit der Kursschwankung mit dem Bitcoin-Update zusammenhänge, ist derzeit noch unklar.

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Über den Autor

Fabian Peters

Schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor), Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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