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Was ist eine Private Cloud?

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Pixabay.com / 200degrees

Eine Public Cloud ist für die Allgemeinheit per Internet erreichbar. Das ist besonders für Unternehmen und Organisationen problematisch. Wir stellen dir deswegen die Private Cloud Definition vor und zeigen, wie genau sie funktioniert.

Eine Private Cloud wird exklusiv für einzelne Organisationen und Unternehmen betrieben. Die Private Cloud kann auf eigenen Rechnern oder auf Servern von externen Anbietern gehostet sein und der Zugriff erfolgt über das interne Intranet oder über ein abgeschlossenes Virtual Private Network (VPN).

Es handelt sich bei einer Private Cloud also um eine organisationsbezogene Cloud, auf die ausschließlich autorisierte Nutzer:innen zugreifen können. Deswegen sind andere Bezeichnungen für die Private Cloud auch Corporate Cloud oder Firmen Cloud.

Da die Private Cloud nicht mit anderen Nutzer:innen geteilt werden muss, ist deutlich mehr Sicherheit, Kontrolle und Flexibilität gegeben. Der große Vorteil dieser Art des Cloud Computings: Die Anwendungen lassen sich individuell anpassen und sorgen für mehr Effizienz.

Wie funktioniert eine Private Cloud?

Als technische Grundlage der Private Cloud dient die Virtualisierung. Anwendungen werden also nicht mehr auf lokalen Endgeräten oder Servern betrieben. Stattdessen erfolgt die Bereitstellung virtuell in einer Cloud-Umgebung.

Vorteil der Virtualisierung ist, dass sich Ressourcen individuell den verschiedenen Anwendungen zuteilen lassen. Gleichzeitig kann die Verfügbarkeit erhöht werden, da die virtualisierte Umgebung den Ausfall einzelner Rechner auffangen kann.

Nutzer:innen, die Zugriff auf die Private Cloud haben, erreichen sie über das interne Netzwerk oder ein VPS. Für den Zugriff ist es notwendig, den Nutzer:innen entsprechende Rechte zu geben. Unternehmen müssen dabei nicht wie üblich verschiedene Server für einzelne Anwendungen nutzen. Ihnen steht mit der Private Cloud eine virtualisierte Serverumgebung für alle Services zur Verfügung.

Welche Private Cloud Typen gibt es?

Die Private Cloud unterscheidet sich in vier verschiedenen Typen:

  • Die interne Private Cloud: Dabei betreibt das Unternehmen die IT-Infrastruktur für ihre Cloud-Services komplett selbst.
  • Die gemanagte Private Cloud: Bei diesem Private Cloud Typen wird die IT-Infrastruktur für die Cloud intern gehostet, aber von einem externen Anbieter gemanagt. Dadurch haben Unternehmen die Flexibilität der Private Cloud. Deren Funktionen werden dabei vom Anbieter optimal auf die Kund:innen zugeschnitten. Die Effizienz steigt und Unternehmen haben einen Ansprechpartner bei Fragen an der Seite.
  • Die gehostete Private Cloud: Die gehostete Private Cloud befindet sich in einem Rechenzentrum eines Cloud-Service-Anbieters. Der Anbieter verwaltet die gesamte Cloud im Auftrag des Unternehmens und stellt Nutzer:innen die individuellen Anwendungen zur Verfügung.
  • Die Community Private Cloud: Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Private Cloud. Mehrere Unternehmen haben gemeinsamen Zugriff auf eine Private Cloud. Dabei stammen die Unternehmen meist aus der gleichen Branche. Deswegen ist ein anderer Begriff der Community Private Cloud auch branchenspezifische Private Cloud.

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen kann der Aufbau einer internen Private Cloud eine Herausforderung sein, da oft das technische Know-how und das Budget fehlt. Aus diesem Grund entscheiden sich diese Unternehmen meist für gemanagte oder gehostete Private Clouds.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Private Cloud?

Eine Private Cloud sorgt für mehr Sicherheit, Kontrolle und Flexibilität. Unternehmen nutzen die vielen Vorteile von Cloud Computing und haben gleichzeitig die volle Kontrolle über die eigenen Daten. Im Folgenden zeigen wir dir, welche Vor- und Nachteile eine Private Cloud hat.

Vorteile der Private Cloud

  • Individuelle Gestaltung der Anwendungen: Sämtliche Anwendungen können an die individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden.
  • Gesteigerte Sicherheit: Durch den abgetrennten Betrieb der Private Cloud wird die Sicherheit automatisch gesteigert.
  • Mehr Kontrolle: Unternehmen haben volle Kontrolle über die eigenen Daten.
  • Höhere Kapazitäten: Eine Private Cloud bietet mehr Kapazitäten für umfangreiche Computing-Anforderungen.
  • Exklusive Verfügbarkeit: Anwender:innen von einer Private Cloud steht die Performance exklusiv zur Verfügung. Dadurch sind Einschränkungen durch die gleichzeitige Nutzung von anderen Unternehmen oder Personen sind nicht zu erwarten.

Nachteile der Private Cloud

  • Hoher Verwaltungsaufwand: Nicht jedes Unternehmen hat die Ressourcen, die Private Cloud intern zu verwalten. Kleine und Mittlere Unternehmen entscheiden sich deswegen eher für gemanagte oder gehostete Private Clouds, wofür aber das nötige Budget vorhanden sein muss.
  • Kostenaufwand: Die Kosten einer Private Cloud sind mit Personal-, Verwaltungs- und Wartungsausgaben eines normalen Rechenzentrums zu vergleichen. Unternehmen können entsprechend nicht erwarten, dass sie bei einer Private Cloud, wie bei der Nutzung einer Public Cloud, Kosten sparen.

Was auf der einen Seite Sicherheit, Kontrolle und Flexibilität bringt, sorgt auf der anderen Seite für einen hohen Verwaltungsaufwand und bietet keine Chance, um Kosten zu senken. Unternehmen sollten aus diesem Grund detailliert abwägen, ob diese Art des Cloud Computings für sie sinnvoll ist.

Was ist der Unterschied zwischen Private Cloud und Public Cloud?

Bei der Technik an sich, gibt es zwischen der Private Cloud und der Public Cloud kaum Unterschiede. Trotzdem gibt es wesentliche Punkte, an denen du die beiden Formen unterscheiden kannst. Der erste große Unterschied ist, dass die Leistungen der Public Cloud grundsätzlich allen Personen zur Verfügung stehen.

Die verschiedenen Nutzer:innen arbeiten zwar unabhängig voneinander, sie nutzen grundsätzlich aber denselben Ressourcen-Pool. Im Gegensatz dazu haben bei der Private Cloud nur autorisierte Nutzer:innen Zugriff auf die Cloud-Leistungen. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass die Ressourcen nicht geteilt werden.

Bei der Private Cloud besteht zudem die Möglichkeit, u.a. die Speicher- und Netzwerkkapazitäten an die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens anzupassen. Eine Public Cloud kann hingegen meist nicht an die Anforderungen von einzelnen Kund:innen angepasst werden.

Wer sowohl auf die Vorteile von der Private und der Public Cloud zugreifen möchte, findet das in der Hybrid Cloud. Unternehmen profitieren von der hohen Flexibilität und geringen Kosten der Public Cloud und genießen gleichzeitig die Sicherheits- und Datenschutzfunktionen.

Besonders, wenn sich Unternehmen budgettechnisch keine Private Cloud leisten können, bleiben sie mit der Hybrid Cloud flexibel und schützen ihre sensible Daten in einem internen Bereich ab.

Fazit: Mehr Freiheit und Sicherheit für Unternehmen

Mit einer Private Cloud sind Nutzer:innen flexibler, sie verwalten und nutzen ihre Daten einfacher und schneller. Besonders für Unternehmen ist eine Private Cloud sinnvoll, da wichtige Informationen in der Regel deutlich schneller für eine Analyse bereitstehen, um wichtige Entscheidungen zu treffen.

Für die Umsetzung entscheidest du dich für einen Cloud-Service-Anbieter. Du profitierst dabei von einer höheren Sicherheit durch dedizierter Hardware und nur von dir genutzter physischer Infrastruktur. Zusätzlich kannst du das Pay-as-you-go-Modell nutzen, um durch eine minutengenaue Abrechnung von noch mehr Freiheit zu profitieren.

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