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Digitale Berufe: Was macht eigentlich ein Head of SEA?

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geschrieben von Fabian Peters

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Alexander Küblbek und der Beruf des Head of SEA.

Der Start in den Tag als Head of SEA

Alexander, du arbeitest als Head of SEA bei Smarketer. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

Ich gebe es zu: Mit meiner Jobbeschreibung “Head of SEA” können die meisten Leute erst einmal wenig anfangen. SEA steht für “Search Engine Advertising” und meint alle Aktivitäten, die zum bezahlten Suchmaschinenmarketing gehören. Damit sind vor allem Werbeanzeigen auf Google und im Netzwerk von Microsoft, wie etwa auf Bing, Yahoo oder Ecosia, gemeint.


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Bei Smarketer erstellen und verwalten wir diese Werbeanzeigen für unsere Kunden. Als Head of SEA bin ich dafür verantwortlich, dass in diesem Bereich alles glatt läuft. Ich sorge dafür, dass unsere Experten optimal arbeiten können, wir mit unseren Dienstleistungen immer auf dem neuesten Stand sind und mit den richtigen Tools und dem aktuellsten Wissen unsere Kunden bestmöglichst unterstützen können.

Bei fachlichen Fragen bin ich der richtige Ansprechpartner, genauso wie für die Präsentation von Vorträgen und Masterclasses.

Der Berufsalltag als Head of SEA

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?

Mein Beruf hat viele unterschiedliche Seiten. Deshalb ist auch ein “normaler” Arbeitstag immer sehr abwechslungsreich. Mein Tag beginnt in der Regel mit verschiedenen Meetings, zusammen mit den anderen Führungskräften unserer Company, beispielsweise den Verantwortlichen für unsere Dienstleistungsprodukte, unseren AG- und Teamleitern.

Anschließend kümmere ich mich um unsere Quartals- und Jahresziele: Ich schaue an welchem Punkt wir uns gerade befinden, welche Ziele wir noch erreichen können und wie wir diese strategisch umsetzen. Da das Tagesgeschäft im Suchmaschinenmarketing sehr dynamisch ist, habe ich immer auch ein Auge auf Neuerungen und Updates in der Branche und sorge dafür, dass wir diese in unserer Agentur erfolgreich etablieren.

Und womit startest du in den Tag?

Mein Tag startet mit einem guten Kaffee, frisch aus meiner Siebträgermaschine, einem Schokomüsli mit Haferflocken und den wichtigsten Sport-Highlights vom Vortag. Dann gehe ich zu meiner ersten Sporteinheit des Tages über: Für den Weg ins Büro schwinge ich mich auf mein Rad, das funktioniert übrigens auch im Winter mit Thermokleidung wunderbar!

Ich liebe meine Morgen-Routine. Sie ermöglicht mir, entspannt im Office anzukommen, pünktlich zum ersten Huddle des Tages.

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Alexander Küblbek, Head of SEA bei Smarketer.

Die Aufgaben als Head of SEA

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Als Head of SEA bin ich das Zentrum der strategischen Weiterentwicklung unseres SEA-Geschäfts und sorge dafür, dass die Qualität unserer Werbekampagnen stimmt und unsere Kampagnenstandards eingehalten werden.

Dabei bin ich immer auf der Suche nach innovativen Neuerungen für unsere Werbekampagnen, damit wir unseren Kunden die bestmöglichen Dienstleistungen bieten können.

Als Kopf unserer SEA-Mannschaft bin ich außerdem dafür verantwortlich, dass unsere Mitarbeiter optimal zusammenarbeiten können. Deshalb halte ich auch nach neuen Tools Ausschau, die das Leben unserer SEA-Experten erleichtern. Der ständige Wissenstausch innerhalb unserer Mannschaft ist mir enorm wichtig.

Daher stehen auch Fort- und Weiterbildungen unserer SEA-Experten ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Bei fachlichen Fragen zu Google Ads und Microsoft Ads bin ich der erste Ansprechpartner für die Führungskräfte unserer Teams. Darüber hinaus verrate ich auch auf Messen, bei Vorträgen und Masterclasses, wichtige Insights zu den aktuellsten Trends, Tipps und Tricks im SEA-Bereich.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Head of SEA persönlich?

Für mich ist mein Job als Head of SEA eine verantwortungsvolle Aufgabe, die mich immer wieder vor neue Herausforderungen stellt – aber in erster Linie enorm viel Spaß macht! Als Hauptverantwortlicher von mehr als 200 Mitarbeitern, ist das ist eine große Aufgabe, die ich gern annehme.

Ich sehe mich als Innovationstreiber der Agentur, mit der Mission, die besten SEA-Dienstleistungen anzubieten, die die Agenturwelt zu bieten hat!

Zwischen Google und Microsoft Ads

Wie ist deine Stelle in die Unternehmensstruktur eingegliedert? Sprich: An wen berichtest du und mit wem arbeitest du zusammen?

Ich bin vor allem im fachlichen Bereich von Smarketer tätig und arbeite mit den Kollegen zusammen, die sich inhaltlich auf unsere Google und Microsoft Ads Dienstleistungen und Dienstleistungsprodukte spezialisiert haben.

So bin ich zum Beispiel für die produktbezogenen Arbeitsgruppen unserer Agentur zuständig und führe die Teamleiter an, die sich auf die fachliche Strategieentwicklung der SEA-Kampagnen spezialisiert haben. Und auch die Verantwortlichen unserer SEA- und Analyse-Tools berichten mir regelmäßig.

Ich selbst berichte dann unserem “Director of Product” von meiner Arbeit – also der Person, die zuständig für alle unsere Dienstleistungsprodukte ist, beispielsweise den IT-Bereich, den CRO Bereich (CRO steht für Conversion-Rate Optimierung) oder eben SEA.

Selbstverständlich wird die Rolle des Head of SEA in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

In anderen Agenturen übernehmen Führungskräfte in meiner Position wahrscheinlich noch die Funktion des Teamleiters, also arbeiten viel enger mit den einzelnen Teammitgliedern einer Abteilung zusammen.

Das mache ich nicht mehr, ich befinde mich eher eine Stufe “darüber”, arbeite also mit den Teamleitern zusammen und gebe nur noch Impulse, quasi das “Okay”, für neue Strategien innerhalb der SEA-Teams.

Das operative Tagesgeschäft, also die Arbeit an den Google Ads und Microsoft Ads Konten unserer Kunden, fällt bei mir weg. Ich kann aber sagen, dass mir das zu meiner Zeit als Account Manager auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Neue Strategien und Tools als Innovationstreiber

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Ich mag es, dass ich mir in meinem Job immer wieder neues Know How aneignen kann. Weil ich ständig neue Dinge ausprobiere, Strategien entwickle, verfeinere und optimiere bleibe ich nie auf einer Stelle stehen, sondern kann immer wieder über den Tellerrand hinausschauen.

Auch wenn ich selbst nicht mehr in den Google und Microsoft Ads Konten unserer Kunden arbeite, habe ich großen Spaß am Ausrollen neuer Features: Durch die Resonanz der Teams erfahre ich viel über den Impact und Erfolg der neuen Strategien und Tools.

Die Rolle als Innovationstreiber, Erfinder und Entwickler begeistert mich an meinem Job genauso sehr, wie die Möglichkeit, dass Erfolge direkt sichtbar sind. Das ist wohl einer der größten Vorteile am Performance Marketing, dass man direkt sehen und messen kann, was die eigene Arbeit bringt.

Wofür bist du besonders dankbar?

Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung von Smarketer, mit der ich in meine jetzige Position aufgestiegen bin. Ich bin immer wieder begeistert davon, wie gut die Unternehmenswerte zur Dynamik des Unternehmens passen. Smarketer hat dabei fünf Werte festgelegt, die wir Mannschaft, Wissenstauscher, Proaktiv, Fokus und Leistungsparanoid nennen.

Der letzte Wert bringt die Leistungsorientierung in unserem Unternehmen auf den Punkt und ist mein Lieblings-Wert, denn er passt einfach perfekt zum Performance Marketing. Wer auf sichtbare Erfolge steht, ist im Performance Marketing Bereich bestens aufgehoben! Und das ist es auch, was mich immer wieder neu antreibt und mich jeden Tag motiviert mein Bestes zu geben.


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Und wie wird man jetzt Head of SEA

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Ich habe VWL im Master studiert – und das nicht nur wegen der beruflichen Perspektive. Mir hat vor allem die Herausforderung des Studiums gefallen. Während meiner Studienzeit war ich in der Eventbranche tätig und habe später als operativer Projektleiter gearbeitet. Dabei habe ich Teams beim Eventaufbau angeleitet.

Ein wichtiger Faktor bei meiner Entscheidung für den Wechsel in die Onlinemarketing-Branche war mein Schwager: Er kommt aus dem Bereich und hat mich mit seinen Erzählungen über das Arbeitsfeld und mit seiner Begeisterung angesteckt! Bei Smarketer hat mir die Arbeit einfach Spaß gemacht, ich war gut in dem was ich tat und auch der Arbeitsethos hat gestimmt.

So bin ich in der Position gelandet wo ich heute bin. Ganz sicher hilft mir hier auch meine Zahlenaffinität weiter – die Faszination dafür, dass Zahlen bewegt werden, und sich dadurch auch andere Zahlen ändern… Ihr versteht, was ich meine?

Tipps für Neu- und Quereinsteiger

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch Head of SEA werden will?

Als Neueinsteiger im SEA-Bereich und im Agenturgeschäft sind Kommunikationsfreudigkeit und Professionalität eine gute Basis, um erfolgreich in den Beruf zu starten. In meiner Position als Head of SEA ist es wichtig, ständig den Status Quo zu hinterfragen. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Standards. Hier sollte man genau hinschauen und hinterfragen ob es noch besser geht und ob man etwas verändern kann.

Insbesondere im Zeitalter der Automatisierung, das wir im Onlinemarketing auch sehr stark merken, ist es wichtig zu hinterfragen warum etwas funktioniert und ob es wirklich so klappt, wie es soll. Denn erst wenn man eine Sache tiefergehend versteht und wirklich weiß was dahinter steckt, kann man Prozesse verbessern.

Eigenschaften, die in meinem Job auf jeden Fall weiterhelfen sind Lösungsorientierung, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, fortlaufend an sich zu arbeiten. Denn nur wenn man sich selbst weiterentwickelt, kann man auch andere Menschen fördern und weiterbringen.

Der Wissensaustausch unter Kollegen ist zum Beispiel ein gutes Mittel, um gegenseitig noch etwas voneinander zu lernen. Stressresilienz hilft in meiner Position auch weiter, genauso wie der Wille, die Extrameile zu gehen, also immer noch ein bisschen mehr aus einer Aufgabe herauszuholen. Und nicht zuletzt sollte man Wert auf Spaß und Positivität legen, indem man zum Beispiel auch eigene positive Erlebnisse und Erfahrungen weitergibt.

Vielen Dank, Alexander!

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat unter anderem bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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