Amazon, Lagerhaus, Pakete, Corona, FFP"-Masken, FFP2-Masken bei Amazon

Gehalt? Diskriminierung? So will Amazon seine Mitarbeiter beschränken

Christian Erxleben
Amazon

Anzeige

Seit einiger Zeit arbeitet Amazon an einer App für alle Amazon-Mitarbeiter:innen. Jetzt offenbart eine Recherche gefährliche Missstände. So sollen Beiträge zu Gehaltserhöhungen, Mobbing und Gewerkschaften verboten werden. Amazon dementiert. Die Zweifel bleiben.

Amazon ist ein Konzern, der seine Angestellten möglichst gerne möglichst genau kontrolliert. Das zeigt sich exemplarisch beispielsweise daran, dass der Konzern gegen die neue Gewerkschaft der Amazon-Mitarbeiter in Staten Island zugleich juristisch vorgeht anstatt die Entscheidung zu akzeptieren.

„Gehaltserhöhung“, „Freiheit“, „Sklaven“: Amazon will Mitarbeiter beschränken

Noch viel deutlicher wird diese Intention allerdings beim Blick auf eine seit einiger Zeit diskutierte Mitarbeiter-App. So hat das Investigativ-Portal „The Intercept“ herausgefunden, dass der Konzern plant, Beiträge, die bestimmte Wörter enthalten, zu blockieren und zu markieren.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Demnach denkt Amazon darüber nach, auf einen automatischen Wortfilter zu setzen, der geplante Posts – sogenannte Shoutouts – noch vor dem Absetzen markiert und unterbindet. Die veröffentlichte Liste an Wörtern ist dabei umfangreich und zum Teil sehr fragwürdig.

Ein Auszug:

  • Ich hasse
  • Gewerkschaft
  • Feuer
  • Ausgleich
  • Gehaltserhöhung
  • Ist mir egal
  • Dumm
  • Gefängnis
  • Gefahr
  • Petition
  • Diversity
  • Fairness
  • Sklave
  • Plantage
  • Impfstoff
  • Freiheit
  • Toiletten

Amazon-Mitarbeiter überwacht? Amazon bestätigt und dementiert

Nach den Enthüllungen bestätigte Barbara M. Agrait, eine Pressesprecherin von Amazon, gegenüber The Intercept grundsätzlich die Pläne.

Unsere Teams denken immer über neue Wege nach, um Mitarbeiter dabei zu unterstützen, mehr miteinander zu interagieren.

Eine geplante Beschränkung der Amazon-Mitarbeiter:innen bei der Wortwahl dementiert sie jedoch ebenfalls zugleich.

Dieses spezielle Programm ist noch nicht bestätigt. Es besteht die Möglichkeit, dass es zu signifikanten Änderungen kommt oder niemals veröffentlicht wird.

Was Amazon mit der Mitarbeiter-App bezwecken will

Grundsätzlich verfolgt Amazon mit der geplanten App für Mitarbeiter:innen einen positiven Zweck. So soll es auf diese Art und Weise für die Angestellten leichter werden, untereinander zu interagieren und Komplimente auszusprechen.

Die Shoutouts innerhalb der Plattform sollen die Stimmung innerhalb der Teams verbessern. Dadurch – so der Plan – steigt die Produktivität, wie David Clark, Head of worldwide Consumer Business bei Amazon, in einem Dokument sagt.

Die Mitarbeiter-App ist dabei grundsätzlich mit einem sozialen Netzwerk vergleichbar. So soll es beispielsweise einen Gamification-Ansatz mit Belohnungen geben.

Die Überwachung der Amazon-Mitarbeiter ist für die Konzernspitze dem Dokument zu Folge auch nur logisch. Sie garantiert, dass eine positive Gemeinschaft im Digitalen entsteht und klassische Social-Media-Probleme wie Hass und Diskriminierung keinen Platz finden.

Amazon-App: Richtige Idee, falsche Umsetzung

Grundsätzlich ist der beschützende Gedankengang selbstverständlich richtig. Wer einen Raum zum Austausch schafft, muss auch für die notwendige Sicherheit sorgen.

Allerdings darf berechtigterweise angezweifelt werden, ob eine Wortliste mit einigen fragwürdigen Komponenten wirklich der richtige Weg ist. Vielmehr sollten die Amazon-Mitarbeiter:innen durch professionelle Coaches darin befähigt werden, einen respektvollen Umgang zu pflegen.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Teile diesen Artikel
Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.