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In dieser französischen Pizzeria backt ein Roboter die Pizza

Beatrice Bode
Screenshot Pazzi Robotics

Im Pariser Stadtteil Beaubourg bereitet ein Roboter frische Pizzen zu. Weil seit der Eröffnung Interessierte aus der ganzen Welt ihre eigene Roboter-Pizzeria eröffnen wollen, benötigen  die Erfinder nun neue Investoren. 

Dünner Boden, leckere Soße und ganz wichtig: viel Käse. Wem läuft bei dem Gedanken an eine frische Pizza nicht das Wasser im Mund zusammen? Erfunden wurde das weltweit beliebte Gericht zwar in Italien. Doch zwei französische Gründer haben das Pizzabacken auf ein neues Level gehoben.

Denn im Pariser Stadtteil Beaubourg backt nicht etwa ein Mensch frische Pizzen. Stattdessen steht dort ein dreiarmiger, vollautomatischer Roboter hinter der Theke. Der französische Radiosender Europe 1 zeichnete die Robo-Pizzeria nun mit dem Innovationspreis „Trophées de lÁvenir aus und stellte die Roboter-Pizzeria vor.

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So funktioniert die Pariser Roboter-Pizzeria

Kund:innen können ihre Bestellungen demnach per Touch Screen im Lokal oder auch per App aufgeben. Der dreiarmige Roboter bereitet hinter einer Glasscheibe dann die bestellte Pizza ohne menschliche Hilfe zu – vom Kneten des Teiges bis hin zum Schneiden der Pizza im Karton. Gäste der Roboter-Pizzeria können die Zubereitung ihrer Pizza dabei live beobachten.

Die Idee stammt von den Entwicklern Cyril Hamon und Sebastien Roverso. Ganz nach dem Vorbild von Tech-Genie Steve Jobs begannen sie in ihrer Garage an ihrem Unternehmen Pazzi Robotics und damit auch am Pizza-Roboter zu arbeiten.

Die Entwicklung der Technologie erwies sich allerdings als sehr komplex. „Sie erforderte fast neun Jahre Forschung und Entwicklung. Sie umfasste eine Kombination komplexer technischer Bereiche, darunter Elektronik, Mechanik, Informatik und künstliche Intelligenz, um den Roboter zu steuern“, erklärt Roverso.

Die Arbeit der beiden Gründer zahlt sich nun jedoch aus. Die Roboter-Pizzeria in Paris ist bereits der zweite Standort in Frankreich. Weitere sollen Folgen. Außerdem feilen die beiden Gründer immer weiter an ihrer Technologie. Zum Beispiel sollen künftige Lokale insgesamt kleiner werden und somit noch mehr Standort-Möglichkeiten bieten.

Pizza-Roboter soll Arbeitskräftemangel ausgleichen

Mit der vollautomatischen Roboter-Pizzeria will Pazzi Robotics nicht nur leckere Pizza machen. Die Technologie soll zudem die Lösung für den herrschenden Arbeitskräftemangel sein. „Dies gilt insbesondere für Frankreich, wo in einem einzigen Jahr 237.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlassen haben. Diese Situation versetzt das Gaststättengewerbe in einen völligen Aufruhr“, so CEO Philippe Goldman.

Seit dem Start haben die beiden Gründer 13 Millionen Euro von privaten Investoren und Investmentfonds erhalten. Dass auch andere Länder die Personallücke mit Robotern schließen wollen, zeigt sich an der hohen Anzahl der Nachfragen, die das Unternehmen seit dem erreichen. Interessenten aus der ganzen Welt wollen ihre eigene Roboter-Pizzeria eröffnen.

„Um diese Nachfrage zu befriedigen, brauchen wir nun einen Investor, der sich am Kapital beteiligen kann, um die kommerzielle Umsetzung unseres Projekts zu gewährleisten“, erklärt Co-Gründer Roverso. Sollte Pizza Robotics die nötige Unterstützung erhalten, könnten wir vielleicht ja auch in Deutschland schon bald einem Roboter dabei zusehen, wie er unsere Pizza bäckt.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.