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EU fordert langlebigere Akkus und mehr Ersatzteile für Smartphones

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Pixabay.com / Bru-nO
geschrieben von Maria Gramsch

Die EU will Elektronik-Hersteller verstärkt in Sachen Nachhaltigkeit in die Pflicht nehmen. Dafür sollen beispielsweise Smartphone-Akkus länger durchhalten und mehr Ersatzteile verfügbar sein.

Mit der zunehmenden Vernetzung durch Smartphones und Tablets nimmt weltweit auch eine problematische Begleiterscheinung zu. Denn wenn unsere elektronischen Geräte einmal ausgedient haben, wartet oft nur noch das Prädikat Elektroschrott auf sie.

Weltweit werden aktuell gerade einmal rund 17,4 Prozent des anfallenden Elektromülls recycelt. Doch auch das Thema Lebensdauer von Smartphones, Tablets und Co. trägt zum Phänomen Elektroschrott bei.


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Deshalb will die EU nun genau hier ansetzen. In einem Entwurf schlägt die Europäische Kommission längere Akkulaufzeiten und eine bessere Verfügbarkeit für Ersatzteile vor.

Was plant die EU für Smartphone-Akkus und Ersatzteile?

Die Europäische Kommission hat in dieser Woche einen Vorschlag für die neue Verordnung vorgelegt. Dieser würde die Hersteller von mobilen Endgeräten verpflichten, ihre Smartphones, Tablets und Co. reparierbarer zu machen.

So sollen die Hersteller beispielsweise für fünf Jahre den Zugang zu Ersatzakkus, Displays sowie Ladegeräten garantieren. Sogar die Verfügbarkeit von Rückseitenabdeckungen der Geräte sowie SIM- oder Speicherkartenfächern sollen von der Änderung betroffen sein.

Außerdem will die EU die Hersteller dazu verpflichten, dass sie mindestens 15 verschiedene Ersatzteile in den fünf Jahren nach dem Erstverkauf des Geräts an Reparaturstellen liefern.

Können die Hersteller ihre Smartphone-Akkus nicht fünf Jahre nachliefern, müssen sie einen Test bestehen. Dann müssen die Hersteller beweisen, dass ihre Geräte nach 1.000 vollständigen Ladungen noch 80 Prozent der Nennkapazität realisieren können.

Was bezweckt die EU mit diesem Vorschlag?

Die Europäische Kommission zielt mit ihrem Vorschlag darauf ab, die Reparaturfähigkeit von Smartphones und Tablets zu verbessern. Die Hersteller müssten gezwungen werden, länger haltbare und besser zu reparierende Endgeräte auf den Markt zu bringen.

So wolle die EU die Menge an Elektroschrott in Europa verringern sowie die Recyclingquote verbessern. Aber auch die Wiederverwertbarkeit von verbauten Materialien steht hierbei im Fokus.

Smartphones und Tablets erhalten ein Energieetikett

Die EU plant außerdem ein Energieetikett für Smartphones und Tablets. Dieses soll ähnlich wie Etiketten auf Kühlschränken oder Waschmaschinen funktionieren.

Das Etikett soll Nutzer:innen dann künftig die voraussichtliche Laufzeit des Tablet- oder Smartphone-Akkus angeben. Aber auch Informationen zur Langlebigkeit der Geräte enthalten, beispielsweise über die Widerstandsfähigkeit bei versehentlichem Fallenlassen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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