Social Media Technologie

Vorstoß gegen Data Scraping: Meta pseudonymisiert Facebook Identifier

Data Scraping, Facebook Identifier
Meta
geschrieben von Maria Gramsch

Facebook will seine Plattform verstärkt vor unautorisiertem Data Scraping schützen. Dafür werden die Facebook Identifier unter anderem mit einem Zeitstempel versehen.

Unautorisiertes Data Scraping bei sozialen Netzwerken kann für die Nutzer:innen ziemlich unangenehme Folgen haben. Denn nicht selten werden beispielsweise erbeutete E-Mail-Adressen von Hacker:innen für Phishing-Attacken genutzt. Aber auch Passwörter können auf diesem Weg in die falschen Hände gelangen.

Facebook will seine Nutzer:innen hiervor künftig besser schützen. Dafür will das soziale Netzwerk die bisher eingesetzten Facebook Identifier künftig pseudonymisiert arbeiten lassen.


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Was unterscheidet die neuen Facebook Identifier von den alten?

Identifier werden in URLs eingesetzt, um Inhalte eindeutig zuzuweisen. Bei Facebook können das beispielsweise Personen, aber auch Beiträge, Bilder und Videos sein.

Die Identifier bei Facebook hießen bisher FBIDs. Das soziale Netzwerk hat sie dafür genutzt, „Inhalte für Personen zu laden“.

Die neuen Facebook Identifier sind laut Facebook Teil „einer fortlaufenden Serie zur Bekämpfung des Datenmissbrauchs“. Sie erhalten einen zusätzlichen Buchstaben und heißen künftig PFBIDs.

Facebook Identifier

Meta

Bei den pseudonymisierten Facebook Identifiern kombiniert das soziale Netzwerk die bisherigen FBIDs mit einem neuartigen Zeitstempel.

Was bezweckt Facebook mit dieser Änderung?

Mit den PFBIDs will Facebook eine „eindeutige, zeitlich rotierende Kennung erzeugen“. Der vorherige Identifier läuft somit aus, was den Zugriff verhindert.

Diese Identifier sind Teil unserer Arbeit, um unbefugtes Daten-Scraping zu verhindern und es Angreifern zu erschweren, Daten zu erraten, zu verbinden und wiederholt darauf zuzugreifen.

Beim unautorisierten Data Scraping würden Identifier häufig erraten. Es komme auch vor, dass Scraper Identifier sammeln und mit Telefonnummern oder anderen öffentlich zugänglichen Daten vergleichen. So erstellen sie laut Facebook „wiederverwendbare Datensätze, die manchmal mit Gewinn verkauft werden“.

Mit den PFBIDs will Facebook genau dieses unbefugte Data Scraping verhindern. Denn so können Hacker:innen die Daten nicht mehr einfach erraten oder wiederholt darauf zugreifen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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