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Google Fonts: Google meldet sich zur Abmahnwelle zu Wort

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Google Fonts
geschrieben von Maria Gramsch

Ein umstrittenes Gerichtsurteil zieht eine Reihe von Abmahnung gegen Webseitenbetreiber nach sich. Grund ist die Einbettung von Google Fonts. Nun hat sich der US-Konzern erstmals zu Wort gemeldet und weist darauf hin, dass das Internet nunmal so funktioniere.

Erst im Januar hat das Landgericht München I entschieden, dass bei der Verwendung der Google Fonts Schadenersatzforderungen gerechtfertigt sind. Grund ist die Schnittstelle, über die personenbezogene Daten an Google abfließen können.

Das sich daraus ergebende „individuelles Unwohlsein“ sei Grund genug, die Schadenersatzforderungen zuzulassen. Seither hagelt es vermehrt Abmahnungen gegen Betreiber:innen von Webseiten. Das hat Google nun dazu veranlasst, erstmals Stellung zu dem Thema zu beziehen.

Das sagt das Google zur Abmahnwelle

Google hat sich nun in seinem Google Fonts Blog zu Wort gemeldet. Der Konzern halte es „in Anbetracht der jüngsten Ereignisse und der Medienberichterstattung“ für notwendig, sich zu erklären.

So funktioniert Google Fonts

In dem Blogbeitrag erklärt Google unter anderem, wie die Schriftensammlung überhaupt funktioniert. Google Fonts sei „eine Bibliothek mit Open-Source-Schriftfamilien“. Dazu gehöre außerdem eine Web-API, über die Nutzer:innen die Schriftfamilien auf ihren Webseiten einbinden können.

Die Menschen möchten, dass die von ihnen besuchten Websites gut gestaltet, einfach zu bedienen sind und ihre Privatsphäre respektieren. Google respektiert die Privatsphäre des Einzelnen.

Dabei sei die Web-API so konzipiert, dass nur die für „die effiziente Bereitstellung von Schriftarten und für aggregierte Nutzungsstatistiken“ benötigten Daten erfasst, gespeichert und verwendet werden.

Wie verwendet Google Fonts die gesammelten Daten?

Die gesammelten Daten würden ausschließlich für Google Fonts verwendet. Der Konzern weist darauf hin, dass sie „nicht für andere Zwecke“ eingesetzt würden. Auch nicht zur „Erstellung von Profilen von Endnutzern oder für Werbung“.

Diese Daten werden sicher und getrennt von anderen Daten aufbewahrt.

Es sei keine Besonderheit, dass Googles Server die IP-Adressen erhalten, um die Schriftarten zu übertragen. Denn das sei einfach nur die Art und Weise, wie das Internet funktioniert.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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