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Ab diesem Gehalt zählst du zu den reichsten 10 Prozent in Deutschland

Christian Erxleben
Unsplash.com / Markus Spiske

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Wie reich bin ich? Diese Fragen stellen sich viele Menschen in Deutschland. Das zeigen nicht zuletzt die Suchanfragen bei Google. Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat nun die neusten Studienergebnisse dazu präsentiert. Die Ergebnisse überraschen.

Reichtum. Diesen Begriff verbinden die meisten Menschen mit protzigen Villen, teuren Autos, großen Pools und einem ausschweifendem Leben. Tatsächlich sieht die Realität in Deutschland jedoch anders aus.

Denn: In den meisten Fällen unterschätzen wir unsere eigene Rolle in der Gesellschaft. Wie reich bin ich? Diese Frage beantworten wir oftmals falsch, weil reiche Menschen in der Gesellschaft einen verpönten Ruf haben. Deshalb zählen wir uns lieber zur breiten Mittelschicht.

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3.700 Euro netto: Ab diesem Gehalt gehörst du zu den reichsten zehn Prozent Deutschlands

Tatsächlich untersucht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln regelmäßig die finanzielle Situation der Deutschen. Die Grundlage bildet dabei das sogenannte Sozio-ökonomische Panel (SOEP).

Dabei handelt es sich um eine repräsentative Langzeitbefragung von 16.000 Haushalten in Deutschland. Dabei fragen die Interviewer:innen die Menschen beispielsweise: Wie oft haben Sie im letzten Jahr Ihren Job gewechselt? Oder: Was verdienen Sie?

Da die Erhebung strengsten wissenschaftlichen Standards entspricht, nimmt die Auswertung einige Zeit in Anspruch. Konkret stammen die aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2018, die das IW Köln allerdings erst kürzlich veröffentlicht hat.

Um zu den reichsten zehn Prozent in Deutschland zu gehören, benötigt ein Single ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von rund 3.700 Euro. Für Paare ohne Kinder in einem gemeinsamen Haushalt liegt der Wert bei 5.550 Euro.

DINK(Y) und HIKO: Diese zwei Gruppen sind prozentual am reichsten

Bei der Analyse der Gehaltsstruktur in Deutschland fallen bei den reichsten zehn, fünf und einem Prozent vor allem zwei Gruppen auf, die überproportional stark vertreten sind.

Dabei handelt es sich einerseits um die sogenannten DINK(Y)s – Double Income, No Kids (Yet) – und die sogenannten HIKOs – High Income, Kids Out. Beide Gesellschaftsgruppen sind besonders häufig unten den Spitzenverdienern und Gehaltschampions in Deutschland.

Wie reich bin ich? Es gibt mehr als nur das Gehalt

Grundsätzlich ist es bei der Einschätzung, ob eine Person oder ein Haushalt als reich gilt, wichtig, dass nicht nur das Gehalt in diese Rechnung zählt. Hinzu kommen auch andere Einkünfte.

Dazu gehören beispielweise Einnahmen aus Aktiengeschäften – also unter anderem Dividenden-Ausschüttungen – oder auch Mieteinnahmen. Übrigens: Wer in einem abbezahlten Haus oder in einer abbezahlten Wohnung lebt, muss die fiktive Nettomiete ebenfalls auf das eigene Gehalt rechnen.

In einer Analyse zu einer früheren Gehaltsanalyse zitiert der Spiegel die Untersuchungen von mehreren Forscher:innen der Universität Hannover. Diese stellten schon im Jahr 2016 fest, dass „die Befragten ihre Position in der Einkommensskala nicht einmal annährend bestimmen“ können.

Das zeigt auch: Insbesondere bei der Frage nach Geld und Reichtum können wir auf unsere Selbsteinschätzung keinesfalls vertrauen. Wir wollen uns immer als ärmer darstellen, als wir es wirklich sind.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.