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Bewerbung: 5 Tipps, um mit einer Betreffzeile zu überzeugen

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geschrieben von Christian Erxleben

Bewerbung, Betreffzeile, Einstellungserfolg: Diese drei Faktoren hängen direkt zusammen. Wenn du willst, dass deine Bewerbung erfolgreich verläuft, ist es wichtig, dass du deiner Betreffzeile genügend Beachtung schenkst. Diese fünf Tipps bringen dich und deine Karriere voran.

Der erste Eindruck zählt. Dieses alte Sprichwort trägt in vielen Situationen Wahrheit in sich. Das gilt insbesondere auch bei der Bewerbung – und dabei auch mehr als du denkst. Denn viele Bewerber:innen achten vor dem Vorstellungsgespräch vor allem auf ihr äußeres Erscheinen.

Das ist wichtig – keine Frage. Noch viel wichtiger ist jedoch das digitale Erscheinungsbild. Das heißt: Deine Bewerbung und vor allem die Betreffzeile deiner E-Mail sind der erste Eindruck, den du bei einem Recruiter hinterlässt. Dieser ist für deinen späteren Erfolg entscheidend.


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Kurze Betreffzeilen erhöhen E-Mail-Öffnungsraten

Der größte Fehler, den du bei der Betreffzeile deiner Bewerbung begehen kannst, besteht darin, überhaupt keinen Betreff anzugeben.

Die Wissenschaftler Devin de Koff und John van den Elst haben gemeinsam mit Snezana Stupar-Rutenfrans im Jahr 2019 eine Studie veröffentlicht. Darin haben die drei Forschenden die Wirkung von unterschiedlichen Betreffzeilen auf die Öffnungsrate untersucht.

Das Fazit ist dabei eindeutig: Kurze Betreffzeilen erzielen die höchsten Öffnungsraten. Danach reihen sich emotionale (2. Platz) und persönliche (3.) Adresszeilen ein. Am schlechtesten schneiden die E-Mails ohne jeglichen Betreff ab.

Bewerbung, Betreffzeile, Erfolg: Diese 5 Tipps solltest du bei deiner nächsten E-Mail beachten

Damit deine nächste Bewerbung zum Karriere-Booster wird, haben wir für dich insgesamt fünf Tipps herausgesucht, die deine Betreffzeile deutlich verbessern. Dadurch wiederum steigt deine Chance, dass du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.

1. Fasse dich kurz

Die oben zitierte Studie hat bewiesen: Kurze und konkret formulierte Betreffzeilen werden öfter gelesen. Deshalb solltest du dich kurz fassen.

Das hat zudem einen zweiten Vorteil: Viele E-Mail-Programme haben einen begrenzten Darstellungsraum für die Betreffzeile. Das heißt: Ab einer bestimmten Zeichenzahl werden die Inhalte abgeschnitten.

Damit das bei deiner Bewerbung nicht passiert, solltest du dir vorher einige Test-Mails schicken, um die optimale Länge herauszufinden. Wichtig: Schau dir deine E-Mails nicht nur am PC, sondern auch am Smartphone an, da dort noch weniger Platz vorhanden ist.

2. Stelle die wichtigste Information an den Anfang

Direkt an den ersten Tipp schließt der zweite an. Er ergibt sich quasi von selbst. Da du nur vier bis sechs Wörter zur Verfügung hast, solltest du das Wichtigste an den Anfang stellen.

Die Personaler:innen müssen mit einem Blick wissen, was sie in einer E-Mail erwartet. Dementsprechend sollte „Bewerbung“ und dein Name sehr weit vorne stehen. Im Anschluss kannst du die betroffene Stelle erwähnen oder – falls vorhanden – die Person, die dich empfohlen hat.

3. Achte darauf, relevante Keywords in der Betreffzeile deiner Bewerbung zu verwenden

Der Aufbau nach Relevanz spielt jedoch nicht nur für die optische Erfassung eine Rolle. Tatsächlich verwenden viele Personalverantwortliche auch Technologie zur Unterstützung. Das ist vor allem in großen Unternehmen der Fall.

Oder anders ausgedrückt: Personaler:innen setzen auf Filter, um nicht jede E-Mail manuell zu lesen. Dementsprechend sind Keywords wie „Bewerbung“, die ausgeschriebene Stelle (zum Beispiel „IT-Spezialist (m/w/d)“) und dein Name sehr relevant, damit dich auch das digitale Team erfasst.

4. Verzichte auf besondere Stilelemente wie Fragen oder Großbuchstaben

Damit deine Betreffzeile einen positiven Eindruck hinterlässt, ist es essenziell, dass du auch stilistisch nicht aus dem Muster fällst. Was bedeutet das?

Manche Menschen nutzen die Betreffzeile einer E-Mail dazu, um einen Satz anzufangen, der dann im Textfeld fortgeführt wird. Ebenso glauben manche Bewerber:innen, dass es hilfreich ist, Fragen in den Betreff zu schreiben. In einigen Fällen kommen sogar Versalien zum Einsatz.

All das ist laut Recruiterin Amanda Augustine kontraproduktiv. Du solltest die Betreffzeile deiner Bewerbung kurz und knackig formulieren. Dabei solltest du auf Großbuchstaben, Fragen oder sonstige Spielereien verzichten, wie sie in einem Interview betont.

5. Kontrolliere deine Betreffzeile vor dem Versand mehrfach

Der letzte Tipp kommt dir sicherlich bekannt vor. Trotzdem ist er fast der Wichtigste: Lies die Betreffzeile deiner Bewerbung noch einmal vor dem Abschicken. Eine Schlusskorrektur ist unabdingbar, um Rechtschreibfehler, Vertipper oder sonstige Fehler zu eliminieren.

Am besten verlässt du nach dem erstmaligen Schreiben den Raum für zwei Stunden und kommst dann mit einem klaren Kopf zur Korrektur zurück. Noch besser ist es, wenn du eine zweite Person über deine E-Mail lesen lässt. Diese ist nicht befangen und erkennt Fehler eher als du selbst.

Kleine Optimierungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Bewerbung

Letztendlich gibt es bei einer Bewerbung viele Faktoren, die eine Rolle spielen können. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, jede einzelne Chance zu ergreifen, um deine Erfolgschancen zu verbessern.

Eine gut formulierte Betreffzeile ist dabei ein besonders einfaches Stilmittel, das dabei nicht einmal viel Zeit oder Kreativität in Anspruch nimmt. Deshalb solltest du spätestens bei deiner nächsten Bewerbung diese Gelegenheit ergreifen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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