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Nach Mitarbeiter-Leak: Amazon bestätigt Entlassung von 18.000 Angestellten

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unsplash.com/ Andrew Stickelman
geschrieben von Fabian Peters

Online-Versandhändler Amazon will über 18.000 Mitarbeiter entlassen. Das teilte CEO Andy Jassy seiner Belegschaft in einem internen Memo mit. Damit fällt der Stellenabbau beim US-Konzern deutlich umfangreicher aus als bislang angenommen. Bisher war von rund 10.000 Stellen die Rede. 

Die Entlassungswelle bei Amazon fällt deutlich umfangreicher aus als bislang angenommen. Denn wie CEO Andy Jassy seiner Belegschaft nun in einem internen Memo mitteilte, will der US-Konzern über 18.000 Stellen streichen. Im November 2021 war zuvor noch von rund 10.000 Entlassungen die Rede.

Amazon will über 18.000 Mitarbeiter entlassen

Bereits damals kündigte das Unternehmen jedoch weitere Stellenstreichungen an. Nun teilte Andy Jassy mit, dass weitere Amazon-Angestellte nach einer internen Prüfung vor dem Aus stehen. Dazu schrieb er am Mittwoch, den 5. Januar 2023, in einer offiziellen Stellungnahme:

Heute möchte ich Ihnen das Ergebnis dieser weiteren Überprüfungen mitteilen, nämlich die schwierige Entscheidung, weitere Stellen zu streichen. Mit den Kürzungen, die wir im November vorgenommen haben, und denen, die wir heute mitteilen, planen wir, etwas mehr als 18.000 Stellen zu streichen.

Laut Jassy betrifft die Entlassungswelle mehrere Teams des Online-Versandhändlers. Die meisten Entlassungen fänden aber in den Amazon Stores und in den Technologie-Abteilungen „PXT Solutions“ statt.

Nach Mitarbeiter-Leak: Amazon bestätigt Massenentlassung

Amazon hat bislang offenbar noch nicht mit den betroffenen Mitarbeitern gesprochen. Da die zunächst intern angekündigten Entlassungen jedoch durch einen Angestellten nach außen drangen, sah sich das Unternehmen laut eigenen Angaben gezwungen, ein Statement zu veröffentlichen.

Demnach beabsichtigt der US-Konzern, die betroffenen Angestellten ab dem 18. Januar über ihre Entlassung in Kenntnis zu setzen. Bei dem Stellenabbau handelt es sich derweil um den größten in der Geschichte des Unternehmens. Zuvor hatte Amazon seine Belegschaft als Reaktion auf den Boom im Onlinehandel während der Corona-Pandemie deutlich aufgestockt.

Mitarbeiter sollen Entschädigung erhalten

Anfang 2022 waren wiederum rund 1,6 Millionen Beschäftigte für den E-Commerce-Giganten tätig. Anschließend sank die Mitarbeiteranzahl jedoch wieder. Aufgrund der aktuellen Inflation ging der Nettogewinn des Unternehmens deutlich zurück. Die Entlassungswelle ist deshalb in erste Linie eine Reaktion auf die aktuelle Wirtschaftslage.

Amazon teilte derweil mit, dass das Unternehmen den Stellenabbau nicht auf die leichte Schulter nehmen wolle. Die betroffenen Mitarbeiter sollen deshalb Unterstützung erhalten. Diese könne in Form von Abfindungen, einer Übergangskrankenversicherung und einer externen Arbeitsvermittlung erfolgen.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

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