KI Texte erkennen, Chat GPT, Künstliche Intelligenz

Neue Studie zeigt den gigantischen Wasserverbrauch von ChatGPT

Felix Baumann
Adobe Stock/ irissca

Der Hype rund um Künstliche Intelligenz ebbt nicht ab. Vor allem das KI-Sprachmodell ChatGPT steht im Fokus. Eine neue Studie demonstriert nun aber den gigantischen Wasserverbrauch der Software. 

Seit Jahresbeginn diskutieren die Menschen weltweit über ein bestimmtes Tool: ChatGPT. Die Künstliche Intelligenz von OpenAI eroberte die Schlagzeilen im Rekordtempo und erhielt neben viel positivem Feedback auch Kritik. Italien verbot etwa die Nutzung aufgrund von Datenschutzbedenken. Gleichzeitig fürchten Forscher:innen, dass die Entwicklung außer Kontrolle geraten könnte.

Doch ein Aspekt ging bisher eher unter: Der ökologischen Fußabdruck von Tools wie ChatGPT. Diese Frage stellten sich nun Wissenschaftler:innen und sind auf interessante Ergebnisse gestoßen. Dazu untersuchten sie den Energiebedarf und damit auch den Wasserverbrauch von KI. Die Untersuchung umfasste sowohl den Algorithmus von OpenAI, als auch Google Bard.

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Wasserverbrauch von ChatGPT und Bard steigt mit jeder Serveranfrage

Die Ergebnisse erscheinen erschreckend. So benötigte das Training des Algorithmus GPT-3 (also des Vorgänger von GPT-4, den ChatGPT aktuell nutzt) in etwa 700.000 Liter Frischwasser. Jede Unterhaltung mit der Künstlichen Intelligenz hat die Folge, als würde man eine große Flasche Wasser in den Abfluss gießen.

Und das in einer Zeit, in der wir unseren Verbrauch im Zeichen des Klimawandels überdenken sollten. Denn durch die Erwärmung sinken die Grundwasserspiegel und es kommt zu mehr Dürren.

Haben wir nun einen Algorithmus, wie GPT-3, der für das Training den Kühlturm eines Atomkraftwerks an Wasser verbraucht, so verschärft das die globale Lage im Gebiet der Trinkwasserversorgung. Neben der Bevölkerung „trinkt“ die Künstliche Intelligenz also mit jeder Interaktion fleißig mit.

Künstliche Intelligenz: Wasserverbrauch könnte noch deutlich höher liegen

Die Forscher:innen gehen davon aus, dass Unternehmen KI-Systeme in relativ effizienten Datenzentren trainieren. Nutzt man hingegen Standorte, die nicht ressourcenschonend sind, so könnte der Verbrauch sogar um den Faktor drei höher liegen. Außerdem betrachtete man vorwiegend den Verbrauch, also jenes Wasser, das nicht mehr in den Kreislauf zurückfließt.

Mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels wird also immer deutlicher, dass es strengere Regeln bedarf. Google allein benötigt etwa 8,7 Milliarden Liter Wasser für Datenzentren in gerade einmal drei Staaten. Nachhaltig ist das sicherlich  nicht.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.