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Kündigung Fitnessstudio: So kündigst du deinen Vertrag per E-Mail

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geschrieben von Beatrice Bode

Du ziehst um, bist schwanger oder krank? Das alles können Gründe für die Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrags sein. Dabei gilt es jedoch einige Dinge zu beachten – vor allem wenn du deine Mitgliedschaft per E-Mail beenden möchtest. 

Für viele ist der Gang ins Fitnessstudio Alltag. Doch wenn sich die Lebensumstände ändern, kann es schnell mit dem Sport vorbei sein. Ein bevorstehender Umzug, eine Schwangerschaft oder Erkrankung können Gründe dafür sein, den Vertrag mit einem Fitnessstudio zu kündigen.

Am bequemsten ist dabei eine digitale Kündigung. Doch: Ist das überhaupt zulässig? Wir verraten dir, worauf du achten musst, wenn du deine Mitgliedschaft per E-Mail beenden möchtest.

Kündigung im Fitnessstudio: Die Rechtslage

Die gute Nachricht zuerst: Fitnessstudios dürfen heutzutage nicht mehr auf Kündigungen per Brief bestehen. Das gilt auch für Mobilfunkprovider, Stromversorger und viele andere Unternehmen. Dabei ist allerdings wichtig, dass der Vertrag nach dem 1. Oktober 2016 geschlossen worden ist.

Die Kündigung per E-Mail ist dann zulässig. Seit dem 1. Juli 2022 kannst du etliche Verträge außerdem online per Kündigungs-Button beenden. Diesen findest du häufig ganz unten auf den jeweiligen Internetseiten.

Wenn du deinen Vertrag kündigen möchtest, solltest du ihn dir vorher noch einmal genau durchlesen. Denn ob und wann du deine Mitgliedschaft beenden kannst, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  • Vertragslaufzeit: Bei den meisten Fitnesstudios beträgt die Vertragslaufzeit zwölf bis 24 Monate. Wenn du nicht rechtzeitig kündigst, riskierst du eine automatische Vertragsverlängerung.
  • Kündigungsfrist: Sie beträgt in der Regel drei Monate. Doch seit dem 1. März 2022 dürfen neu geschlossene Verträge sich nur noch auf unbestimmte Zeit automatisch verlängern. Wenn die anfängliche Laufzeit abgelaufen ist, sind die Verträge ab dann sogar monatlich kündbar.
  • Sonderkündigungsrecht: Es tritt in Kraft, wenn sich Umstände ergeben, die dir erlauben, den Vertrag außerhalb der normalen Frist zu beenden. Dazu gehört beispielsweise, dass Fitnessgeräte längere Zeit defekt und somit nicht nutzbar sind oder sich das Studio insgesamt nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet. Auch die Änderung der Öffnungszeiten oder Mitgliedsbeiträge können als Grund gelten. Außerdem kommst du mit einem ärztlichen Attest aus dem Vertrag. Bei Schwangerschaften kommt es wiederum darauf an, ob es entsprechende Kurse oder andere Leistungen für werdende Mütter gibt. Bei einem Wohnortwechsel bist du meistens auf die Kulanz des Studios angewiesen.

Fitnessstudio Kündigung: So kündigst du deinen Vertrag per E-Mail

Die sicherste Methode, deinen Vertrag mit dem Fitnessstudio ordnungsgemäß zu beenden, ist immer noch der Postweg per Einschreiben. Denn auf diese Weise müssen Empfänger:innen den Erhalt des Kündigungsschreibens samt Zustellungsdatum quittieren.

Wenn du allerdings lieber per E-Mail kündigen möchtest, solltest du um eine unverzügliche Eingangsbestätigung bitten. So können die Unternehmen später nicht behaupten, dass die Kündigung nicht bei ihnen eingegangen ist.

Diese Elemente sollte deine Kündigung enthalten

Falls du dich für die Kündigung per E-Mail entscheiden solltest, dürfen einige Elemente in deinem Schreiben auf keinen Fall fehlen:


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  • Dein Name
  • Deine Adresse
  • Ort, Datum
  • Der Name und die Adresse des Fitnessstudios (zu finden in den AGBs)
  • Die Nummer deines Vertrages
  • Deine Mitgliedsnummer, falls vorhanden
  • Die Bitte um eine Empfangsbestätigung oder eine Bestätigung des Termins, zu dem der Vertrag endet (besonders wichtig)
  • Der Widerruf der Einzugsermächtigung
  • Gegebenenfalls eine Begründung für deine Kündigung, falls du deinen Vertrag außerordentlich beenden möchtest

Solange du in deiner E-Mail klar erkennbar machst, wer du bist, ist eine Unterschrift übrigens nicht zwingend notwendig. Allerdings ist wichtig, dass das Unternehmen dich klar identifizieren kann. Am besten nutzt du für den Versand die E-Mail-Adresse, die du zu Beginn bei deinem Fitnessstudio hinterlegt hast. Sollte dein Gym dich nicht klar zuordnen können, läufst du eventuell Gefahr, wichtige Fristen zu verpassen.

Lass dir den Empfang deiner Kündigung auf jeden Fall bestätigen. Speichere deine E-Mail außerdem gesondert ab und drucke sie aus. Sollte es zu einem Streit mit deinem Fitnessstudio kommen, kannst du so beweisen, dass du den Vertrag ordnungsgemäß gekündigt hast.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.