Scan Cars, Scan, Kennzeichen, Parken, Parkplatz, Parkschein, Parkraum

Scan Cars: Hamburg will Parksünder mit Kamera-Autos überführen

Felix Baumann
Unsplash.com/Stanisław Gregor

Die Stadt Hamburg will Parksünder künftig mithilfe von sogenannten Scan Cars überführen. Die Kamera-Autos sollen die Kennzeichen von Falschparkern erfassen. Doch Datenschützer schlagen bereits Alarm. 

Im Rahmen der Digitalisierung weichen immer mehr Parkscheinautomaten dem Ticketkauf per Smartphone. In vielen Städten können Bürger bereits ihre Autos abstellen und den zugehörigen Parkschein per SMS oder App lösen. Folglich benötigt es kein Kleingeld mehr für einen physikalischen Parkschein. Doch diese Vorgehensweise bringt auch den Behörden einige Vorteile.

Denn digital erfasse Parkscheine ermöglichen automatisierte Kontrollen. Dafür möchten Städte wie Hamburg nun sogenannte „Scan Cars“ einsetzen. Diese sollen an parkenden Autos vorbeifahren und die Kennzeichen mithilfe einer automatisierten Kamera erfassen. Die Kennzeichen überträgt das Auto dann an eine zentrale Datenbank.

Jetzt sichern: 100+ KI-Codes

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

100+ virale KI-Codes PDF

Gratis zur Anmeldung:
PDF · 100+ virale KI-Codes

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Scan-Cars übertragen Kennzeichen an zentrale Datenbank

In der Datenbank soll dann ein Abgleich mit den gespeicherten digitalen Parktickets erfolgen. Fehlt eine Berechtigung für ein Fahrzeug, so erhält der Parksünder automatisch ein Knöllchen. Der Ansatz birgt laut den Behörden viele Vorteile. Denn so ließe sich Personal an anderen Stellen einsetzen. Außerdem erhoffen die Städte sich künftig weniger Verstöße.

Doch eine digitale Parkraumerfassung birgt auch enorme Herausforderungen. Denn Datenschützer sind bereits alarmiert. Schließlich speichern die Behörden neben dem Kennzeichen auch Ortsangaben. Daher ist die Stadt Hamburg momentan dabei, die rechtliche Grundlage in Form eines neuen Gesetzes zu schaffen.

Keine Gesetzliche Grundlage für das Vorhaben

Einen ersten Gesetzesentwurf wies das Bundesverkehrsministerium aber zurück, denn das Land muss noch nachbessern. Thomas Fuchs, Datenschutzbeauftragter bei der Stadt Hamburg, betrachte die Probleme aber als lösbar. Um nicht jeden Bürger unter Generalverdacht zu stellen, sollen die Behörden die Fotos von korrekt abgestellte Fahrzeuge sofort löschen.

Außerdem soll Hamburg sicherstellen, dass keine Fußgänger und Radfahrer erfasst werden. Die Scan-Cars sollen erstmals im ersten Halbjahr 2024 zu Einsatz kommen. Dann wird sich zeigen, ob die automatisierte Technik praxistauglich ist und im Einklang mit dem Datenschutz steht.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Paid Social Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Video Content Creator Social Ads
Instaffo GmbH in Dresden
Digital Marketing Manager (m/w/d) – Website, ...
Mpire GmbH in Backnang bei Stuttgart
(Senior) Social Media Manager:in (m/w/d)
Potluck GmbH in Hamburg
Performance Marketing & Social Media Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Senior CRM (HubSpot) & Marketing Automati...
Quantum-Systems GmbH in Gilching, Bayern, Germany
Senior Berater Datenschutz / Jurist (m/w/d)
DSN GROUP in Stuttgart, Würzburg
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.