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Touchwind: Dieses Windrad hat nur ein einziges riesiges Rotorblatt

Felix Baumann
Touchwind.

Das niederländische Unternehmen Touchwind hat kürzlich ein Windrad mit nur einem gigantischen Rotorblatt präsentiert. Die Anlage kann sich neigen und soll viele Nachteile von klassischen Offshore-Anlagen wettmachen.

Viele Unternehmen setzen weiterhin auf Windkraftanlagen und Solarparks, um die Energiewende voranzutreiben. Während Solaranlagen die Sonneneinstrahlung in Energie übersetzen, gibt es bei Windrädern immer wieder kontroverse Diskussionen. Ein solches Konstrukt ragt schließlich in der Regel aus der Landschaft heraus und führt schnell zu einer erheblichen Lärmbelastung.

Daher ist es keinesfalls abwegig, dass die Betreiber solcher Anlagen ein größeres Potenzial auf hoher See sehen. Offshore-Anlagen werden in der Nähe der Küste errichtet und stören dabei kaum. Doch diese Art der Windkraft hat auch ihre Schattenseiten. Denn Offshore-Anlagen sind teurer in der Wartung und im Betrieb.

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Mit nur einem Rotorblatt: Neigendes Windrad erbringt Leistung von 12 Megawatt

Das hat mehrere Gründe. Einerseits erfolgt der Aufbau unter erschwerten Bedingungen. Außerdem benötigen Techniker deutlich mehr Zeit und Schutzmaßnahmen, um die Anlagen zu warten. Hinzu kommt die Belastbarkeit der Systeme. Häufig schalten sich Offshore-Windkraftanlagen bei Windgeschwindigkeiten über 90 Kilometer pro Stunde nämlich einfach ab, um die Mechanik zu schützen.

Diese Probleme möchte das niederländische Unternehmen Touchwind bald lösen. Und zwar mit einer sich neigenden Windkraftanlage mit nur einem einzigen Rotorblatt. Dieses ist 200 Meter lang und erzielt im Idealfall eine Leistung von zwölf Megawatt. Aufgrund der Neigung der Konstruktion sind mechanische Teile zur Änderung des Winkels des Rotorblatts nicht mehr erforderlich.

Windstärke bestimmt über Form der Struktur

Wenn es windstill ist, liegt das Rotorblatt fast auf der Wasseroberfläche. Nur eine Boje, die mit der Konstruktion verbunden ist, sorgt für die notwendige Stabilität. Kommt Wind auf, richtet sich die Anlage langsam auf. Je höher die Geschwindigkeit ist, desto senkrechter ragt die Konstruktion dabei in den Himmel. Das hat auch positive Auswirkungen auf die Haltbarkeit der Anlage.

Denn steht die Struktur, reduziert sich automatisch die Angriffsfläche für den Wind. Das Rotorblatt dreht sich langsamer und belastet das Windrad und die Boje deutlich weniger. Der Hersteller gestattet den Betrieb bei Windgeschwindigkeiten bis zu 252 Kilometern pro Stunde. Nach einer ersten Testphase will das Unternehmen bald ein Modell mit einem Durchmesser von sechs Metern einsetzten. Bisher ist aber unklar, wann ein Modell mit einem Rotorblatt mit einer Länge von 200 Metern verfügbar sein wird.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.