Wirtschaft

Work-Life-Balance: So hast du mit weniger Arbeit trotzdem mehr Erfolg

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Pexels.com / Lisa Fotios
geschrieben von Christian Erxleben

Einfach mal eine Pause einlegen und den Fokus auf das Privatleben legen? Diesen Schritt scheuen viele Arbeitnehmer. Sie haben Angst um ihre Karriere. Allerdings sind gerade Auszeiten essenziell. Wir geben vier Tipps, mit denen du mit weniger Arbeit mehr vom Leben hast.

Ein Ereignis wie das Coronavirus war für die allermeisten Menschen neu und ungewohnt.

Selbst wenn Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Eltern geredet haben, hatten selbst diese oftmals keine vergleichbaren Situationen erlebt. Lediglich der zweite Weltkrieg war für die Generation unserer Großeltern und Urgroßeltern noch einschneidender.

Fast die Hälfte der Arbeitnehmer ist sehr gestresst

Gemeinsam mit der neuen Lebenssituation hat sich auch der mentale Druck erhöht. Zunächst haben viele Deutsche unter der sozialen Isolation gelitten. Seid der Rückkehr von Events und kulturellen Veranstaltungen hat sich für den Großteil der Bevölkerung zumindest dieser Faktor geändert.

Fast im gleichen Rhythmus hat sich jedoch durch weltpolitische Ereignisse wie den Ukraine-Krieg die finanzielle Situation vieler Haushalte verschärft. Weniger Arbeit? Daran ist oftmals nicht zu denken.

Eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts Gallup offenbart bedenkliche Konsequenzen. Demnach empfinden 44 Prozent aller Angestellten rund um den Globus sehr viel Stress im Job – und das Tag für Tag.

Weniger Arbeit, mehr Leben: 4 Tipps für Erfolg im Job und Privatleben

Es ist also für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland an der Zeit, eine Pause einzulegen. Dazu ermutigt auch Marketing-Strategin und Duke-University-Dozentin Dorie Clark in einem Beitrag:

Viele Menschen sind gerade mit einer Neu- und Umorientierung beschäftigt, die Gefahr, auf dem traditionellen Karriereweg überholt zu werden, ist geringer als üblich.

Sie ergänzt:

Es fällt diesen Menschen und vielleicht auch Ihnen also leichter, das Hamsterrad ganz ohne schlechtes Gewissen hinter sich zu lassen.

Doch wie gelingt es mit weniger Arbeit mehr vom Leben zu haben? Die wichtigste Stellschraube sind dabei die eigenen Gedanken. Oftmals reicht es, sich Situationen bewusst zu machen und einen Schritt zurückzutreten.

Denn obwohl wir selbst denken, dass wir weniger leisten und darunter unsere Karriere leidet, stellen wir nach einer Auszeit fest, dass die eigene Abwesenheit überhaupt keine allzu großen Folgen nach sich gezogen hat.

1. Prioritäten richtig setzen und verschieben

Der erste Tipp für mehr Leben und weniger Arbeit besteht darin, die eigenen Prioritäten richtig zu setzen. Dabei ist es hilfreich, sich die Frage zu stellen: Was ist mir in meinem Leben gerade besonders wichtig?

Es gibt mit Sicherheit Zeiten, in denen Ziele wie Erfolg im Job oder „der nächste Schritt auf der Karriereleiter“ oben stehen. Wenn du jedoch ein Kind erwartest oder ein Elternteil von dir gestorben ist, rückt die Arbeit in den Hintergrund. Es ist dann unmöglich, den eigenen Karriereplan strikt umzusetzen – und das ist auch in Ordnung.

Der Fokus auf private Themen hilft im Anschluss auch dabei, konzentrierter und gestärkter auf die Arbeit zurückzukehren.

2. Vergleiche beenden

Zu den zentralen Erkenntnissen für eine gute Work-Life-Balance gehört der Fakt, dass es im Berufsleben und im Privatleben zunächst nur um dich geht. Es ist nicht hilfreich, dich mit deinen Studien- oder Arbeitskollegen zu vergleichen.

Wenn du dich ständig fragst, warum dein Kollege befördert wird oder dein bester Freund den gut bezahlten Job bekommen hat, fällst du schnell in ein Loch. Mentale Probleme sind im Anschluss keine Seltenheit.

Für die psychische und physische Gesundheit ist es deshalb von größter Bedeutung, dass du damit aufhörst dich ständig mit denen zu vergleichen, denen es vermeintlich besser geht. Stattdessen stellt man in vielen Gesprächen fest, dass hinter der äußeren Fassade die ähnlichen Probleme stecken.

3. Wachstum und Ruhe verstehen

Unser Leben verläuft in wellenartigen Phasen. Es gibt immer Zeiten des Wachstums und der Energie. Diese sind mit viel Arbeit und schnellen Erfolgen verbunden. Gleichermaßen folgt wie an der Börse auch ein Zyklus der Erholung. Diese Zeitspanne ist dann wiederum mit weniger Arbeit und mehr Leben verbunden.

Auch an dieser Stelle ist es essenziell, den einen Schritt zurück zu machen. Hast du gerade deinen Studienabschluss in der Tasche und bist neu in der Arbeitswelt? Dann kannst du dich auf Wachstum und Fortschritt konzentrieren – und das ist auch richtig.

Ebenso wird es Zeiten geben, in denen du bewusst oder unterbewusst zurücksteckst. Wer eine Familie gründet, merkt schnell, dass es wichtigere Dinge gibt als nur die eigene Karriere. Andersherum gehört es zu jeder Karriere, diese kleinen und großen Pausen einzulegen.

Erst dadurch generierst du die nötige Energie, um im Anschluss die nächste Wachstumsphase einzuläuten.

4. Fokus verschieben

„Den Fokus verschieben?“ Das soll der vierte Tipp für weniger Arbeit, mehr Leben und eine bessere Work-Life-Balance sein? Handeln nicht die anderen drei Tipps auch von diesem Mindshift-Wechsel? Ja und nein.

Tatsächlich bezieht sich die Fokusverschiebung auf deine Arbeit und deine Tätigkeit. Die meisten Arbeitnehmer tendieren dazu, sich im Laufe ihrer Karriere immer weiter zu spezialisieren. Sie sind Koryphäen auf einem Gebiet – und verlieren stattdessen den Blick für eigene Schwachstellen.


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Um ein ausgeglicheneres Verhältnis von Beruf und Privatleben zu erzielen, ist es wichtig, sich fortzubilden und den eigenen Fokus zu verrücken.

Wer immer nur ein Aufgabengebiet bearbeitet und nie den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand wirft, geht das Risiko ein, sich zu verrennen. Es kann sehr wertvoll sein, ein neues Hobby zu erlernen oder sich sozial zu engagieren. Dadurch verbessern sich meistens auch deine Soft Skills, wovon wiederum deine Karriere profitiert.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.