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Gegen Corona und Co.: Was bringen Luftreiniger wirklich?

Felix Baumann
Dyson

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Forscher der University Of East Anglia in Großbritannien haben im Rahmen einer aktuellen die Effektivität verschiedener Luftreiniger untersucht. Das Ergebnis: Die Geräte können eine Infektion mit Atemwegserkrankungen kaum verhindern. 

Es ist noch kein Jahr her, da dominierte das Coronavirus unseren Alltag. Von Ende 2020 bis Anfang 2023 stellte das Virus unser Leben auf den Kopf und schränkte uns teilweise stark ein. Im Laufe der Pandemie kristallisierte sich dabei vielerorts eine mögliche Lösung heraus, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Die Rede von Luftreinigern.

Viele Restaurantbesitzer und Dienstleister installierten solche Geräte in ihren Geschäftsräumen und erweckten damit ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit. Doch war der Einsatz von Luftreinigern wirklich sinnvoll? Britische Forscher haben deshalb im Rahmen einer Analyse kürzlich mehrere Studien untersucht, um die Effektivität der Geräte auf den Prüfstand zu stellen.

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Was bringen Luftreiniger wirklich?

Insgesamt blickte das Team dabei auf Studien aus den Jahren 1970 bis 2022 zurück. Der Fokus lag auf Filtern und Luftdesinfektionsgeräten. Während Luftfilter die Umgebungsluft filtern (an denen auch Viren haften können), nutzt ein Desinfektionsgerät ultraviolette Strahlung oder Ozon, um Viren unschädlich zu machen.

Einige der 32 untersuchten Studien kamen auf positive Ergebnisse. Doch laut den Forscher der University Of East Anglia werden solche Studien weitaus häufiger veröffentlich, als jene, die die Technologie infrage stellen. Solche Situationen sind auch unter dem Begriff Publikationsverzerrung bekannt.

Durch den Mangel an kritischen Studien scheint dann eine Vorgehensweise besonders effektiv. Insgesamt kommt das Team wiederum zu dem Schluss, dass Luftreiniger kaum Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben.

Masken tragen als sinnvollste Schutzmaßnahme

Fast sämtliche Studien wurden vor COVID-19 durchgeführt. Eine neuere Untersuchung aus Deutschland kommt aber zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach konnten HEPA-Filter in Kindergärten eine Übertragung kaum verhindern. Denkt man über die Technologie genauer nach, ergeben sich verschiedene Erklärungen.

Schließlich befindet sich häufig kein Filter zwischen zwei Personen, die sich mit einem halben Meter Abstand unterhalten. Weiterhin bewegen sich Menschen kontinuierlich durch Räume. Eine Reinigung der kompletten Luft eines Raumes in Sekunden ist für die Technologie deshalb unrealistisch. Daher empfiehlt das Team weiterhin eher auf Masken als auf Technologie zu vertrauen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.