Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Ladestationen für E-Autos kurbeln die Wirtschaft an – und steigern Einzelhandelsumsätze

Felix Baumann
Unsplash.com/Michael Fousert

Ladestationen für E-Autos fördern offenbar nicht nur die umweltfreundliche Mobilität. Sie können auch die Wirtschaft ankurbeln und die Umsätze von Unternehmen im Einzelhandel erhöhen. Das geht zumindest aus einer aktuellen Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hervor. 

Elektrofahrzeuge sind auch weiterhin ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Doch um möglichst viele Käufer zu einem Umstieg zu bewegen, spielt die Verfügbarkeit von Ladestationen eine entscheidende Rolle. Eine aktuelle Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigt jedoch, dass Ladestationen nicht nur zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität beitragen, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für umliegende Geschäfte bieten.

Im Rahmen der Studie untersuchten Forscher die Auswirkungen von Ladestationen auf den Einzelhandel in Kalifornien und kamen zu einem überraschendem Ergebnis: Die Stationen führten zu einem Anstieg der Ausgaben in nahegelegenen Geschäften.

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Die Forscher analysierten Daten von über 4.000 Ladestationen und 140.000 Unternehmen. Sie nutzten dazu anonymisierte Kredit- und Debitkarten-Transaktionen, um die Verbraucherausgaben zu messen. Zwischen 2019 und Mitte 2023 stieg der Umsatz von Geschäften, die sich in der Nähe von Ladestationen befinden, um durchschnittlich 1.500 US-Dollar.

Zwischen 2021 und 2023 betrug der Anstieg etwa 400 US-Dollar. Die Zahlen erscheinen besonders bemerkenswert, da sie in einkommensschwachen Gebieten noch größer waren.

Alle Viertel profitieren von Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Ein entscheidender Aspekt der Studie ist die Erkenntnis, dass die Vorteile von EV-Ladestationen nicht nur in wohlhabenden Vierteln spürbar sind. Denn auch einkommensschwache und benachteiligte Gebieten profitieren offenbar von der Infrastruktur. Dort führten Ladestationen zu einem deutlich höheren Anstieg der Konsumausgaben.

Das zeigt, dass solche Infrastrukturprojekte nicht nur ökologisch sinnvoll sein, sondern auch als Impulsgeber für die wirtschaftliche Belebung von strukturschwachen Gegenden dienen können.

Die Ergebnisse der Studie offenbaren, dass der jährliche Anstieg der Konsumausgaben in der Nähe von Ladestationen sogar ausreichen könnte, um etwa elf Prozent der Installations- und Infrastrukturkosten einer solchen Station zu decken. Das könnte Ladestationen zu einer noch attraktiveren Investition machen, besonders in Regionen, die wirtschaftliche Unterstützung benötigen.

Einzelhändler könnten sich eine neue Einnahmequelle schaffen

Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft mögliche Geschäftsmodelle für Ladestationen. Die Forscher schlagen etwa vor, dass Unternehmen, die in der Nähe von Ladestationen liegen, gemeinsam die Baukosten tragen könnten, um von den zusätzlichen Umsätzen zu profitieren. Diese Art der Zusammenarbeit könnte nicht nur die Rentabilität der Stationen verbessern, sondern auch die Verbreitung der Elektromobilität beschleunigen.

Außerdem könnten Ladestationen künftig ähnlich wie Tankstellen agieren, die häufig mit Einzelhandelsgeschäften kombiniert werden. Das würde es den Betreibern ermöglichen, sowohl Strom als auch Produkte oder Dienstleistungen anzubieten und so ihre Einnahmen zu diversifizieren. Solche innovativen Modelle könnten den Ausbau der EV-Infrastruktur weiter vorantreiben und gleichzeitig den wirtschaftlichen Nutzen maximieren.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.