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Mit dem Smartphone ausweisen: So soll die digitale Brieftasche funktionieren

Maria Gramsch
Europäische Union

Bis zum Jahr 2027 müssen alle EU-Mitgliedsstaaten ihren Bürgern eine digitale Brieftasche zur Verfügung stellen. Wir verraten dir, wie du dich künftig mit deinem Smartphone ausweisen kannst.

Auf nahezu jedem Smartphone gibt es bereits eine digitale Brieftasche, die sogenannte Wallet. In der Anwendung kannst du beispielsweise Bordkarten oder andere Tickets speichern. Aber auch Zahlungen mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay steht sind möglich.

Die staatliche digitale Brieftasche soll ähnlich funktionieren. Nach ihrer Einführung kannst du dich dann EU-weit digital über dein Smartphone ausweisen, so der Plan.

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Was ist die digitale Brieftasche?

Grundlage für die europäische Brieftasche für die digitale Identität (EUDI-Wallet) ist eine EU-Verordnung, die das Europäischen Parlament im Februar 2024 verabschiedet hat. Die novellierte eIDAS-Verordnung verpflichtet alle Mitgliedstaaten, bis 2027 eine EUDI-Wallet zur Verfügung zu stellen.

Inzwischen hat die EU-Kommission Regelungen für die Funktionen und die Zertifizierung dieser Wallets festgelegt. In vier Durchführungsverordnungen sollen unter anderem einheitliche Standards festgelegt werden.

Diese sind notwendig, damit die digitalen Dokumente aus den verschiedenen Ländern grenzüberschreitend genutzt werden können. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Thema Datenschutz.

So sollen personenbezogene Daten künftig lokal in der jeweiligen Geldbörse gespeichert werden. Nutzer können außerdem selbst entscheiden, welche Informationen sie weitergeben.

„Europäische digitale Identitätsbörsen werden privaten Nutzern und Unternehmen eine universelle, vertrauenswürdige und sichere Möglichkeit bieten, sich beim grenzüberschreitenden Zugang zu öffentlichen und privaten Dienstleistungen auszuweisen“, heißt es von der Europäischen Kommission.

Wie wird die Wallet in Deutschland aussehen?

Mit der EUDI-Wallet sollst du dich künftig jedoch nicht nur digital ausweisen können. Auch weitere amtliche Dokumente können laut Bundesinnenministerium auf deinem Smartphone gespeichert, präsentiert und mit der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) unterzeichnet werden.

„Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Identität schnell, sicher und unkompliziert direkt über ihr Smartphone nachweisen können – ohne eine zusätzliche Karte oder ein Lesegerät“, erklärt Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Die EUDI-Wallet wird kostenfrei verfügbar sein und zur digitalen Inklusion beitragen, da alle Menschen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation – Zugang zu digitalen Diensten erhalten.

Wann startet die digitale Brieftasche in Deutschland?

Laut Bundesinnenministerium soll die EUDI-Wallet bis 2027 für alle Bürgerinnen nutzbar sein. Plan ist es, den Funktionsumfang kontinuierlich zu erweitern.

Eine der ersten Funktionen soll der Identifizierung dienen. Dafür kannst du künftig deinen Online-Ausweis auf dein Smartphone übertragen und in der Wallet speichern.

Für diesen und weitere Dienste soll künftig allerdings nicht nur die staatliche digitale Brieftasche zur Verfügung stehen. Denn laut dem Bundesinnenministerium können auch nicht-staatliche Anbieter eine EUDI-Wallet entwickeln und diese anerkennen lassen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.