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Spionagevorwürfe: Hat DeepSeek Daten von ChatGPT geklaut?

Fabian Peters
DeepSeek/ BASIC thinking

Die China-KI DeepSeek soll mit großen Sprachmodellen mithalten können und gleichzeitig sowohl günstiger als auch effizienter sein. ChatGPT-Entwickler OpenAI geht nun jedoch Hinweisen nach, die auf Spionage und einen Datendiebstahl hindeuten. 

Das chinesische Unternehmen DeepSeek hat die KI-Branche in Aufruhr versetzt. Denn das gleichnamige Sprachmodell „DeepSeek R1“ hat die Apps Stores über Nacht im Sturm erobert. In den USA überholte die App sogar ChatGPT und stand zwischenzeitlich auf Platz eins der Download-Charts für iPhone-Apps.

DeepSeek R1: OpenAI-Chef reagiert gelassen

Das KI-Modell von DeepSeek soll mit den großen Sprachmodellen von Google, Meta und OpenAI nicht nur mithalten, sondern sie teilweise sogar übertreffen können. An den Börsen herrschte deshalb Panik – vor allem in den USA. Doch die Hysterie scheint übertrieben.

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Denn DeepSeek stellt zwar die Geschäftsmodelle anderer KI-Anbieter in Frage und wird die KI-Branche durcheinanderwirbeln. Allerdings beruhen einige Einschätzungen auf Missverständnissen. OpenAI-Chef Sam Altman reagiert deshalb gelassen. In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) schreibt er:

Das r1 von deepseek ist ein beeindruckendes Modell, vor allem in Bezug auf das, was sie für den Preis liefern können. Wir werden natürlich viel bessere Modelle liefern, und es ist auch recht belebend, einen neuen Konkurrenten zu haben! Wir werden einige Veröffentlichungen herausbringen.

Von ChatGPT geklaut? Spionagevorwürfe gegen DeepSeek

Hinter den Kulissen sieht es jedoch anders aus. Denn laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg gehen OpenAI und Partnerunternehmen Microsoft Hinweisen nach, die auf Spionage und Datendiebstahl hindeuten. Der Vorwurf: DeepSeek habe möglicherweise Daten von ChatGPT erbeutet.

Sicherheitsexperten von Microsoft hätten demnach bereits Ende 2024 einen umfangreichen Datentransfer über eine Schnittstelle in der OpenAI-Software beobachtet. Die Datendiebe sollen wiederum in Verbindung mit dem chinesischen Unternehmen DeepSeek stehen.

David Sacks, KI-Beauftragter der US-Regierung erklärte in einem Interview mit Fox News: „Es gibt stichhaltige Beweise, dass DeepSeek Informationen aus den KI-Modellen von OpenAI destilliert hat“. Microsoft, DeepSeek und OpenAI äußerten sich bislang noch nicht.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).