Navigation ohne GPS

Ohne GPS: Luft- und Raumfahrtzentrum entwickelt neues Navigationssystem

Felix Baumann
DLR

Das deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum hat ein System namens Ranging Mode (R-Mode) entwickelt, das eine Navigation ohne GPS ermöglicht. Aufgrund steigender Risiken sollen Schiffe über Funkstationen statt Satelliten navigiert werden. 

Die moderne Schiff- und Luftfahrt ist stark von Satellitennavigationssystemen wie GPS oder Galileo abhängig. Doch was passiert, wenn diese Systeme ausfallen oder gestört werden? Besonders in der Ostsee kommt es immer häufiger zu Signalstörungen, die die Navigation ohne GPS erschweren oder sogar gefährlich machen.

Eine Lösung für dieses Problem stellt das R-Mode-Navigationssystem dar. Dabei handelt es sich um eine terrestrische Alternative, die unabhängig von Satelliten funktioniert. R-Mode steht für Ranging Mode und nutzt bestehende Funkstationen im Mittelwellen- (MW) und Ultrakurzwellenbereich (UKW).

Jetzt sichern: 100+ KI-Codes

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

100+ virale KI-Codes PDF

Gratis zur Anmeldung:
PDF · 100+ virale KI-Codes

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

R-Mode: Sichere Navigation ohne GPS

Die Funkstationen senden Signale aus, die Empfänger auf den Schiffen auffangen. Durch die Messung der Signalzeiten kann ein Algorithmus die Position des Schiffs genau bestimmen. Eine Navigation ohne GPS ist dadurch problemlos möglich.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt das System zusammen mit EU-Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Behörden. Seit 2017 wird ein Testfeld zwischen Helgoland und Stockholm aufgebaut, das mittlerweile acht Sendestationen umfasst.

Der Hintergrund: Immer häufiger stören böse Akteure gezielt GPS-Signale – sei es durch Cyberangriffe oder politische Spannungen. Besonders in der Ostsee, wo sich viele Schifffahrtsrouten kreuzen, stellen navigationsbedingte Unfälle eine große Gefahr dar. Eine Navigation ohne GPS scheint daher essenziell, um die Sicherheit auf See zu gewährleisten.

Ein weiterer Vorteil des R-Mode: Das System nutzt bereits existierende Funkinfrastrukturen. Dadurch stellt es eine kostengünstige Lösung dar, um die maritime Navigation sicherer zu machen und eine zuverlässige Alternative zu bieten.

Ausbau der Navigation ohne Satelliten

Seit 2023 wird das R-Mode-Netzwerk im Rahmen des Projekts ORMOBASS ausgebaut. Das Testfeld erstreckt sich mittlerweile auch auf Schweden, Finnland und Estland – und damit Länder, in denen GPS-Störungen besonders häufig vorkommen.

Um das System flächendeckend nutzbar zu machen, ist eine Standardisierung notwendig. Das DLR arbeitet mit der International Organization for Marine Aids to Navigation (IALA) zusammen, um weltweit einheitliche R-Mode-Signale zu etablieren. Ab 2026 sollen standardisierte Ranging Modes im Ostseeraum verfügbar sein, damit die Navigation ohne Satelliten zuverlässig funktioniert.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

Auch interessant:

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Paid Social Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Video Content Creator Social Ads
Instaffo GmbH in Dresden
Digital Marketing Manager (m/w/d) – Website, ...
Mpire GmbH in Backnang bei Stuttgart
(Senior) Social Media Manager:in (m/w/d)
Potluck GmbH in Hamburg
Performance Marketing & Social Media Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Senior CRM (HubSpot) & Marketing Automati...
Quantum-Systems GmbH in Gilching, Bayern, Germany
Senior Berater Datenschutz / Jurist (m/w/d)
DSN GROUP in Stuttgart, Würzburg
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.