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Apple will KI-Suche in Safari integrieren – warum das für Google ein Problem ist

Maria Gramsch
Bild: Mit ChatGPT generiert (KI).

Apple will künftig eine eigene KI-Suche in Safari integrieren. Die Ankündigung eines Apple-Managers hat den Aktienkurs von Google-Mutter Alphabet auf Talfahrt geschickt. Denn die Änderung könnte Googles Vormachtstellung als Suchmaschine auf dem iPhone ins Wanken bringen.

Bereits seit 2002 ist Google auf dem Mac als Standard-Suchmaschine eingestellt. Nur ein Jahr später hat Apple seinen Safari-Browser eingeführt und Google dort ebenfalls als als Suchmaschine voreingestellt. Das gilt seit seiner Einführung im Jahr 2007 auch für das iPhone.

Google hingegen honoriert diese Premium-Position auf Apple-Geräten mit Zahlungen in Milliarden-Höhe. Jedes Jahr sollen rund 20 Milliarden US-Dollar von Alphabet an Apple fließen. Doch wie der Apple-Manager Eddy Cue während eines Gerichtsprozesses sagte, will Apple eine eigene KI-Suche in Safari integrieren. Der Aktienkurs von Google-Mutter Alphabet reagierte daraufhin mit einem satten Minus.

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Apple will eigene KI-Suche in Safari integrieren

Der Hintergrund: Eddy Cue, Senior Vice President für das Dienstleistungsgeschäft bei Apple, hat in einem Kartellverfahren vor Gericht ausgesagt, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg aus dem Gerichtssaal berichtet. In dem Prozess wird eine Wettbewerbsklage der US-Regierung gegen Google verhandelt.

Laut dem Apple-Manager verzeichnete die klassische Websuche in Safari im April 2025 erstmals einen Rückgang. Er gehe davon aus, dass dies auf die Nutzung von KI-gestützter Software zurückzuführen ist. Nutzer weichen also von der klassischen Suche eher zu Angeboten wie ChatGPT und Co. aus.

Das könnte auch der Grund sein, warum Apple seinen Browser Safari in diese Richtung optimieren möchte. Denn wie Cue bei der Verhandlung sagte, will Apple künftig eine eigene KI-Suche in Safari integrieren. Die Google-Suche soll zwar in Safari hinterlegt bleiben, dennoch könnte diese Neuerung dem Geschäft von Google ziemlich schaden.

Alphabet-Aktie bricht ein

Der Prozess dürfte auch Auswirkungen auf den Deal zwischen Apple und Alphabet haben. Denn die US-Regierung sieht diese Vereinbarung – und weitere ähnliche, beispielsweise mit Firefox-Entwickler Mozilla – als kartellrechtliches Problem an. Diese Deals würden Googles Dominanz zementieren und müssten daher verboten werden.

Googles Vormachtstellung könnte aber auch durch die Einführung von Apples eigener KI-Suche in Safari Kratzer bekommen. Das zeigen auch die Auswirkungen der Ankündigung. Die Aktie von Google-Mutter Alphabet verlor im Nachgang satte 7,3 Prozent. Denn das Suchmaschinengeschäft von Google und der Verkauf von Werbung im Umfeld von Suchanfragen stellen die Haupteinnahmequelle für den US-Konzern dar.

Google selbst experimentiert derweil ebenfalls an der Integration von KI in seine Suchmaschine. Ende März 2025 hat der US-Konzern die neue Funktion „Übersicht mit KI“ eingeführt. Seither erscheinen in den Suchergebnissen KI-generierte Kurzzusammenfassungen für die jeweilige Suchanfrage. Auch diese Änderung hat sich bereits enorm auf den Traffic zahlreicher Websites ausgewirkt.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.