Infinity Train Elektrozug E-Zug Australien

Infinity Train: Elektrozug lädt sich während der Fahrt selbst auf

Felix Baumann
Fortescue

Ein neuer Elektrozug aus Australien zeigt, wie ein Batterieantrieb ohne externe Stromversorgung funktionieren könnte. Der sogenannte Infinity Train soll allein durch die Rückgewinnung von Energie beim Bergabfahren eine Strecke von insgesamt 1.100 Kilometern zurücklegen können. 

In Australien rollt ein Zug mit einem neuen Antriebskonzept über die Schienen: der sogenannte Infinity Train. Dabei handelt es sich um einen Elektrozug, der sich während der Fahrt selbst mit Strom versorgen soll – und zwar ohne Stromleitung, ohne Aufladestopp und ohne externe Energiequelle. Möglich wird das durch ein cleveres Konzept, das sich die Schwerkraft zunutze macht.

Die Idee: Der Infinity Train wird in einer Erzmine in Westaustralien beladen. Anschließend fährt er bergab Richtung Küste. Da der Elektrozug samt Ladung relativ schwer ist, entsteht beim Bremsen viel Energie. Und genau diese Energie machten sich die Projektteilnehmer zunutze.

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Ihr System wandelt die Bremsenergie in Strom um, der direkt in die Batterien eingespeist wird. Wenn der Zug am Hafen angekommen ist, sind die Batterien im Idealfall voll. Auf dem Rückweg ist der Zug leer und damit deutlich leichter. Dank der gespeicherten Energie soll er so die Strecke problemlos wieder zurückfahren können.

Elektrozug: Infinity Train spart CO2

Was auf den ersten Blick wie ein einfacher Trick wirkt, hat scheinbar enormes Potenzial. Denn die Diesellokomotiven, die das Erz bisher transportieren, verbrauchen jedes Jahr rund 82 Millionen Liter Dieseltreibstoff. Das verursacht große Mengen an CO2. Der Infinity Train könnte das ändern. Allein durch den Einsatz auf vier Strecken will das Bergbauunternehmen Fortescue Metals Group bis zu 235.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen.

Die Technologie dahinter ist zwar nicht neu, aber bisher kam sie in einem solchen Maßstab nicht zum Einsatz. Das sogenannte regenerative Bremsen gibt es auch in modernen Elektroautos. Doch bei Autos ist der Effekt eher begrenzt. Bei einem voll beladenen Güterzug, der eine Strecke von über 600 Kilometern bergab fährt, sieht das anders aus. Die Bremsenergie soll ausreichen, um den gesamten Betrieb zu decken.

E-Zug für Schwertransporte

Eine Testfahrt über 1.100 Kilometer sei bereits erfolgreich verlaufen. In den kommenden Monaten stehen weitere Tests an, bevor der Zug regulär in den Einsatz gehen soll. Wenn alles klappt, könnte der Infinity Train nicht nur eine grünere Alternative zum Dieselzug sein, sondern auch ein Vorbild für viele weitere Schwertransporte auf der ganzen Welt.

Ein weiterer Vorteil: Der Elektrozug benötigt weder Kabel noch einen Tank. In den kommenden Monaten soll sich zeigen, wie die Technik im Regelbetrieb funktioniert und ob die Abnutzung der Batterie sich in akzeptablen Grenzen hält.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.