Zinn-Schaum Batterie Elektrode

Akku-Revolution? Zinn-Schaum reduziert Lade-Stress von Batterien

Felix Baumann
Helmholtz-Zentrum Berlin

Zinn ist günstiger als viele andere Metalle – und könnte trotzdem die Leistung von Lithium-Ionen-Batterien deutlich verbessern. Möglich macht das ein mikroporöser Zinn-Schaum, der mechanischen Stress beim Laden besser abfedert.

Im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende steigt die Nachfrage nach zuverlässigen Technologien. Batterien mit speziellen Eigenschaften spielen dabei eine immer größere Rolle. Während für mobile Endgeräte häufig Lithium-Ionen-Batterien ausreichen, ist das schnelle Be- und Entladen in Stromspeichern der Tod für diese Technologie.

Forscher des Helmholtz-Zentrums haben kürzlich jedoch eine weitere vielversprechende Lösung präsentiert. Dabei handelt es sich um eine Elektrode aus Zinn-Schaum.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Andere metallbasierte Materialien für Elektroden von Lithium-Ionen-Batterien sorgen beispielsweise dafür, dass sich diese beim Einlagern von Lithium stark ausdehnen. Das kann mittelfristig zu strukturellen Schäden und einer geringeren Kapazität führen. Zinn-Schaum soll dieses Problem lösen können.

Zinn-Schaum-Batterie kann dreimal mehr Energie speichern

Im Vergleich zu Graphit kann Zinn etwa dreimal mehr Energie speichern. Doch das Material hat bisher ebenfalls mit dem Problem zu kämpfen, mittelfristig aufzuquellen, sofern es zu viel Lithium aufnimmt. Daher entwickelten die Forscher einen hochporösen Zinn-Schaum mit kleinen Poren. Diese sind zwar nur wenige Mikrometer groß, trotzdem ermöglichen sie es dem Material, sich wie ein Schwamm leicht auszudehnen.

Im Resultat kann sich der Schaum ausdehnen, ohne zu brechen oder langfristig zu verformen. Unter einem Röntgengerät stellten die Forscher fest, dass der Zinn-Schaum stabiler als Zinnfolien und gleichzeitig eine vielversprechende Alternative im Vergleich zu anderen Materialien ist. Das könnte künftig zu besseren Batterien führen, egal ob für Elektroautos oder Smartphones.

Weitere Optimierungen möglich

Die Forscher betonen, dass die Strukturierung des Zinns entscheidend ist. Daher arbeitet das Team auch weiterhin daran, die optimale Struktur für einen breiteren Einsatz zu definieren. Außerdem ist nicht ganz klar, wie ein Schaum aus Zinn im Vergleich zu anderen Metallen abschneidet und es gegebenenfalls weitere Optimierungspotenziale gibt.

Trotzdem zeigt die Technologie, dass die Batterieforschung weiterhin kurz davor ist, bestehende Technologien und Materialzusammensetzungen zu optimieren. Es dürfte deshalb nicht mehr lange dauern, bis Industrie und Verbraucher Zugang zu noch besseren Lithium-Ionen-Batterien haben.

Auch interessant:

Zins-Knaller bei der NIBC!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld – bei täglicher Verfügbarkeit!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.