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Mercedes-Tochter entwickelt „zufällig“ Rekord-Elektromotor

Beatrice Bode
LinkedIn/Mercedes-Benz AG

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Die Mercedes-Tochter Yasa hat einen neun Rekord-Elektromotor entwickelt – und das offenbar nur ganz zufällig. Jetzt, da es ihn gibt, soll er allerdings auch verbaut werden.

„Letzte Woche haben wir bei Yasa unserer Meinung nach inoffiziell (und ein wenig zufällig!) die höchste Leistungsdichte erreicht, die jemals für einen Elektromotor seiner Klasse (und möglicherweise für jeden Motor) gemessen wurde.“

Das schrieb Yasa-Technikchef Tim Woolmer kürzlich in einem LinkedIn-Beitrag. Sind seine Angaben korrekt, könnte die britische Mercedes-Tochter die elektrische Antriebstechnologie nachhaltig verändern.

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Yasa entwickelt aus Versehen Rekord-Elektromotor

Der Prototyp soll 550 Kilowatt (748 PS) erzeugen und nur 13,1 Kilogramm wiegen. Das würde einer Leistungsdichte von 42 Kilowatt pro Kilogramm entsprechen.

Außerdem nennt Woolmer Eckdaten von 670 Volt und 850 Ampere über einen Zeitraum von fünf Sekunden. Die Kühlleistung sei „wahnsinnig“. Die Dauerleistung dürfte seiner Ansicht nach mit Standard-Kühlflüssigkeiten und -temperaturen nahe am Spitzenwert liegen.

Das Gewicht des Rekord-Elektromotors beinhalte sämtliche Magnete und mechanischen Komponenten, wie sie auch in Serienmodellen eingesetzt werden sollen.

Außerdem handele es sich nicht um ein Einzelstück aus exotischen Materialien, sondern um eine seriennahe Entwicklung, die für bis zu 50.000 Fahrzeuge jährlich skalierbar sei.

Britische Mercedes-Tochter verbaut Motoren in Supersportwagen

Yasa hat seinen Sitz in Oxford und konzentriert sich dort auf die Entwicklung und Produktion von leistungsstarken elektrischen Antriebsmotoren. Insbesondere setzt das britische Unternehmen auf die sogenannte Axialfluss-Technologie. Diese Motoren sind kompakter, leichter und bieten eine deutlich höhere Leistungsdichte als herkömmliche Elektromotoren.

Der Rotor eines Axialfluss-Motors ist meist scheibenförmig. Die Wicklungen und Magnete sind so angeordnet, dass das Magnetfeld parallel zur Drehachse verläuft. Bisher wurden in Elektroautos hauptsächlich Radialfluss-Motoren verbaut. Der magnetische Fluss führte also von der Achse weg und zu ihr hin.

Gegründet wurde Yasa im Jahr 2009 und 2021 von Mercedes-Benz übernommen. Seitdem agiert das Unternehmen als hundertprozentige Tochtergesellschaft des deutschen Automobilkonzerns. Seitdem wurden drei Yasa-Motoren unter anderem im AMG GT XX verbaut. Damit schaffte das Konzeptfahrzeug eine Gesamtleistung von 1.000 Kilowatt (1.360 PS).

Aber auch in anderen Fahrzeugen konnte der Motorenentwickler seine Antriebe platzieren, so zum Beispiel im Hybrid-Sportwagen Ferrari SF90 Stradale und 296 GTB sowie dem Lamborghini Revuelto und Temerario.

Rekord-Elektromotor soll seinen Weg in weitere Modelle finden

„Als Unternehmen haben wir seit unseren bescheidenen Anfängen als Start-up an der Universität Oxford einen langen Weg zurückgelegt“, erklärt Woolmer in einer Pressemitteilung.

„Wir sind jedoch nach wie vor von derselben Leidenschaft, demselben Geist und derselben Entschlossenheit getrieben, die weltweit fortschrittlichsten Technologielösungen für die Elektromobilität zu entwickeln.“

Yasa Motoren werden hauptsächlich in der Produktionsstätte im englischen Yarnton produziert. Eine weitere Stätte befindet sich am Mercedes-Standort Berlin-Marienfelde. Ziel ist es, die Axialfluss-Technologie nicht nur in Supersportwagen, sondern perspektivisch auch für größere Stückzahlen in Mercedes-Modellen verfügbar zu machen.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.