Mystery Boxen

Das krumme Geschäft mit den Mystery-Boxen

Maria Gramsch
© Kaufland, Adobe Stock/Robert Poorten

Mystery-Boxen werden immer beliebter. Doch beim Verkauf dieser Wundertüten geht es nicht immer mit rechten Dingen zu. Wir verraten dir, worauf du achten solltest. 

Unboxing-Videos von einer Mystery-Box sind bei Social Media keine Seltenheit mehr. Dabei zeigen Nutzer ihre – meist für kleines Geld – erworbenen Überraschungsboxen, bei denen es sich grob gesagt um Wundertüten für Erwachsene handelt. Beim Inhalt kann es sich um elektronische Geräte wie Smartwatches oder sogar Smartphones handeln, manchmal ist der Inhalt aber auch nicht zu gebrauchen.

Das Geschäft mit den sogenannten Mystery-Boxen oder auch Secret-Packs hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Es handelt sich bei den Paketen meist um Retouren oder Sendungen, die nicht zugestellt werden konnten. Im Internet oder an speziellen Automaten werden sie dann weiterverkauft.

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Doch nicht immer handelt es sich bei den Verkäufern auch um seriöse Anbieter. Die Verbraucherzentrale hat deshalb einige Tipps zusammengestellt, die beim Kauf einer Mystery-Box hilfreich sein können.

Darauf solltest du beim Kauf einer Mystery-Box achten

Bestellt man eine Mystery-Box im Internet, kann man meist zunächst eine Kategorie auswählen – beispielsweise Elektronik, Kosmetik oder Süßwaren. Der Inhalt ist vor dem Kauf jedoch nicht bekannt.

Wie bei allen unbekannten Shops im Netz sollte vor dem Kauf zunächst die Seriosität geprüft werden. Die Verbraucherzentrale warnt davor, „sich zu einem spontanen Kauf hinreißen zu lassen“ – vor allem, wenn das Angebot zu schön klingt, um wahr zu sein.

Angebote sollten vor dem Kauf genau geprüft werden, denn auch bei den Mystery-Boxen gibt es laut der Verbraucherzentrale schwarze Schafe. Diese würden das Geschäftsmodell ausnutzen, um unbrauchbaren Ramsch loszuwerden.

Hilfreich kann bei der Prüfung unter anderem ein Blick ins Impressum sein. Denn dort muss die Adresse des Unternehmens sowie eine vertretungsberechtigte Person und eine E-Mail-Adresse angegeben werden.

Zahlungsmöglichkeiten geben Aufschluss

Auch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind verpflichtend für solche Online-Shops. Dabei solltest du vor allem auf schlechte Formulierungen achten. Denn „AGB in schlechtem Deutsch aus einem Übersetzungsprogramm“ sind laut der Verbraucherzentrale ein deutliches Erkennungszeichen für unseriöse Seiten.

Ebenfalls können Bewertungen von anderen Kunden hilfreich sein. Dabei ist es ratsam, auch außerhalb des Shops nach Bewertungen zu suchen. Denn positive Bewertungen bei unseriösen Shops können durchaus auch gefälscht sein.

Auch die Zahlungsmöglichkeiten können helfen, einen Shop als seriös oder unseriös einzustufen. Die Verbraucherzentrale warnt vor Shops, bei denen zunächst diverse Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden, am Ende aber Vorkasse verlangt wird.

„Ohne kundenfreundliche Zahlungsweise sollten Sie auf eine Bestellung verzichten“, empfiehlt die die Verbraucherzentrale.

Gewährleistung und Wiederruf bei einer Mystery-Box

Auch bei den Überraschungspaketen gilt beim Kauf im Internet das Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Ware kann also zurückgeschickt werden, wenn sie nicht überzeugt.

Allerdings sind die Verkäufer nicht dazu verpflichtet, die Kosten für die Retoure zu übernehmen. Du solltest deshalb vor allem darauf achten, wo die Firma ihren Sitz hat. Denn bei Rücksendungen ins Ausland kann es so schnell teuer werden.

Rückgabe oder Umtausch beim Kauf im Laden oder am Automaten hingegen ist nicht unbedingt inklusive. Es sei denn, das Geschäft bietet dies explizit an. Dabei solltest du darauf achten, dass dies auch für Mystery-Boxen nach dem Öffnen gilt. Ist der Inhalt des Überraschungspakets hingegen defekt, hast du ein Recht, die Ware zu reklamieren.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.