Roboter Schulwege Verkehr KI

Humanoider Roboter soll Schulwege mit KI sicherer machen

Felix Baumann
Marek Galinski

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben einen humanoiden Roboter entwickelt, der mithilfe von KI den Verkehr regeln soll. Er soll primär die Schulwege von Kindern sicherer machen.

Ein humanoider Roboter steht an einem Zebrastreifen und weist Kinder mit einem Armzeichen gefahrlos über die Straße. Was wie aus einem Science-Fiction-Film singt, ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Denn Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) testen derzeit genau einen solchen Roboter.

Er kam erstmals in Bratislava zum Einsatz, um dort aktiv den Straßenverkehr zu regeln. Der Fokus lag hauptsächlich darauf, Schulwege für Kinder sicherer zu machen. Allerdings ist der Roboter kein klassischer Verkehrspolizist aus Metall.

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Humanoider Roboter regelt Verkehr mithilfe von KI

Der Roboter beobachtet die Umgebung mit Sensoren und kommuniziert mit autonomen Fahrzeugen und Menschen. Er winkt, gestikuliert und spricht mit Kindern. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen. Gerade bei Kleinkindern, für die Straßen oft unübersichtlich und gefährlich wirken.

„Er ist ein Vermittler zwischen Mensch und Maschine“, so Projektleiter Professor Alexey Vinel vom KIT. Anders als menschliche Helfer wird der Roboter nicht müde, nicht unaufmerksam und niemals abgelenkt. Auf einem Verkehrsspielplatz beobachteten die Forscher, wie Kinder auf den humanoiden Helfer reagierten.

Experten der Slowakischen Technischen Universität werteten die Reaktionen und Bewegungsdaten anschließend aus. Im Zentrum stand dabei die Frage: Akzeptieren Kinder den Roboter? Verstehen sie seine Signale? Die ersten Eindrücke seien laut KIT vielversprechend.

Ein Roboter für „Vision Zero“?

Die Tests sollen zeigen, wie sich solche KI-Systeme künftig vor Schulen, an stark frequentierten Übergängen oder in komplexen Verkehrssituationen sinnvoll einsetzen lassen. Außerdem sollen die Ergebnisse in die Weiterentwicklung der Robotik einfließen, aber auch in Verkehrserziehung und Stadtplanung.

Das Ganze ist Teil eines größeren Plans: der EU-Strategie „Vision Zero“, die bis 2050 keine Verkehrstoten mehr verzeichnen will. Vor allem Kinder und schwächere Verkehrsteilnehmer stehen dabei im Fokus. Ob und wie Roboter dabei helfen können, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.