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IBIS-Batterie: Stellantis präsentiert neuen Wechselstrom-Akku

Maria Gramsch
Stellantis

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Automobilhersteller Stellantis hat mit einer IBIS-Batterie einen neuen Wechselstrom-Akku vorgestellt. Dieser könnte die Elektromobilität revolutionieren und den nächsten großen Schritt in der Batterietechnologie darstellen.

In der Elektromobilität gelten die in E-Autos verbauten Akkus noch immer als Nadelöhr. Zwar haben sich Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten in den vergangenen Jahren verbessert. Dennoch bleibt die Energiedichte von Lithium-Ionen-Batterien im Vergleich zu fossilen Brennstoffen begrenzt.

Zusätzlich verlieren die Zellen mit der Zeit an Kapazität. Schnellladen kann die Alterung zusätzlich beschleunigen. Auch die Versorgung mit Rohstoffen wie Lithium, Nickel oder Kobalt ist kostspielig und kann geopolitische Abhängigkeiten schaffen.

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Da die Batterietechnologie als Schlüssel für klimafreundliche Mobilität und Energiewende gilt, wird sie weltweit intensiv erforscht. Der europäische Automobilhersteller Stellantis hat nun mit der IBIS-Batterie einen Akku vorgestellt, der die Batterietechnologie revolutionieren könnte.

Revolutioniert die IBIS-Batterie von Stellantis die Elektromobilität?

Stellantis, zu dem unter anderem die Marken Citroën, Opel und Peugeot gehören, will die Energiespeicherung mit seiner IBIS-Batterie effizienter, nachhaltiger und kostengünstiger machen. Dafür arbeitet der Konzern bereits seit sechs Jahren mit einem multidisziplinären Team aus Ingenieuren und Forschern zusammen.

An dem Projekt beteiligt sind unter anderem der französische Batteriehersteller Saft sowie Forscher der Sorbonne Université und der Université Paris-Saclay. Das Team hat nun sein erstes Prototypenfahrzeug mit dem „bahnbrechenden“ Intelligent Battery Integrated System (IBIS) in den Praxistest geschickt. Dieses soll die Raumnutzung im Fahrzeug verbessern sowie die Wartung vereinfachen.

Um dies zu erreichen hat das Forschungsteam den Wechselrichter sowie die Ladeelektronik direkt in den Akku integriert. Dadurch können im Fahrzeug rund 40 Kilogramm Gewicht eingespart werden. Zusätzlich werden bis zu 17 Liter Volumen frei, was laut Stellantis auch „eine bessere Aerodynamik und Designflexibilität ermöglicht“.

Auch die Leistung der Batterie konnte so verbessert werden. Demnach steigt die Energieeffizienz im WLTC-Zyklus um zehn Prozent. Bei gleicher Batteriegröße könne außerdem ein Leistungsgewinn von 15 Prozent erreicht werden.

Zusätzlich hat die Integration der Bestandteile Auswirkungen auf die Ladedauer. Der Hersteller gibt hier eine Reduzierung der Ladezeit um 15 Prozent an. Bei einem 7-kW-Wechselstromladegerät bedeutet das eine Ladezeit von sechs statt sieben Stunden. Gleichzeitig erzielt das System eine Energieeinsparung von zehn Prozent.

Technologie könnte nicht nur in der Elektromobilität Anwendung finden

Stellantis verspricht außerdem eine vereinfachte Wartung, da die IBIS-Batterie mit einer Arbeitsspannung von unter 60 Volt auskommt. Daher sei es sicher, die Batterie ohne spezielle Sicherheitsmaßnahmen zu öffnen.

Das französische Forschungsteam will die IBIS-Technologie nun in einem neuen Peugeot E-3008 in Praxistests unter realistischen Fahrbedingungen erforschen. Diese sollen nun Daten liefern und „den Weg für die Integration der IBIS-Technologie in Serienfahrzeuge von Stellantis bis zum Ende des Jahrzehnts ebnen“.

Stellantis sieht die IBIS-Technologie jedoch nicht nur als „nachhaltige Elektrifizierung“ für die Automobilbranche. Sie biete Potenzial „für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen“, wie beispielsweise in Rechenzentren, im Schienenverkehr oder in der Luft-, Raum- und Schifffahrt.

Der Akku biete außerdem bessere Voraussetzungen für die Wiederverwendung von Second-Life-Batterien. So könne dieser beispielsweise nach der Verwendung im E-Auto einfacherer als stationärer Speicher genutzt werden.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.