Schwefel Batterie

Ungewöhnliche Batterie nutzt Schwefel als Speicher und Elektrodenspender

Felix Baumann
Bild: Mit Gemini generiert (KI)

Eine neuartige Batterie nutzt die komplexe Chemie von Schwefel, um eine besonders hohe Energiedichte zu erreichen. Statt als Speichermaterial dient Schwefel dabei als aktiver Elektronenspender in einer Kombination mit Natrium und Chlor.

Schwefel kommt in der Natur in großen Mengen vor und ist in der Beschaffung sehr kostengünstig. Ein neuer wissenschaftlicher Ansatz nutzt eine ungewöhnliche Schwefel-Chemie, um eine hohe Leistungsdichte in Batterien zu erzielen. Laut einem Bericht des Magazins Nature unterscheidet sich dieser von herkömmlichen Speichersystemen.

Das Konzept sieht vor, dass Schwefel nicht nur als Speicher für Energie dient. Das Material gibt während der chemischen Reaktion aktive Elektronen ab. Dies ist ungewöhnlich, da die Schwefel-Ketten in der Batterie direkt reagieren und so mehr Ladungsträger freisetzen als bei herkömmlichen Schwefel-Verbindungen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Schwefel-Batterie: Wirtschaftlichkeit und Rohstoffvorteile

Die Forschung zeigt, dass durch diesen Prozess eine höhere spezifische Kapazität möglich ist. Anstatt die Elektronen nur zwischen den Polen hin und her zu schieben, liefert der Schwefel durch seine chemische Umwandlung zusätzliche Teilchen für den Stromfluss.

Das führt dazu, dass die Batterie bei gleicher Größe eine höhere Energiedichte aufweist. Heißt konkret: Geräte könnten länger mit Strom versorgt werden. Die Nutzung von Schwefel bietet Vorteile für die Produktion zukünftiger Batterien. Da der Rohstoff auf der Erde reichlich vorhanden ist, entfallen teure Lieferketten für seltene Materialien.

Das führt dazu, dass Batterien auf dieser Basis preiswerter hergestellt werden können.  Die Teilchen liefern die Kraft für die Batterie direkt aus der chemischen Reaktion. Daten von Experten wie John Timmer belegen die Leistungsfähigkeit dieses speziellen Ansatzes.

Nachhaltigkeit und chemische Prozesse

Forscher entwickeln die Technologie aktuell noch weiter, um die Stabilität der Reaktionen zu garantieren. Ein Aspekt der neuartigen Schwefel-Batterie ist die Nachhaltigkeit durch die Verwendung eines häufigen Elements. Denn Schwefel fällt oft als Nebenprodukt in der Industrie an, weshalb die Beschaffung die Umwelt weniger belastet als der Abbau seltener Erden. Die Hardware für saubere Energie steht so auf einer umweltfreundlichen Basis.

Im Kern der Technologie steht die Erkenntnis, dass Schwefel nicht nur die Ladung hält, sondern selbst oxidiert oder reduziert wird, um Elektronen zu liefern. Durch diese aktive Beteiligung an der Stromerzeugung wird das Material optimal ausgenutzt. Aktuell konzentriert sich die Forschung darauf, diese Schwefel-Reaktionen über viele Ladezyklen hinweg stabil zu halten.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Auszubildende zum/zur Fachinformatiker*in für...
Omnicom Media Group Germany GmbH in Düsseldorf
Digital Marketing Manager (m/w/d)
werwie GmbH in Konz
Head of Social Commerce & Media (gn)
Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn
Content Creator (m/w/d) Teilzeit (20 Stunden/...
SICAT GmbH & Co. KG in Bonn
Advocacy & Community Manager:in (m/w/d) D...
Pernod Ricard Deutschland GmbH in Köln
Mitarbeiter Unternehmenskommunikation (m/w/d)...
eins energie in sachsen GmbH & Co. KG in Chemnitz
Pflichtpraktikant:in (m/w/d) Social Media &am...
Stage Entertainment GmbH in Hamburg
Social Media Manager (m/w/d)
IHK - Industrie- und Handelskammer zu Köln in Köln
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.