Migration ist momentan ein heißes Thema in Deutschland, aber wie steht es eigentlich um die Auswanderer? Laut einer Studie liegt Deutschland in diesem Bereich weit vorne, schafft es aber nicht unter die Länder mit den meisten abgewanderten Bürgern.
Wenn von Migration die Rede ist, geht es in der Regel um die Perspektive der Ankunftsländer. Hinter jedem Einwanderer steht jedoch ein Land, das eine Arbeitskraft, ein Familienmitglied oder einen Steuerzahler verloren hat. Laut aktuellen Daten der Vereinten Nationen leben heute mehr als 280 Millionen Menschen außerhalb ihres Geburtslandes. Aber aus welchen Staaten kommen all die Auswanderer?
Diese Nationen haben die meisten Auswanderer
Migration ist kein Zufall, sondern von diversen Push- und Pull-Faktoren abhängig. Zum Beispiel treiben Armut, Gewalt und Korruption Menschen aus ihrer Heimat, während Bildung, Wohlstand und Sicherheit Auswanderer anziehen. Allerdings ist die Migrationsrate nicht in den ärmsten Ländern am höchsten, denn oft wagen Menschen den Schritt über die Grenze nur, wenn sie über gewissen finanzielle Ressourcen verfügen.
Das zeigt sich an den extrem niedrigen Zahlen von Ländern wie Bermuda (1.100 Auswanderer), Andorra (1.982) und den Bahamas (2.174). Anteilig an der Gesamtbevölkerung liegen Dschibuti, Oman und Papua Neuguinea mit jeweils 0,3 Prozent auf den hintersten Plätzen.
Uns interessiert in erster Linie aber die Spitze der Liste. Deutschland ist zwar ein klassisches Auswanderungsland, und kommt auf rund 4,3 Millionen Bürger im Ausland, schafft es aber nicht in die Top Ten (Rang 17). Bei den Industriestaaten liegt das Vereinigte Königreich mit rund 4,8 Millionen Menschen ganz vorne (13). Pakistan, Ägypten, Rumänien und Polen haben die Top Ten ebenfalls knapp verpasst.
Es gibt tatsächlich Staaten wie Guyana oder Samoa, bei denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung außerhalb der eigenen Grenzen lebt. In unserem Ranking der Länder mit den meisten Auswanderern schauen wir aber auf die totalen Zahlen (via UN).
Platz 10: Philippinen
Die Philippinen eröffnen die Top Ten mit insgesamt 6.988.383 Menschen, die im Ausland leben. Das entspricht einem Anteil von 6,0 Prozent der Gesamtbevölkerung. Viele Filipinos arbeiten weltweit im Gesundheitswesen und stützen die heimische Wirtschaft durch regelmäßige Geldüberweisungen an ihre Familien.




