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CO2-Preis macht Heizen teurer – aber nicht überall und überall gleich

Maria Gramsch
Adobe Stock / Angelov

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Der von der EU geplante CO2-Preis wird die Heizkosten vieler Haushalte spürbar verändern. Je nach Land wird es hier allerdings enorme Unterschiede geben. Eine Analyse der Bertelsmann Stiftung zeigt, wo die Belastungen besonders steigen werden.

Die Europäische Union will ab dem Jahr 2028 einen einheitliche CO2-Preis für den Gebäude- und Verkehrssektor einführen. Dann soll ein neues Emissionshandelssystem starten, das fossile Brennstoffe in allen Mitgliedstaaten verteuert.

Die EU will so den Klimaschutz voranbringen, also den Ausstoß von Treibhausgasen senken sowie den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen und Energien beschleunigen. Für die Haushalten in der EU wird die Einführung des CO2-Preises teils enorme Auswirkungen auf die Heizkosten bedeuten.

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Doch nicht jedes Land wird gleichermaßen betroffen sein, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt. Demnach könne es zu deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten kommen.

Wie wirkt sich der CO2-Preis auf das Heizen aus?

Wohngebäude sind für rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen in der gesamten EU verantwortlich. Hauptsächlich entstehen die Emissionen beim Heizen mit Öl, Gas oder Kohle.

Bisher gehen die Emissionen in diesem Bereich jedoch nur langsam zurück. Das wiederum führt dazu, dass die von der EU gesteckten Klimaziele nur schwer erreichbar bleiben.

Das sogenannte Emissions Trading System 2 (ETS2) dient als Erweiterung des Europäischen Emissionshandelssystems auf den Gebäudesektor. Die EU will so Anreize für energieeffiziente Häuser und umweltfreundliche Heizsysteme schaffen, damit Emissionen langfristig gesenkt werden können.

Welche Auswirkungen das für Haushalte in der EU haben wird, zeigt die neue Studie der Bertelsmann Stiftung. Demnach falle der mit dem ETS2 geplante einheitliche Preis für CO2-Emissionen in den einzelnen europäischen Regionen sehr unterschiedlich aus.

In diesen Ländern verteuert der CO2-Preis das Heizen

In Deutschland beispielsweise dürften die zusätzlichen Belastungen begrenzt sein. Das gelte auch für weitere west- und nordeuropäischen Mitgliedsstaaten, in denen bereits ein nationaler CO2-Preis im Gebäudebereich gilt.

In diesen Ländern würden die Kosten im Durchschnitt um 17 Euro jährlich pro Haushalt steigen. Diese Annahme gilt bei einem zu erwartenden Einstiegspreis von etwa 60 Euro pro Tonne CO2.

Das Heizen in Portugal, Irland, Dänemark und Schweden könnte demnach für die Haushalte sogar günstiger werden. Denn in diesen Ländern liegt der CO2-Preis bereits oberhalb von 60 Euro pro Tonne CO2.

Das wiederum gelte nicht für Länder wie Polen, Ungarn, die Slowakei und weitere osteuropäische Staaten. Da hier die Dekarbonisierung des Gebäudesektors noch nicht weit vorangeschritten ist und es keinen nationalen CO2-Preis gibt, hätte die Einführung des EU-weiten CO2-Preises viel größere Auswirkungen.

Ein CO2-Preis in Höhe von 60 Euro pro Tonne CO2 würde das Heizen für einen Haushalt im Schnitt zwischen 100 und 400 Euro pro Jahr verteuern. Das würde die Haushalte insbesondere hart treffen, da in diesen Ländern geringere Einkommen zur Verfügung stehen.

Die Autoren der Studie fordern daher gezielte Ausgleichsmaßnahmen für Haushalte, die besonders stark von steigenden Heizkosten betroffen sein werden. „Mit den Einnahmen aus dem CO2-Preis ist allerdings genug Geld vorhanden, um diese Unterstützung zu leisten – wenn die Mitgliedstaaten das Geld treffsicher ausgeben“, erklärt Thomas Schwab, Experte für europäische Wirtschaftspolitik bei der Bertelsmann Stiftung.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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