Cellula-Robotics-Envoy Wasserstoff U-Boot AUV

Autonomes Wasserstoff-U-Boot taucht 2.000 Kilometer am Stück

Felix Baumann
Bild: Cellula Robotics

Autonome Unterwasserfahrzeuge stoßen bisher schnell an ihre Grenzen: zu kurze Reichweiten, zu viele Bergungen und zu viel Personalaufwand. Cellula Robotics hat mit dem AUV Envoy nun gezeigt, dass Wasserstoff-Brennstoffzellen diese Grenzen verschieben können. Das U-Boot legte über 2.000 Kilometer vollständig getaucht zurück.

Am 21. April 2026 veröffentlichte das Unternehmen Cellula Robotics die Ergebnisse einer Testmission seines Autonomous Underwater Vehicles (AUV). Das autonome U-Boot mit dem Namen Envoy soll eine Strecke von mehr als 2.000 Kilometern bewältigt haben.

Die Energie für diesen Einsatz stamme aus einem Wasserstoff-Brennstoffzellensystem. Die Technologie trieb das Fahrzeug während der gesamten Missionsdauer an. Laut Herstellerangaben hat das U-Boot dabei die ursprünglich veröffentlichten Leistungsspezifikationen der Plattform im Rahmen eines repräsentativen Einsatzprofils überschritten.

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Wasserstoff-U-Boot: Test ahmt Offshore-Bedingungen nach

Der Test fand in einem Profil statt, das reale Einsatzbedingungen im Meer simuliert habe. Das AUV habe sich dabei nicht auf einer einfachen, geraden Linie durch das Wasser bewegt. Während der Mission soll das autonome U-Boot mehr als 4.000 Kurven und verschiedene Manöver ausgeführt haben.

Diese Bewegungsabläufe hätten den Energiebedarf im Vergleich zu einer konstanten Fahrt deutlich gesteigert. Der Erfolg unter diesen Bedingungen soll die praktische Einsetzbarkeit der Technik belegen und Betreibern eine realistische Indikation für die tatsächlich nutzbare Reichweite im Arbeitsalltag liefern.

Auswirkungen auf den Offshore-Betrieb

Längere Tauchzeiten könnten die Effizienz von Arbeiten auf offener See deutlich erhöhen. Durch die gesteigerte Ausdauer seien seltener Bergungen und Neustarts der Fahrzeuge erforderlich. Neil Manning, CEO von Cellula Robotics, ordnete das Ergebnis ein:

Die Bedeutung dieses Ergebnisses ist nicht nur die zurückgelegte Distanz, sondern dass sie vollständig getaucht in einem Missionsprofil erreicht wurde, das reale Subsea-Operationen besser widerspiegelt. Das ist es, was die Ausdauer für Betreiber aussagekräftig macht, mit dem Potenzial für weniger Bergungen, kontinuierlichere Operationen und eine größere Effizienz offshore.

Wasserstoff als U-Boot-Antrieb

Die verwendete Brennstoffzellentechnologie entstand in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Infinity Fuel Cell and Hydrogen. Das System habe während des Betriebs Wasser als ein Nebenprodukt erzeugt. Dies unterstreiche das Potenzial für emissionsärmere Einsätze unter der Meeresoberfläche neben den reinen Vorteilen bei der Missionslänge.

William Smith, Präsident & CEO des Partnerunternehmens, bezeichnete das Ergebnis als Beleg für die Möglichkeiten der Wasserstofftechnik. Die Technologie könne die Notwendigkeit für menschliche Eingriffe bei Langstreckenmissionen senken. Laut Smith unterstütze die Lösung die Durchführung leistungsfähiger Missionen über weite Distanzen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.