Elektroautos werden immer beliebter und tauchen zunehmend auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt auf. Doch der Kauf eines gebrauchten E-Autos unterscheidet sich in wichtigen Punkten vom klassischen Verbrenner. Auf diese Aspekte solltest du unbedingt achten, wenn du dir ein E-Auto gebraucht kaufen willst.
Der Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos wächst spürbar und mit dem wachsenden Angebot sinken auch die Preise. Denn immer mehr E-Autos aus den ersten großen Zulassungswellen stehen nun auf dem Markt bereit, um weiterverkauft zu werden.
Ein gebrauchtes Elektroauto kann eine kostengünstige Alternative zum Neuwagen sein. Denn die Anschaffungspreise liegen oft deutlich unter denen vergleichbarer Neufahrzeuge.
Doch beim Kauf eines gebrauchten E-Autos gibt es andere Faktoren zu beachten als bei einem klassischen Verbrenner. Denn beim Elektroauto spielen beispielsweise der Batteriezustand, die Ladehistorie sowie die Software eine zentrale Rolle.
E-Auto gebraucht kaufen – das sind die Vorteile
Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Denn hier sind inzwischen auch immer mehr Elektrofahrzeuge zu finden.
Dabei handelt es sich oft um Leasing-Rückläufer, die bisher nur wenige Jahre auf der Straße verbracht haben und nun einen neuen Besitzer suchen. Vorteil bei diesen Fahrzeugen ist die meist überschaubare Laufleistung sowie der gute Zustand.
Auch die Preisentwicklung dürfte Käufern in die Karten spielen. Denn mit dem weiter wachsenden Angebot an Gebrauchtfahrzeugen und dem schnellen technologischen Fortschritt bei neuen Modellen ist in absehbarer Zeit nicht mit steigenden Preisen zu rechnen.
Allein im Zeitraum von Januar 2023 bis Oktober 2024 hat sich der Wert von dreijährigen E-Autos stark verringert. So lag dieser laut der Deutschen Automobil Treuhand im Januar 2023 bei 61,5 Prozent des Listenneupreises. Bis Oktober 2024 war dieser bereits auf 50,8 Prozent gesunken.
Darauf solltest du bei einem gebrauchten E-Auto besonders achten
Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos gelten jedoch andere Maßstäbe als beim Diesel oder Benziner. Statt Motorverschleiß und Abgaswerten rücken hier vor allem der Zustand der Batterie und ihre noch vorhandene Leistungsfähigkeit in den Fokus.
Denn je mehr Ladezyklen ein E-Auto-Akku bereits durchlebt hat, desto stärker ist auch seine Alterung fortgeschritten. Doch dieser Gesundheitszustand – der sogenannte „State of Health“ – der Batterie lässt sich überprüfen.
Sollten hierzu aus Wartungen und Checks nicht genügend Informationen vorliegen, empfiehlt sich ein unabhängiger Batterietest. Diesen bietet beispielsweise der ADAC an, um die tatsächliche Restkapazität und Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen zu können.
Allerdings sollten Kaufinteressierte beachten, dass es für gebrauchte Elektroautos derzeit keine staatliche Förderung gibt. So müssen Gebrauchtkäufer den Kaufpreis vollständig selbst finanzieren, was jedoch teilweise durch die inzwischen deutlich gesunkenen Marktpreise ausgeglichen werden kann.
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