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Datenschutz bei ChatGPT: Mit diesen 10 Tipps kannst du dich schützen

Beatrice Bode
Bild: Mit ChatGPT generiert (KI)

KI-Assistenten sind mittlerweile tief in unseren beruflichen und privaten Alltag eingezogen. Deshalb ist Datenschutz beim Gebrauch von Chatbots wie ChatGPT besonders wichtig. Wir zeigen dir zehn Tipps und Tricks, um deine Daten zu schützen. 

Egal ob als berufliche Stütze oder virtueller Seelenklempner: Chatbots wie ChatGPT gehören in Beruf und Alltag zum täglichen Leben der Menschen.

Doch: Während wir die Sprachmodelle täglich mit unendlichen Mengen an Informationen füttern, arbeiten Cyberkriminelle stets daran, diese Daten zu stehlen und – oft für missbräuchliche Zwecke – weiterzugeben. Um sich vor derartigen Angriffen zu schützen, ist es wichtig, die Funktionsweise von KI-Sprachmodellen zu verstehen.

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Datenschutz: So nutzt ChatGPT deine Daten

OpenAI nutzt die Daten der User für mehrere Zwecke: zum Training der KI, zur Fehlerbehebung und für statistische Analysen. Dadurch will das Unternehmen die Qualität und Leistung aber auch die Sicherheit von ChatGPT stetig verbessern.

Vor allem nach einigen Data-Breaches in der Vergangenheit investiert OpenAI viel in die Sicherheit seiner Produkte. Das Unternehmen betont auf der offiziellen Seite zur Privatsphäre der Verbraucher das Versprechen, dass sie die Kontrolle über ihre Daten behalten.

Gleichzeitig bedeutet das allerdings, dass die Sicherheit bei der KI-Nutzung eine geteilte Verantwortung ist. Während OpenAI sich vor allem um die Infrastruktur kümmert, müssen ChatGPT-User durch technische Einstellungen und bewusstes Handeln aktiv Datenschutz betreiben.

ChatGPT: Mit diesen 10 Tricks schützt du deine Daten

Eins solltest du nie vergessen: ChatGPT gibt am laufenden Band deine Daten an Server von OpenAI weiter, zumindest solange du keine entsprechenden Maßnahmen einleitest. Damit du die volle Kontrolle über deine Daten behältst, haben wir basierend auf aktuellen Sicherheitsleitfäden die zehn wichtigsten Tipps und Tricks für dich zusammengefasst.

1 . Keine sensiblen Daten teilen

Datenschutz fängt bei ChatGPT bereits vor der Eingabe des ersten Prompts an. Gib niemals sensible Informationen ein, egal ob persönlicher, finanzieller oder geschäftlicher Natur. Auf der roten Liste stehen unter anderem Passwörter, Bankverbindungen, private Adressen oder Firmengeheimnisse. Sie haben im Prompt nichts zu suchen. Behandele jedes Chat-Fenster so, als ob die ganze Welt mitlesen könnte.

2. KI-Training deaktivieren

OpenAI nutzt deine Chats standardmäßig zum Training und der Verbesserung der KI-Modelle. Um das zu unterbinden, kannst du in den Einstellungen über Datenkontrolle die Option „Das Modell für alle verbessern“ ausschalten. So verhinderst du, dass deine Gespräche zum Training künftiger Modelle genutzt werden.

3. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Schütze deinen Account vor fremden Zugriff, indem du die Multi-Faktoren-Authentifizierung aktivierst. Dazu gehst du in den Einstellungen auf Sicherheit. Für dich ist es nur ein kleiner Klick. Für Hacker bedeutet dieser Schritt eine zusätzliche Hürde.

4. Temporäre Chats nutzen

Für besonders sensible Themen solltest du den temporären Chat benutzen. Dazu klickst du im Modell-Menü auf die kleine gestrichelte Sprechblase. Temporäre Chats erscheinen nicht im Verlauf, erstellen keine bleibenden Erinnerungen und werden von OpenAI nur kurzzeitig zur Missbrauchskontrolle zwischengespeichert.

5. Hintergrundgespräche am Smartphone abschalten

Wer die mobile App nutzt, sollte die Funktion der Hintergrundgespräche deaktivieren. In den Einstellungen kannst du festlegen, ob die KI ständig auf ein Voice-Kommando wartet. Schalte es aus, um ungewollte Audio-Aufnahmen zu vermeiden.

6. Daten anonymisieren

Wenn du Textdokumente analysieren lässt oder Business-Strategien entwirfst, kannst du echte Kundennamen und sensible Daten durch Platzhalter ersetzen. Spezifische Details solltest du umschreiben. Die KI versteht den Kontext auch ohne Klarnamen, interne Informationen bleiben so geschützt.

7. Das Gedächtnis löschen

ChatGPT hat eine Memory-Funktion, mit der es sich Informationen merkt. Das ist zwar für die Personalisierung praktisch, allerdings tut es nichts für deinen Datenschutz. In den Einstellungen solltest du unter dem Reiter Personalisierung stets überprüfen, was die KI über dich gespeichert hat und von Zeit zu Zeit aufräumen.

8. Keine Drittanbieter-Konnektoren oder Plugins

Auch bei Verknüpfungen von Google Drive, OneDrive oder Plugins solltest du kritisch bleiben. Jede Verbindung ist eine potenzielle Sicherheitslücke. Nutze Erweiterungen nur, wenn sie einen echten Mehrwert bieten und du dem Anbieter vertraust.

9. Regelmäßig ausloggen und Verlauf löschen

Alte Chats, die du nicht mehr brauchst, solltest du in regelmäßigen Abständen löschen. Das gilt auch für das gesamte Archiv in den Dateneinstellungen. Je weniger Daten in deinem Profil vorliegen, desto weniger kann bei einem potenziellen Datenleck gestohlen werden. Denke auch daran, dich nach jeder Sitzung auf allen geteilten Geräten abzumelden.

10. Offizielle Apps und VPN verwenden

Nutze ausschließlich die offiziellen Apps von OpenAI und die echte Webseite. Halte im App-Store die Augen auf, um nicht an dubiose Drittanbieter zu geraten. Bist du in öffentlichen WLAN-Netzen unterwegs, solltest du deine Verbindung außerdem per VPN verschlüsseln. So schützt du deine Daten vor den Augen ungebetener Mitleser.

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Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.