Tesla ist offenbar ein wichtiger Fortschritt bei der Herstellung von Batteriezellen gelungen. Der US-Konzern hat das Trockenelektroden-Verfahren weiterentwickelt und kann seine 4680-Batterie nun mit geringeren Kosten sowie weniger Energieverbrauch herstellen.
Tesla galt lange als unangefochtener Vorreiter der Elektromobilität und als Symbol für technologischen Fortschritt. Doch das Image des Unternehmens hat in den vergangenen Jahren immer wieder gelitten. Vor allem das öffentliche Auftreten und die politischen Positionen von CEO Elon Musk haben dazu geführt, dass Tesla nicht mehr bei allen als Hoffnungsträger der Branche wahrgenommen wird.
Doch mit der jüngsten Entwicklung in der Batteriezellfertigung meldet sich Tesla als Innovationsmotor zurück. Denn der US-Konzern hat laut eigenen Angaben im aktuellen Geschäftsbericht das Trockenelektroden-Verfahren für seine Batterieproduktion weiterentwickelt und kann dieses nun auf Anode und Kathode anwenden.
Ist Tesla ein Durchbruch bei der 4680-Batterie gelungen?
Tesla selbst verkündet den technologischen Meilenstein in seinem Geschäftsbericht für das 4. Quartal: „Wir produzieren nun Trockenelektroden für 4680-Zellen, wobei sowohl Anode als auch Kathode in Austin hergestellt werden.“
Der Konzern fertige seine Batteriezellen nun vollständig im sogenannten Trockenelektrodenverfahren. Dieses gilt als besonders anspruchsvoll und schwer umzusetzen, bringt aber auch zahlreiche Vorteile mit sich. „Die Herstellung von Trockenelektroden senkt Kosten, Energieverbrauch und Fabrikkomplexität und erhöht gleichzeitig die Skalierbarkeit erheblich“, schreibt Tesla dazu bei X.
Mit dem nun eingereichten Patent deutet vieles darauf hin, dass Tesla eine der zentralen Hürden der modernen Batteriefertigung überwunden hat. Bereits seit einigen Jahren nutzt Tesla diese Technologie bereits für die Anode.
Bei der Kathode hingegen gab es bisher noch Schwierigkeiten, weshalb hier weiterhin nass beschichtet wurde. Das wiederum erforderte jedoch energieintensive Trocknungsöfen und den Einsatz von toxischen Lösungsmitteln, die Tesla durch die Weiterentwicklung nun wohl einsparen kann.
Trockenelektroden-Verfahren soll in die Massenproduktion
Tesla stellt in seinem Geschäftsbericht außerdem klar, dass es sich bei der neuen Produktionsmethode nicht um ein Pilotprojekt handelt. In seiner Batteriefabrik in Austin sei das Verfahren für die 4680-Zellen bereits in der Massenproduktion im Einsatz.
Die 4680-Zellen sollen künftig auch wieder in Teslas Model Y zum Einsatz kommen. Der US-Kozern hat die Zellen mit 46 mm Durchmesser und 80 mm Höhe hier bereits versuchsweise angewendet, aktuell werden die sie aber nur im Cybertruck verbaut.
Künftig soll sich das wieder ändern, vermutlich auch aufgrund der eher verhaltenen Verkaufszahlen des Cybertrucks. Welche Modelle des Model Y die neuartige Zelle enthalten werden, ist noch nicht bekannt.
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