Der Mobile World Congress 2026 (MWC 2026) in Barcelona zeigt deutlich, dass die Hardware-Innovationen wieder an Fahrt aufnehmen. Zwischen KI-integrierten XR-Brillen und neuen Formfaktoren bei Foldables kristallisieren sich fünf klare Highlights heraus, die den Markt im kommenden Jahr prägen könnten.
Google XR: Die Rückkehr der Datenbrille mit Gemini-Power
Google hat auf dem MWC eine XR-Brille demonstriert, die optisch kaum von einer herkömmlichen Brille zu unterscheiden ist, jedoch ein Display direkt auf das rechte Auge projiziert. Im Kern steht die tiefe Integration des KI-Assistenten Gemini. In einer Live-Demo konnte die Brille per Kamera ein Gemälde analysieren, den Künstler identifizieren und über die integrierten Lautsprecher passende Musik von YouTube Music abspielen. Auch Google Maps ist direkt im Sichtfeld nutzbar, per Nano-Banana konnten Objekte direkt in ein von der Brille aufgenommenes Foto gesetzt werden.

Obwohl das Produkt bereits auf der letzten Google I/O im letzten Jahr angeteasert wurde, bleibt die Markteinführung noch vage. Es ist unklar, ob Google die Brille unter eigener Flagge oder in Kooperation mit Partnern wie Samsung veröffentlicht. Preis und Verfügbarkeit wurden bisher nicht offiziell kommuniziert.
Motorola Razr Fold: Akku-Riese im faltbaren Segment
Mit dem Razr Fold liefert Motorola ein faltbares Smartphone ab, das vor allem durch seine technischen Eckdaten beeindruckt. Herzstück ist der neue Snapdragon 8 Elite der fünften Generation, flankiert von einem für Foldables ungewöhnlich großen 6.000 mAh-Akku. Dieser kann auch mit 80 Watt schnell wieder aufgeladen werden. Auf der Rückseite verbaut Motorola drei Flaggschiff-Kameras, die bis zu 100-fach zoomen können.

Besonders hervorzuheben ist die dedizierte „Moto AI“-Taste und das Versprechen von sieben Jahren Android-Updates, was die Langlebigkeit des Geräts unterstreichen soll. Das Razr Fold ist nach IP49-Standard gegen Staub und Wasser geschützt und soll im April 2026 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.999 Euro erscheinen.
Leica Leitz Phone: Das Kamera-Smartphone mit haptischem Zoom
In einer engen Kooperation zwischen Leica und Xiaomi entstand das neue Leitz Phone, welches auf dem Xiaomi 17 Ultra basiert. Das Gerät positioniert sich mit einem Preis von 2.000 Euro im absoluten Premium-Segment. Die technische Ausstattung umfasst 16 GB RAM, 512 GB Speicher und ein 6,9 Zoll großes Display.

Das Alleinstellungsmerkmal ist die Kamera-Hardware: Ein physischer Ring am Kameragehäuse erlaubt es, den Zoom haptisch zu steuern. Das System besteht aus einer 200-MP-Zoomkamera, einer 50-MP-Hauptkamera und einem 50-MP-Ultraweitwinkel, ergänzt durch die typischen Leica-Filter für eine spezifische Bildästhetik.
Honor MagicPad 4: Schlankes Tablet als PC-Ersatz
Honor präsentiert mit dem MagicPad 4 das nach eigenen Angaben dünnste Android-Tablet auf dem Markt. Für einen Preis von 699 Euro (UVP) bietet es ein 165-Hz-OLED-Display und einen 10.000 mAh starken Akku. Honor positioniert das Gerät explizit als „Companion“ für MacBook- oder iPhone-Nutzer, was durch Funktionen wie den einfachen Dateiaustausch und die Nutzung als Zweitbildschirm verdeutlicht wird.

Die Software-Oberfläche wurde stark in Richtung einer PC-Nutzererfahrung optimiert, um produktives Arbeiten mit Stift und Tastatur zu ermöglichen. Unter der Haube arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 5.
Samsung Galaxy Z Tri-Fold: Zehn Zoll für die Hosentasche
Nach dem Release in den USA und Korea zeigt Samsung nun auch auf dem MWC das Galaxy Z Tri-Fold. Durch die doppelte Faltung erreicht das Gerät im aufgeklappten Zustand eine Displaydiagonale von 10 Zoll. Das Format ist so optimiert, dass Videos ohne schwarze Balken dargestellt werden können und drei Apps komfortabel nebeneinander Platz finden.

Trotz des komplexen Formfaktors integriert Samsung ein Kamerasystem mit 200-MP-Hauptsensor, Ultraweitwinkel und Telefoto. Mit einem Preis von 2.899 US-Dollar bleibt das Tri-Fold jedoch vorerst ein Luxusobjekt für Early Adopter; ein offizieller Termin für den deutschen Markt steht noch aus.
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