Apple macht mit dem neuen Kreativ-Abo „Creator Studio“ seine Tools für Video, Musik und Design künftig in einem Software-Bündel im monatlichen Abo verfügbar. Damit greift der US-Konzern gezielt Platzhirsch Adobe an, bei dem die Creative Cloud bereits seit Jahren im Abo erhältlich ist. Doch was bietet das Angebot von Apple und kann es mit Adobe mithalten?
Die Creative Cloud von Adobe mit Apps wie Photoshop, Indesign und Co. hat mit seinem Abo-Modell klassische Einmalkäufe im Bereich von Kreativsoftware weitgehend abgelöst. Inzwischen stellt die Creative Cloud einen Großteil des Gesamtumsatzes des Unternehmens dar.
Allein im Geschäftsjahr 2024 konnte Adobe mit seinem Creative Cloud-Angebot einen Nettoumsatz von rund 12,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Damit hat sich der Nettoumsatz innerhalb von fünf Jahre nahezu verdoppelt, denn im Jahr 2019 lag die Zahl noch bei 6,48 Milliarden US-Dollar.
Mit dem neuen Creator Studio folgt nun auch Apple diesem lukrativen Modell und bündelt seine Kreativ-Tools erstmals in einem monatlichen Abo. Wir haben zusammengetragen, was sich nun für Nutzer ändert.
Creator Studio: Was bietet das Kreativ-Abo von Apple?
Apple hat in seinem neuen Abo alle hauseigenen Kreativ-Apps zusammengefasst. Künftig sind also die folgenden Apps in einem Bundle im Abo erhältlich:
- Final Cut Pro für Mac 12.0
- Final Cut Pro für iPad 3.0
- Logic Pro für Mac 12.0
- Logic Pro für iPad 3.0
- Pixelmator Pro für Mac 4.0
- Pixelmator Pro für iPad 4.0
- Motion 6.0 (Mac)
- Compressor 5.0 (Mac)
- MainStage 4.0 (Mac)
- Pages 15.1 (Mac, iPad und iPhone)
- Numbers 15.1 (Mac, iPad und iPhone)
- Keynote 15.1 (Mac, iPad und iPhone)
Während Keynote, Pages, Numbers und Freeform weiterhin für alle Mac-Nutzer kostenlos bleiben, erhalten die Apps im Abo zusätzliche Funktionen. Dazu gehören laut Apple Premium-Vorlagen, eine Bibliothek mit hochwertigen lizenzfreien Fotos und Grafiken sowie KI-Funktionen.
Die Apps können wie gehabt ganz normal über den App Store heruntergeladen werden. Dabei kannst du wählen, ob du alle Apps im Paket auf einmal oder Apps einzeln herunterladen möchtest.
Im Gegensatz zu Adobe bietet Apple auch weiterhin die Möglichkeit, trotz des Abos Lizenzen für einzelne Apps zu erwerben. Möchtest du also beispielsweise nur Final Cut Pro nutzen, kannst du diese App weiter über einen einmaligen Kauf erwerben.
Das gilt jedoch nicht für die iPad-Apps. Pixelmator Pro für iPadOS beispielsweise ist ausschließlich als Teil des neuen Kreativ-Abos von Apple erhältlich. Für Nutzer, die bereits Lizenzen für Apps wie Logic Pro, Pixelmator Pro oder MainStage erworben haben, ändert sich hingegen nichts. Sie können ihre Versionen weiterhin verwenden und müssen kein Abo abschließen.
Diese KI-Funktionen bietet das Kreativ-Abo von Apple
Apple hat nach eigenen Angaben „leistungsstarke KI Features“ in seine Apps integriert. Diese bauen zwar laut Apple „auf Apple Intelligence auf“, werden allerdings von OpenAI unterstützt.
Die Intelligence-Funktionen im neuen Kreativ-Abo unterliegen außerdem einigen Nutzungsbeschränkungen. Diese hängen allerdings laut Apple von „der Komplexität der Abfragen, der Serververfügbarkeit und der Netzwerkverfügbarkeit“ ab.
Nutzer können pro Monat laut Apple mindestens 50 Bilder generieren, 50 Präsentationen (mit jeweils etwa acht bis zehn Folien) erstellen und Moderatornotizen für 700 Folien generieren. Der Status ist dabei jederzeit über das Menü der jeweiligen Programme einsehbar.
Apple weist darauf hin, dass in den Apps versendete Inhalte „niemals zum Trainieren von Intelligence-Modellen verwendet“ werden. Die Funktionen können außerdem nicht in den eigenen ChatGPT-Account integriert werden.
Was kostet das Kreativ-Abo von Apple?
Apple bietet sein Creator Studio beim Kauf eines neuen iPads oder Macs drei Monate kostenlos an. Zusätzlich gibt es zwei verschiedene Abo-Modellen.
Nach einem kostenlosen Probemonat kostet das Abo für neue Nutzer entweder 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro im Jahr. In dieser Variante ist es möglich, über die Familienfreigabe mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern gemeinsam auf ein Abo zuzugreifen.
Für Studierende und Lehrkräfte ist die Familienfreigabe zwar nicht verfügbar, dafür erhalten sie deutlich günstigere Konditionen. Nach Ablauf des kostenlosen Probemonats kostet dieses Abo nur 2,99 Euro im Monat oder 29 Euro im Jahr.
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