Strom, Heizung, Wasser, Müll: Die Nebenkosten sind für viele deutsche Haushalte im Prinzip wie eine zweite Miete. Die Kosten steigen immer weiter, und eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Mieter in der BRD am tiefsten in die Tasche greifen müssen.
Dass die Mieten immer teurer werden, ist häufig ein Thema in den Medien. Doch nicht nur die Vermieter halten die Hand auf, sondern auch die Versorger, die über die sogenannten Nebenkosten abgerechnet werden. Auf der Nebenkostenabrechnung stehen je nach Vertrag die Kosten für Strom, Heizung, Wasser und die Müllentsorgung. Je nach Wohnort fallen diese Posten sehr unterschiedlich aus – und leider hat Deutschland einige Vertreter ganz oben in der Liste.
Darum sind die Nebenkosten in Deutschland so hoch
Das Deutsche Bank Research Institute veröffentlicht einmal im Jahr den Bericht „Mapping the World’s Prices“, der die Lebensqualität, Löhne und Lebenshaltungskosten in den wichtigsten Städten der Welt vergleicht. In Bezug auf die Nebenkosten werden die durchschnittlichen monatlichen Grundkosten für eine Wohnung mit 85 Quadratmetern berechnet. Als Basis für die Studie dient das Portal Numbeo, das seine Daten per Crowdsourcing sammelt.
Referenzpunkt für alle anderen Städte ist New York. Hier werden im Monat 252 US-Dollar für die Nebenkosten fällig. Alle Vertreter in unserer Top Ten liegen deutlich über diesem Wert. Am unteren Ende der Skala befinden sich Kairo (Ägypten) und Bangalore (Indien), wo jeweils nur 28 US-Dollar anfallen. Natürlich ist das Einkommen der Bürger hier auch deutlich niedriger. Auffällig günstig sind zudem viele asiatische Großstädte wie Shanghai, Tokio und Seoul.
Dass vor allem mitteleuropäische Städte die Rangliste dominieren, ist vermutlich ein Erbe der Energiekrise sowie der Abkehr von russischem Gas. In der Gehaltstabelle desselben Berichts taucht an der Spitze übrigens keine einzige deutsche Stadt unter den besten fünf auf. Im Verhältnis sind die Nebenkosten bei uns also extrem hoch. Welche konkreten Orte es in die Top Ten geschafft haben, verraten wir in folgendem Ranking.
Platz 10: Birmingham
In Birmingham zahlen Mieter im Durchschnitt monatlich 334 US-Dollar für die Grundversorgung. Das sind 32 Prozent mehr als in New York. 2012 rangierte die englische Industriestadt noch auf Platz vier. Seit 2019 haben sich die Kosten mehr als verdoppelt, trotzdem geht es im Vergleich nach unten.










