Blog

Google-CEO Eric Schmidt: Verfechter eines analogen Alltags?

Thema: Ideen, Internet, 19.05.2009

google_analog

Gestern Morgen an der University of Pennsylvania: Rund 6.000 Absolventen sind zusammengekommen, um ihren akademischen Abschluss zu feiern. Am Rednerpult steht Eric Schmidt, seines Zeichens Google-Chef (und der 146. reichste Mann der Welt). Doch was Schmidt von sich gibt, überrascht – mich zumindest: “Schaltet eure Computer aus. Eigentlich müsst ihr auch die Handys ausschalten, um alles Menschliche um uns herum erkennen zu können. Nichts schlägt das Gefühl, die Hand eures Enkels zu halten, während er seine ersten Schritte geht.” Ein starkes Plädoyer für den Boss eines Unternehmens, das davon lebt, dass Millionen von Menschen täglich ihre Zeit im Netz verbringen. Die Associated Press nennt Schmidts Ratschlag gar ein Plädoyer für den “Abschied von der virtuellen Welt, um menschliche Verbindungen einzugehen”.

Dennoch konnte Schmidt es natürlich nicht unterdrücken, ein wenig Prophetie für die Online-Branche zu betreiben: In den kommenden zehn Jahren würde die Technologie so weit fortgeschritten sein, dass es möglich sei, Filmmaterial in einer Gesamtlänge von 85 Jahren auf einem iPod zu speichern. Die Absolventen sollten sich durch die Weltwirtschaftskrise nicht entmutigen lassen – immerhin seien solche Zeiten auch gute Zeiten für Innovationen: “Rice Krispies, Twinkies und Bierdosen sind mitten in der Großen Depression erfunden worden”, meinte Schmidt.

(André Vatter / Bild: Boomerang)


     

Artikelzusatzinfos
3. Artikelstatistik:
· read: 4866 · today: 4 · last: 14. February 2012

Trackback URI | Comments RSS

10 Kommentare zu “ Google-CEO Eric Schmidt: Verfechter eines analogen Alltags? ”

  1. #1 Andy [www] schrieb

    Die Aussage, dass es in den kommenden Jahren möglich sein sollte Filmmaterial von 85 Jahren auf einen iPot zu bekomen gefällt mir.

    Aber gibt es da dann noch iPot´s?

  2. #2 VioWorld – Hagen [www] schrieb

    Das sehe ich auch so. Wer Kinder hat, findet ohnehin nicht viel Zeit zum Twitterm :-)

  3. #3 Roberto [www] schrieb

    Also ich versteh die Worte von Schmidt eher so dass die Menschen die Dinge wie Computer, Handys und alles was dazu gehört eher als eine Art “Lebenserleichterung” sehen sollen. Nicht als Essenziell!

  4. #4 Leilah [www] schrieb

    Und immer nur virtueller Cybersex – der Mann hat völlig Recht, von wegen “abschalten”!

  5. #5 Paul schrieb

    Geht mir genauso, finde ich super dass ein Führender der IT-Welt das mal so deutlich sagt!

  6. #6 Julian [www] schrieb

    JA da spricht mal jemadn ein wahres Wort.

  7. #7 BlogKoloss.de | Postkarten die Geschichten erzählen [www] schrieb

    [...] für das Internet bzw. einer Seite im Netz zu verwenden. Die Seite Basicthinking hatte auch einen Beitrag mit einem entsprechenden Bild für eine Google Anfrage per Post, wobei es in dem Artikel eigentlich um etwas anderes ging. In [...]

  8. #8 BlogKoloss.de | [www] schrieb

    [...] für das Internet bzw. einer Seite im Netz zu verwenden. Die Seite Basicthinking hatte auch einen Beitrag mit einem entsprechenden Bild für eine Google Anfrage per Post, wobei es in dem Artikel eigentlich um etwas anderes ging. In [...]

  9. #9 tomek [www] schrieb

    Die Einstellung sollten wir wirklich mal überdenken. Da ist was dran….

  10. #10 christliche singlebörse [www] schrieb

    Was währe wenn wir wirklich alles auschalten würden. Steinzeit ???


Dein Kommentar?

(Eingabe von Name, Mail und Webadresse ist freiwillig)