Onlinewerbung: Hoher Anstieg, aber mieses Niveau

Robert Basic

via Hugo E. Martin, der auf die neueste Nielsen Pressemeldung (.pdf) eingeht (siehe Nielsen Media Research für weitere Meldungen), daß 2005 der Onlinewerbekuchen um fast 1/3 zugenommen hat. Nielsen schreibt:

Statt der für das Jahr 2005 erfassten 19,1 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen in den klassischen Medien addieren sich nun zusätzlich Direct Mail mit einem Volumen von 2,96 Milliarden Euro, Online mit 410 Millionen Euro und Kino mit 86 Millionen Euro zu einem Gesamtmarkt von insgesamt 22,6 Milliarden Euro (Plus 6,7 Prozent) aller von Nielsen Media Research erfassten Medien…. Für den Online-Markt ermittelt Nielsen Media Research für 2005 Bruttowerbeaufwendungen in Höhe von 410 Millionen Euro. Dieses entspricht einem Plus von 32,8 Prozent bzw. mehr als 100 Millionen Euro. Damit weist das Medium Online die stärkste prozentuale Wachstumsrate aller von Nielsen Media Research erfassten Medien auf. „Der Online-Werbemarkt schließt mit einem Rekordniveau in 2005 ab. Dies liegt auch daran, dass Dank schnellerer Internet-Verbindungen und den zunehmend attraktiven Angeboten an Internet-Services die Internet-Nutzung deutlich gesteigert werden konnte… Besonders stark fiel das Wachstum der Online-Werbespendings für die Online-Dienstleistungen (Plus 23 Millionen Euro bzw. 39,5 Prozent auf 82 Millionen Euro) aus. In diesem Bereich sind insbesondere die Online-Vermittlungsdienste hervorzuheben, die ihre Werbeaufwendungen im Online-Markt um knapp 185 Prozent steigerten, wobei ein Großteil dieses Wachstums vom Online-Partnervermittlungsunternehmen meetic.de stammt, welches in diesem Medium seine Werbeinvestitionen um 570 Prozent auf 5,7 Millionen Euro steigerte. Weiterhin haben die Bereiche Finanzdienstleistungen (Plus 14 Millionen Euro bzw. 61,2 Prozent auf 37 Millionen Euro) und Telekommunikation (Plus 13 Millionen Euro bzw. 54,4 Prozent auf 37 Millionen Euro) im Online-Markt verstärkt geworben.

Er fragt sich angesichts eines vergleichenden Blicks auf die absoluten Zahlen (Ausgaben für klassische Werbung beziffern sich auf 22 Mrd Euro gegenüber 410 Mio Euro im Onlinebereich):

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– Ist Werbung in Klassischen Medien erfolgreicher?
– Wissen die Werbetreibenden (und Ihre Agenturen) nicht wie es und was geht?
– Gibt es dort zu wenige attraktive Plätze
– Ist Online-Werbung einfach nur zu billig?
– Springt bei der Effizienz von Online-Werbung zu wenig Honorar heraus?
– Macht Online-Werbung einfach zuviel Arbeit?
– Bringt Online-Werbung bei denen die Online sind keinen Nutzen (mehr)?
– Könnten Werbetreibende soviel Resonanz nicht händeln?

Ich denke, daß es beides ist. Einerseits springt zu wenig Honorar heraus und andererseits wissen viele Firmen nicht, wie und wo man gezielt bzw. gestreut Werbung machen soll.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.