Wenn Kunden zu Alkoholikern werden

Robert Basic

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auf dem neuen Blog der Firma BlueBuy wurde wohl eine der kreativsten Kundenbeschwerden, die ich persönlich jemals gesehen habe, veröffentlicht:

Hallo liebes Bluebuy-Team

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ich mal wieder fernsehn wollte“€¦
Diese Entscheidung traf ich bereits letztes Jahr. Sodann setzte ich mich vor das Internet um einen Digitalen DVBT-Reciever zu bestellen. Es verschlug mich auf die Seite einer Firma namens Bluebuy, ich bestellte, überwies den angegebenen Betrag auf ihr Konto und setzte mich schonmal in meinen Sessel, um mir eine schöne warme Sitzmulde für spätere Fernsehabende ins Polster zu drücken. Dabei blätterte ich schon mal voller Erwartung in der Fernsehzeitung für die kommende Woche. Diese hatte ich, wie sich schon bald herausstellte, völlig umsonst gekauft…>>

Das BlueBuy-Blog ist ein weiteres Blog eines E-Commerce Anbieters, der via eBay und per Shop seine Waren vertickert und ein Blog als weiteren Kanal verwendet. Welche weiteren Blogs gibt es denn noch? Siehe Liste.

Wozu das Blog dienen soll? Das wird hier erklärt. Gerade für eBay-Powerseller ist ein Blog ein prima Weg, sich ein Gesicht zu geben und dem Kunden die Möglichkeit zu geben, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, was nur mittels dem anonymen Versteigerungsgeschwurbele nicht easy ist.

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Bei Martina Kausch kann man in den Kommentaren u.a. heisse Diskussion zwischen Ralf von Neun12 und Ute, der Initiatorin des Blog, zum Werden des BlueBuy-Blogs verfolgen. Dort geht es mehr um die Grundsatzfrage, ob eigentlich Unternehmensblogs überhaupt jemals funktionieren können. Also Fragen, mit denen man sich seit Urzeiten in der Bloggeria beschäftigt. Was lernt man daraus, ausser dass die Diskussion ewig lang geworden ist? Es steht imho ausser Frage, dass Kunden ein berechtigtes Interesse haben, sich auch via Weblog über ein Unternehmen zu informieren, man kann sich aber vorzüglich über die Ausgestaltung der Bloginhalte anregend unterhalten. Bei solchen Überlegungen wie auch Diskussionen im Vorfeld sollte man nicht vergessen, dem Blog ein Ziel vorzugeben und sich danach auszurichten. Das schärft den Blick fürs Wesentliche und so muss man sich nicht irritieren lassen von kritischen Anmerkungen wie „Marketing-Blogs können nicht funktionieren da die Beiträge „€œgekauft“€? sind. Nur weil auf einer Webseite Beiträge in chronologischer Reihenfolge erscheinen, ist es noch lange kein Blog. Auch dann nicht, wenn der Schreibstil etwas persönlicher ist. Blödes Boohay und dummes Gegrunze einiger PR- und Marketing-Fuzzis, die mal wieder eine tollen neuen Weg gefunden haben wie sie ihren Kunden das Geld aus der Tasche ziehen können.

So sehr ich Ralf für seine Offenheit schätze, so sehr liegt Ralf in der Herabwürdigung des Kunden falsch. Wenn der Kunde bzw. potenzielle Kunde via Weblog sich über die Produkte, die Firma, die Abläufe und die Personen dahinter ein besseres Bild machen kann, das ihn in seiner Kaufentscheidung unterstützt, desto geringer ist das Vertrauensproblem. Umgekehrt, erscheint ihm auch auf dem Weblog irgendwas nicht koscher, kann er entweder via Kommentaren nachhaken (das nennt sich bei Weblogs Dialog, wenn der denn zugelassen wird, wenn nicht, ist das schrecklich dumm mE seitens der Firma) oder aber er zischt gleich ab. Mit Vertrauen geht auch häufig das Thema Sympathie einher. Für viele Anti-Firmenblogger ist dies das Killerargument schlechthin, dass Firmenblogs auf Sympathie machen und dadurch den Kunden erst Recht zum Kauf anregen. Ja, sakra…. kaufe ich als Kunde bei einem schleimigen Arschloch ein oder gehe ich doch nicht lieber zu dem, der nebst guter Ware noch dazu nett herüberkommt? Tstststs… So oder so, das Weblog ist eine faire Chance für beide Seiten, sich zu beschnuppern. Sorry, dass die meine Erklärungswelt nicht so komplex erscheinen will, wie sie wahrheitssuchende Ralfs oder aber Komplexität heischende PR-Beraterfuzzis manchmal darstellen wollen.

Disclaimer
Bluebuy wird demnächst bei mir Werbung schalten. Das hindert mich nicht zu sagen, dass ich Ute, die Blogmacherin, gut leiden mag, weil sie so herrlich frisch, impulsiv und österreichisch daherkommt. Wenn sie mit ihrem Weblog Bockmist baut, bekommt sie es ebenso zu hören, sollte mich das irgendwie interessieren, umgekehrt aber genauso. Insofern sind auch meine Anmerkungen via Ralfs und pauschalen Aburteilern von Firmenblogs zu verstehen: So wie ich pauschal der Meinung bin, dass Weblogs eine der genialesten Erfindungen seit dem Internet gibt, hacke ich gerne auf den Kritikern der Weblogs herum, weil die sich oftmals anstellen wie der Hund zum Kacken, wenn es um eines der einfachsten Dinge im Web geht, Weblogs, was sonst.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.