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Bloggen zum rechten Zeitpunkt?

SEO-United will erfahren haben, dass Google relativ einfach anhand der Veröffentlichungszeitpunkte ableiten kann, ob ein Blog professionell betrieben wird, was sich auf das Ranking auswirken soll – „Die Google Stechuhr„:

Angeblich ist es so, dass jedem Weblog eine Art `Verlaufsschema´ zugewiesen wird. Bei bekannten Newsblogs z.B. wird ein Großteil der Beiträge morgens oder zumindest während der regulären Arbeitszeit veröffentlicht, Betreiber von Hobbyblogs dagegen stellen ihre Beiträge sehr oft außerhalb der regulären Arbeitszeit, z.B. abends oder am Wochenende ein. Durch diese Einstufung ist es Google sehr schnell möglich, professionell betriebene Weblogs von Hobbyblogs zu unterscheiden.

Wie auch immer, an sich ist das wurstegal imho, ob Google das berücksichtigt oder nicht. Beim Aufbau einer Stammleserschaft ist es wichtiger zu wissen, wann der Leser gerne sein Futter hingestellt bekommen möchte. Das hängt natürlich auch von der Art der Informationen ab. Sollte die Aktualität keine Rolle spielen, ist es egal, wann man bloggt. Je wichtiger die Aktualität wird, desto mehr sollte man auf den Zeitpunkt achten, wann man bloggt.

Spezielle Blogbeiträge, die auf topakuten Themen aufbauen, müssen stundengenau veröffentlicht werden (zB wenn sie TV-Themen aufgreifen). Der Veröffentlichungszeitpunkt ist hier extrem wichtig. Es gibt auch typische Berufsleser-Blogs, die eher am Vormittag und Nachmittag gelesen werden und demnach dem Veröffentlichungszeitpunkt immer noch ein hohes Gewicht beigemessen werden sollte. Bei anderen Blogs spielt das Wochenende eine große Rolle (hier spielen die bleibenden Artikel eine ungleich größere Rolle). Da kommt es weniger auf den Veröffentlichungszeitpunkt an. Natürlich kommt es nicht nur auf die Aktualität an, auch wenn diese wichtig ist.

Es bieten sich genügend Variationsmuster an, um einen gewissen Grad an Zeitunabhängigkeit zu erreichen. So könnte man zuerst ein aktuelles Topic kurz und bündig anbloggen – um den Bedürfnissen der Fastfoodlesergruppe gerecht zu werden- und erst später -zB kurz vor Feierabend- in einem Folgeposting etwas mehr analytisches Tiefenfutter nachreichen (um damit der anderen Lesergruppe gerecht zu werden, die prinzipiell mehr auf Analysen Wert legt). Oder O-Töne einholen. Oder oder oder…

Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

33 Kommentare

  • Irgendwie ist es bei mir schon immer so, dass ich sehr oft meine Beiträge am nächsten Tag zwischen 7 und 10 Uhr morgen veröffentliche, statt dann wenn ich Sie fertig geschrieben habe.

    Also mach ich mich damit zu einem professionellen Blogger, obwohl ich ein HobbyBlogger bin?

    Ist die Unterscheidung für Google eigentlich interessant?

    Unterscheidet sich der Content der beiden Gruppen signifikant?

  • Und woher will Google wissen in welcher Zeitzone der Blogger sitzt? Google kann ja bestenfalls erkennen in welcher Zeitzone der Server sitzt und damit berechnen zu welcher Zeit der Eintrag gemacht wurde, aber das war’s dann ja auch. Wenn nun der Server in den USA steht und der Blogger in Europa sitzt, vielleicht sogar aus Jux und Dollerei die „Blogzeit“ auf Asien gestellt ist, was dann?

  • tja, keine Ahnung, die Aussage auf SEO UNited sind mehr als wackelig, aber wat solls, selbst wenn Google darauf achten würde, wäre es lediglich ein kleiner Faktor von vielen

  • Sorry, aber das so ziemlich der größte Quatsch im Bezug auf Google und Blogs den ich je gehört habe.

    Was genau sollte Google denn davon haben?

  • Hallo,

    wenn überhaupt, geht es wahrscheinlich um die Grobe Einstufung/Unterscheidung von redaktionell bzw. eben eher laienhaft geführten Weblogs.

    Die genannten Fragen lassen sich z.B. auch auf Google Flu Trends übertragen. Woher will Google wissen, dass ich nicht aus Spaß nach Hustensaft oder Nasentropfen gesucht habe?

    Bei Google ergibt alleine die Masse der gesammelten Daten eine Verlässlichkeit bei den unmöglichsten Fragestellungen…

    Grüße

    Gretus

  • @robert: seo united versucht auch hin und wieder aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. 😉 daher sind deren fakten auch manchmal etwas reißerisch.

  • Es gibt schon einen Zusammenhang bei dem ein solches Verlaufsranking für Google interessant sein könnte. Aber nicht im automatisch erstellten Suchmaschinenranking, sondern bei den Google News. Aufnahmeanträge dafür werden anscheinend manuell geprüft und zu den Kriterien gehört auch folgendes:

    Sites, die von einer Organisation mit mehreren Autoren und Bearbeitern geschrieben und gewartet werden.

    Nicht immer ist auf einer Seite selbst klar ersichtlich, ob dahinter mehrere Autoren oder eine Organisation steckt (in Deutschland oft durch Impressumspflicht eher leicht herauszufinden, aber schaut euch einfach mal bei US-Anbietern gehostete Blogs an… meist schwer zu sagen wer der Betreiber ist). Erstellt Google nun im Hintergund eine solche Timeline kann sie sicher als ein Kriterium (von vielen) bei der manuellen Prüfung zu Rate gezogen werden.

    Nur mal so als Gedankenspiel über Sinn und Unsinn eines solchen Postingverlaufs… es muss nicht immer alles mit dem Ranking zu tun haben 😉

  • Also ich veröffentliche i.d.R. dann wenn ich fertiggeschrieben habe. Meinen „scheduled posts“ weise ich allerdings eine dem Datum entsprechende Uhrzeit zu. Also zwischen 01:01 Uhr (wenn der Post am 1. Januar rausgeht) und 12:31 Uhr (für den 31. Dezember).

    So kann ich im Nachhinein noch erkennen, was „live“ und was „scheduled“ war. Meistens jedenfalls.

    Und was kann Google daraus erkennen..?

  • Der Zeitpunkt, wann Postings veröffentlicht werden, dürfte für Google meiner Ansicht nach relativ irrelevant sein. Wichtiger ist da eher, wie die Reputation dieses Blogs aussieht, wie viele Leute auf diese Seite verlinken und vor allen Dingen: Wie oft neue Beiträge eingestellt werden. Eine Seite, die täglich mehrere neue Beiträge einstellt wird meiner Ansicht nach von Google natürlich höher gewertet als eine Seite, die 1mal pro Woche neue Inhalte einstellt. Ähnlich verhält es sich mit dem Alter der Seite und was sonst noch damit zusammenhängt.

    Die Geschichte von wegen „spät posten“ ist meiner Ansicht nach irrelevant. Im Internet gibt es keinen Sendeschluss mehr wie anno…ähm…wie vor einigen Jahren im Fernsehen :-))

  • Hm, keine Ahnung ob das wirklich einen Einfluss hat. Rein gefühlsmäßig sehe ich keinen Unterschied beim Ranking meiner Postings, egal ob mitten am Tag oder mitten in der Nacht eingestellt. Glaube auch nicht, dass ich da in Zukunft groß drauf achten werden, der Post geht halt online wenn ich ihn geschrieben habe. (Vielleicht mal abgesehen von „scheduled posts“ für Feiertage oder ähnliches, die ich schon eher vorbereitet habe)

  • Ich persönlich halte das auch für absoluten Quatsch. Ich glaube nicht das der Veröffentlichungszeitpunkt einen Einfluss auf das Ranking bei Google hat. Zumal man dadurch nicht erfahren kann, ob ein Blog professionell betrieben wird. Denn es gibt Profiblogger die ihre Posts auch erst nach der Arbeit veröffentlichen. Fakt ist aber, das Google Blogs je nach Postingfrequenz, oft oder halt weniger oft besucht.

  • Oder man veröffentlicht einfach alle paar Minuten irgendwas banales halbfertiges über etwas irgendwo gelesenes. Dann kann man es sogar bis an die Spitze der A-Blogger schaffen.

  • Wollen wir es hoffen. Aber das war auch wieder halbfertig. Nicht „uiuiuiui“, das sagt doch niemand. Wenn schon, dann „uiuiuiuiui“ oder „uiuiuiuiuiuiui“.

  • Wenn einer also heimlich bei der Arbeit seine Blogposts schreibt und überhaupt mehr bloggt als arbeitet, dann gilt er für Google als Profi – ausgezeichnet. Hat aber nichts mit mir zu tun.

  • Ich denk auch nicht, dass das so große Auswirkungen hat.
    Ich poste selbst zu völlig unterschiedlichen Zeiten, dazu kommen noch die schedulded Posts, die ich immer wieder einsetze, um extreme Zeitabstände auszugleichen, wer da was rauslesen will, der hat ne Kristallkugel. ^^

  • Noch wichtiger soll ja die Länge der Wörter und Sätze, sowie die Zahl der Kommata und Gedankenstriche sein. Ein Semikolon gibt übrigens einen Bonuspunkt. Und wozu das alles? Ganz einfach: Nur wer komplizierte Wörter kennt, weitschweifige Sätze mit vielen Einschüben und Nebensätzen, gern auch mitten im Gedanken, schreibt, der hat’s sprachlich wirklich drauf und ist ein Profi. Wer hingegen nur kurze Sätze schreibt und einfach Wörter benutzt, macht das nur als Hobby. Profi-Tipp: Fremdwörter benutzen! Gibt voll den Google-Boost!!1!!!

    Wichtig ist, dass das Buchstaben/Wort-Verhältnis in der Überschrift und im Text etwa 2,78:1 ist, habe ich gehört. Allerdings gilt das nur an geraden Tagen bei Temperaturen über 10 Grad (Celsius) – ist also erst ab Frühjahr wieder relevant.

    Warnhinweis: Dieser Kommentar kann Spuren von Humor enthalten.

  • @Jan: köstlich… 😎

    Außerdem sehr wichtig ist das Blogger-Foto, wenn vorhanden. Bei Männern wird neuerdings die Gesichtsbehaarung geprüft. Nur wer den ganzen Tag bloggt und keine Zeit zum rasieren hat, ist ein ordentliches Ranking wert.

  • Also die Schwester des Bekannten der einen Freund hat dessen Cousine eine Schwester hat die mit dem Bruder des Mannes verschwaegert ist der mal Sergey Brin im Taxi gefahren hat, also ueber die habe ich mal gehoert dass auch der Stand des Neptuns im Sternbild des Widders beim Launch des Blogs ganz superextrem wichtig ist. Wenn da Saturn im Accendent ist dann wird man gleich automatisch besser gerankt weil das voll in den Google Pagerank und damit den Spezial-Blog-Algorithmus einfliesst.

  • Ich glaube ich packe mal mein altes Numerologie-Programm wieder aus. Das spuckt dann nach Eingabe des Domainnames direkt das Google-Ranking aus.

  • Ich finde die Aussage schon recht eigenartig und ausserdem wurde ja nur gesagt „angeblich …“. Aber was sollte Google damit wirklich anfangen und wenn das wirklich so sein sollte, dann halt pech gehabt.

    Ich schreibe Artikel und veröffentliche sie sofort oder manchmal halt auch morgens zw. 08:00 und 10:00 Uhr – Ergo bin ich vielleicht doch ein „Professioneller Blogger“ 🙂

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