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Absurd: Neues c't-Magazin geht mitten in der Nacht auf Sendung

Wer von euch kennt noch Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph? Ich sehe schon, einige können mit den Namen gar nichts anfangen. Aber ich liefere gerne eine Erklärung: über Jahre haben die beiden beim WDR die Sendung „ComputerClub“ moderiert und ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich sie vor einigen Tagen im Lokalfernsehen auf NRW TV wiedergesehen habe. „ComputerClub 2“ heißt ihre Show jetzt, die zwar nicht mehr so professionell wirkt, aber irgendwie noch immer den gleichen Charme hat. Und noch etwas Neues gibt es aus dem Bereich der Computer-TV-Sendungen. Das „c’t magazin“ wird ab Ende Februar auf einem zusätzlichen Sender ausgestrahlt.

Das Positive vorweg: ab dem 23. Februar gibt’s das Magazin nicht nur mit dem bekannten 30 Minuten-Konzept im hr fernsehen und in einer Wiederholung beim RBB und bei Eins Plus. Vielmehr wird auch eine komplett neue 45-minütige Extra-Ausgabe auf 3sat zu sehen sein. Die soll dann etwas technischer ausfallen als das bekannte Konzept. Das Problem ist jedoch, dass es jeden Montagmorgen erst um – und das ist kein Witz – 3:55 Uhr losgeht. Video- oder DVD-Recorder programmieren ist also angesagt.

Ich frage mich ernsthaft, wer sich diesen Programmplatz ausgedacht hat. Da wird aufwendig eine eigene Sendung produziert und dann so ein absurder Start in den frühen Morgenstunden zu Wochenbeginn. Kann ich irgendwie nur den Kopf drüber schütteln.

(Hayo Lücke)


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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

26 Kommentare

  • Wäre gut, wenn die Sendung als Videopodcast zu Verfügung gestellt würde. Besonders aufgrund des Sendetermins bei 3sat – sonst guckt das doch keiner.

  • Ist doch klar! Die Zeit ist genau richtig für Geeks, die vorm Schlafengehen noch ein wenig Fernsehen wollen, aber das übliche Nacht-Programm sie nicht anspricht.

  • 3:55 Uhr ist schon ein bisschen gemein, und NRW-TV auch. Da habe ich die beiden neulich beim Zappen auch fassungslos entdeckt. Andererseits muss aber auch die Frage erlaubt sein, wen außer Nerds der nerdige „Charme“ der beiden ansprechen soll. Erfahrungsgemäß – okay, jetzt werde ich gemein – hat man unter der anvisierten Zielgruppe um 3:55 Uhr wohl mehr Zuschauer als in allen anderen Zielgruppen. 🙂

    Was ich nur schade finde, ist, dass Videocasts aus dem Internet im Fernsehen fast keine Chance bekommen. Nur 3sat scheint da eine Ausnahme zu sein, siehe Sixtus vs Lobo. Aber warum nicht mal z.B. Ehrensenf auch im Fernsehen bringen? Die Show ist gut gemacht, spricht die werberelevante Zielgruppe an und könnte das Nachmittags- und Vorabendprogramm erheblich aufwerten.

  • c’t TV ist eine Art Dauerwerbesendung für das Printmagazin. Prinzipiell werden in der Sendung die Ergebnisse der Printredaktion auf ein Mindestmaß zusammengestampft. Wer mehr wissen will, muss dann die c’t kaufen. Für eine Dauerwerbesendung ist der Sendeplatz daher ok.

  • Na wenn man hier nicht den Status bzw. die Wichtigkeit für den oder die Sendeplaner herauslesen kann. Scheinbar reicht es nicht für einen „besseren“ Sendeplatz. Vielleicht muss sich das Thema auch erst beweisen, um wieder höher gestuft zu werden(?).

    Generell sollte 3:55 Uhr aber in Zeiten vorhandener Aufnahmegeräte nicht wirklich ein Problem sein.

  • Wer schaut heut denn noch Realtime TV? 😉 Gar keine Zeit für, das Fernsehn hat sich nach mir zu richten. Da es das nicht für mich macht, nehme ich mir alles Online auf und Lads runter und Punkt. 😉

  • Wenn bestimmte Wissenschaftssendungen nur Nachts gesendet werden, dann kann auch eine Computersendung Nachts gesendet werden. Das ist afaik nur Nischenprogramm und wird deshalb keinen Prime-Time-Platz bekommen. Kann die Entscheidung zum Sendetermin also vollkommen nachvollziehen. Wahrscheinlich wird es davon ohnehin Podcasts geben.

  • Ich brauch auch keinen Sendeplatz, aber der Computer Club war wirklich immer eine super Sendung und ich finde es schade, dass der WDR sie nicht weiterproduziert hat. Selbst für 3 Uhr Nachts wäre sie ok gewesen, dann hätte man sie auch schön online zur Verfügung stellen können. Die öffentlich rechtlichen geben für so viele Sachen so viel Geld aus, da hätte man den CC auch weiter leben lassen!

  • ich hab mir mal sagen lassen, dass diese unverständlich, unguckbaren sendeplätze sowas wie die notbremse der programmverantwortlichen sind. wenn die produktion schon angelaufen ist und man nichts mehr abblasen kann, sich aber rausstellt, dass das format (in ihren augen) müll ist, dann werden sie auf solche plätze verbannt.

  • Also wem es Spaß macht und keine Lust hat, das ganze aufzunehmen, sonder es sich „Live“ anschauen möchte, kann das von mir aus gerne tun. Ich hingegen, habe Montags um 4 in der Früh, andere Dinge im Kopf, schlafen z.B. 🙂

  • Na das ist doch perfekt … kann ich beim aufstehen gleich mir eine schöne Sendung anguggn…. zwar nur 15min in der Frühstuckszeit aber das ist egal^^ hab ich zumindest mehr lust auf die Arbeit xD

  • Was wollt ihr denn? Die Sendungen gibt’s doch alle im Netz. Auch das bisherige c’t-Magazin. Das dürfte dann auch umweltfreundlicher sein, als den Videorecorder dafür die Nacht laufen zu lassen.

  • Es ist gut, die Info hinsichtlich des blödsinnigen Sendeplatzes noch mal hier zu lesen. Als ich neulich die Pressemeldung dazu gelesen habe, in der voller Stolz davon erzählt wurde, dass die Show nun international auf Sendung ginge, hatte ich erst an meiner Auffassungsgabe gezweifelt.

    Montagmorgen, 3:55 Uhr, das konnte ja eigentlich nicht ernsthaft gemeint sein. Aber doch.

    Nun, das zeigt sehr gut, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit seinen vielen Gebühren es eben nicht nötig hat, einen Sendeplatz zu finden, bei der mehr als eine handvoll Leute eine extra produzierte Sendung anschauen.

    Ich nehme mir das c’t-Magazin eh immer auf Video auf, um es zu einer für mich geeigneten Zeit anzusehen, doch wenn die Sendung wirklich niemand anschaut, bei dem das gemessen wird, wird es sie auch nicht lange geben. Nicht einmal bei den Öffentlich-rechtlichen.

    Ja, der WDR-Computerclub mit den beiden Wolfgangs war eine großartige Sendung. Aber das c’t-Magazin – mit einer ganz anderen Zielgruppe – ist schon gut gemacht. Es vermittelt etwas Grundwissen – sogar an Leute, die nicht mal wissen, wie sie ihren Videorekorder programmieren sollten.

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