Last.fm rudert zurück: Vorerst kein Bezahlmodell

André Vatter

Das hat gesessen: Nach massiven Protesten der Community hat last.fm nun angekündigt, das umstrittene Abomodell (vorerst) zurückzunehmen. Tschakka! Ursprünglich war geplant, dass alle Hörer außerhalb der USA, Großbritannien und Deutschland drei Euro pro Monat für den Radiodienst entrichten sollten. Last.fm begründete im offiziellen Blog noch einmal das Vorhaben: Bei einem solch internationalen Projekt sei es einfach nicht möglich, Werbepartner für jedes Land zu finden.

Doch jetzt wurde erst einmal Aufschub gewährt. Bis es ernst wird, will last.fm zunächst einige Vorschläge der Community umsetzen: Dazu zählen unter anderem die Einführung alternativer Bezahlmethoden (Paypal und Pay-per-SMS) und die Möglichkeit, Monatsabos zu verschenken. Sobald die Änderungen abgeschlossen sind – und daran lassen die Betreiber keinen Zweifel – wird im Plan weitergemacht und die Gebühr eingeführt. Doch wie lange das noch dauern wird, weiß zurzeit niemand. Auch für Entwickler gibt es gute Nachrichten: Fremdanbieter für last.fm-Clients haben nach wie vor Zugriff auf die Schnittstelle, so dass Streaming zum beispiel auf mobile Endgeräte weiterhin möglich ist – natürlich vorausgesetzt, der Nutzer hat sich zuvor registriert. Auch diese Option sollte im Rahmen der Reform ursprünglich abgestellt werden.

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.